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Details zum Produkt

Das Museum als Marke: Branding als strategisches Managementinstrument für Museen

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Medium: Broschiert
Erscheinungsdatum: November 2007

Preis: EUR 34,80
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

 

 Alle Angebote:  Neu ab EUR 34,80 , Gebraucht ab EUR 24,99

Rezensionen:

Eine empfehlenswerte Bereicherung deutschsprachiger Fachliteratur

Auch wenn der Begriff Branding, also Markenbildung, in der kommerziellen Wirtschaft alltäglich ist, so wird die Anwendung dieses Begriffs auf Kultureinrichtungen noch mit Skepsis betrachtet oder löst sogar Befremden aus. Die Angst vor einer Kommerzialisierung von Kunst und Kulturgut vermittelnden Institutionen reibt sich an diesem Begriff sowie an Überlegungen zu einem strategischen Marketing für Kultureinrichtungen im allgemeinen.

Das vorliegende Buch widmet sich speziell dem Museumsbereich und lässt den Leser nicht mit einer eventuellen Skepsis allein, sondern greift die Frage der Machbarkeit, des Sinns und des Nutzens einer Markenbildung auf. Vom Corporate Design bis hin zur Architektur eines Museums werden wichtige Teilaspekte, die Grundlage und Bestandteil einer Markenbildung sein können, aufgegriffen. Eine Übersicht über Logos zahlreicher Museen im deutschsprachigen Raum veranschaulicht und analysiert Unterschiede, und der Leser wird schnell bemerken, welche gestalterischen Ergebnisse das Potential einer Markenbildung haben, welche weniger und warum.
Auch werden wichtige Unterscheidungen, z.B. zwischen Angebotsmarke und Standortmarke erklärt, und konkrete Beispiele von Museen und ihrer Außendarstellung und Positionierung am Museumsmarkt beleuchtet. Ganz und gar nicht theoretisch bleibt dadurch dieses Buch, gerade weil unter Einbindung mehrerer Autoren Praktiker zu Wort kommen und Entscheidungsprozesse zugunsten einer Markenbildung als Managementinstrument sowie der Arbeitsprozess hin zum Branding nachvollziehbar dargestellt werden.

Die visuelle Darstellung funktioniert aufgrund einer sehr hochwertigen und durchdachten Buchproduktion sehr praxisorientiert und lässt so manche Skepsis gegenüber dem Thema weichen. Insbesondere die ausführliche Darstellung des Brandings der museum kunst palast in Düsseldorf ist hilfreich, um zu verstehen, das und welchen Sinn eine Markenbildung im Museumsbereich haben kann. Bert-Antonius Kaufmann, zuständig für Marketing und Kommunikation im museum kunst palast (inzwischen zum Museum Frieder Burda in Baden-Baden gewechselt) trägt zur Innensicht aus einem Museum heraus bei. Ebenso bereichern in diesem Sinn Beiträge von Otmar Böhmer als Geschäftsführer der K20K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.

Das Buch schließt eine Lücke, liefert wichtige Informationen und kann durchaus als Denkanstoß dienen, sich in der Museumslandschaft ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen.


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