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Die großartige Doku „Was haben wir gelacht“ startet am 16. Juli 2026 im Kino

Samstag, 11.07.2026 12:18 Uhr
Ab 16.07.2026 im Kino: „Was haben wir gelacht“
Ab 16.07.2026 im Kino: „Was haben wir gelacht“
© HappySpots / Filmplakat: Port au Prince Pictures

Samstagabendshows, Late-Night-Comedy und die großen Straßenfeger: Die Fernsehlandschaft der 90er- und frühen 2000er-Jahre prägte eine ganze Generation. Doch worüber haben wir damals eigentlich genau gelacht – und vor allem auf wessen Kosten? Am 16. Juli 2026 startet die ebenso scharfzüngige wie emotionale Dokumentation „Was haben wir gelacht“ in den deutschen Kinos. Der Film wirft einen längst überfälligen und ungeschönten Blick auf das deutsche Unterhaltungsfernsehen – und zwar erstmals konsequent aus der Frauenperspektive.

Die Ära von Wetten, dass…?, der Harald Schmidt Show oder TV total wurde fast ausschließlich von männlichen Unterhaltern dominiert. Frauen waren in diesen Formaten oft nur schmückendes Beiwerk, dienten als wandelnde Pointenvorlagen für Altherrenwitze, und weiblicher Humor galt in den Chefetagen der Sender pauschal als Quotenkiller. In „Was haben wir gelacht“ brechen die Pionierinnen von damals ihr Schweigen. Absolute TV-Legenden wie Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins blicken auf ihr eigenes Werk und den harten Kampf gegen patriarchale Strukturen zurück. Sie stellen die unbequemen Fragen: Wer durfte damals eigentlich witzig sein? Was macht diese Sozialisation mit einer Gesellschaft? Und was haben Humor und Unterhaltung am Ende ganz konkret mit Macht und Gleichberechtigung zu tun? Eine nostalgische, aber auch angenehm kritische Zeitreise, die den Zuschauern am Ende die Frage stellt: „Was haben wir gelacht“ – oder vielleicht doch nicht?

Eine kluge Zeitreise voller Humor und Haltung

Der Dokumentarfilm schafft das Kunststück, trotz des ernsten und gesellschaftskritischen Themas unheimlich unterhaltsam zu bleiben. Das liegt vor allem an den prominenten Protagonistinnen, die mit gewohntem Witz, viel Ironie und erstaunlicher Offenheit von den Absurditäten hinter den Kulissen der großen TV-Sender berichten. Durch den geschickten Einsatz von historischem Archivmaterial hält der Film uns allen einen Spiegel vor und zeigt, wie sehr sich die Sehgewohnheiten und der gesellschaftliche Anspruch an Gleichberechtigung in den letzten zwei Jahrzehnten gewandelt haben.

Warum sollte man „Was haben wir gelacht“ im Kino sehen?

Jetzt den Trailer zu „Was haben wir gelacht“ ansehen

Fazit

„Was haben wir gelacht“ ist ein Pflichttermin für alle, die mit dem Fernsehen der Jahrtausendwende aufgewachsen sind und Lust auf einen klugen, humorvollen und kritischen Blick zurück haben.


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