Friesland-Krimi "Schiffe schrotten": Henk und Süher ermitteln im Schatten der Reederei-Mafia heute (11.03.2026) im ZDF

© ZDF/Michael Kötschau
Das ZDF entführt sein Publikum heute (11.03.2026) um 20:15 Uhr wieder in den hohen Norden, wo im neuen Friesland-Krimi "Schiffe schrotten" ein rätselhafter Tod die maritime Idylle erschüttert. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht der Mord an Schiffskapitän Scott Farman (Florian Hertweck), dessen Frachtschiff unter mysteriösen Umständen auf Grund gelaufen ist. Während das Leeraner Polizistenduo Süher Özlügül (Sophie Dal) und Henk Cassens (Maxim Mehmet) versucht, Licht ins Dunkel der illegalen Machenschaften auf hoher See zu bringen, kämpfen die Macher hinter den Kulissen mit ganz anderen Herausforderungen. Für die authentische Optik wurde zwar ein eigenes Schrottplatz-Set errichtet, doch die Dreharbeiten in einem ostfriesischen Hafenbecken mussten wegen heftiger Winde und lautstark klappernder Metallteile immer wieder unterbrochen werden, was die Produktion zu einer logistischen Meisterleistung machte.
Lena Odenthal zu Gast in Friesland: Ulrike Folkerts als Reederin
Ein besonderes Highlight dieser Episode ist die Besetzung der verdächtigen Reederei-Chefin Sylke Struve mit Ulrike Folkerts. Die Schauspielerin, die dem Fernsehpublikum sonst als unerschütterliche Ludwigshafener "Tatort"-Ermittlerin Lena Odenthal bekannt ist, wechselt hier die Seiten und zeigt als kühle Strategin Amke Wilhelmson eine völlig neue Facette ihres Könnens. Es ist eine spannende Dynamik, wenn die Grande Dame des deutschen TV-Krimis plötzlich ins Visier der lokalen Dorfpolizei gerät. Dass die Produktion für diese Rolle eine so profilierte Darstellerin gewinnen konnte, verleiht dem Fall eine zusätzliche Schwere und macht das Verhörspiel zwischen ihr und dem eigenwilligen Kriminalhauptkommissar Jan Brockhorst (Felix Vörtler) zu einem darstellerischen Genuss.
Zwischen Leichenwagen-Pannen und Schlägereien
Parallel zur Jagd nach dem Mörder entspinnt sich eine gewohnt skurrile Nebenhandlung, die das Herz der Friesland-Reihe ausmacht. Bestatter Wolfgang Habedank (Holger Stockhaus) und Apothekerin Melanie Harms (Tina Pfurr) versuchen, die Leiche ihres ermordeten Cousins nach Oldenburg zu überführen, werden jedoch von einem bockigen Leichenwagen ausgebremst. Dass ausgerechnet Sühers Bruder Yunus (Yunus Cumartpay) zur Rettung eilen muss, sorgt für jenen lakonischen Humor, der die Serie so beliebt macht. Währenddessen muss sich Henk Cassens mit seinem Kumpel Troje (Volker Wackermann) auseinandersetzen, der sich durch eine Schlägerei mit dem verstorbenen Kapitän in der Mordnacht selbst zum Hauptverdächtigen befördert hat. Die Ermittlungen führen das Team diesmal weit über die Stadtgrenzen von Leer hinaus, da die maritime Handlung größere Distanzen erzwingt und dem Duo mehr Szenen im Umland abverlangt.
Authentizität durch echte Seeleute und rostige Kulissen
Die Detailverliebtheit der Produktion zeigt sich nicht nur im aufwendig gebauten Mini-Schrottplatz-Set, das aus Sicherheitsgründen den Vorzug vor einer echten Werft erhielt, sondern auch in der Besetzung der Komparsen. Um den Szenen auf dem Frachter maximale Glaubwürdigkeit zu verleihen, wurden Statisten direkt aus Leer verpflichtet, die im echten Leben tatsächlich in maritimen Berufen arbeiten. Diese Bodenständigkeit spiegelt sich im gesamten Film wider, der das Milieu aus rostigem Stahl und harter Arbeit perfekt einfängt. Trotz der widrigen Wetterbedingungen während des Drehs ist ein Friesland-Krimi entstanden, der seine Spannung aus der Reibung zwischen skurrilem Alltag und einem eiskalten Verbrechen zieht. Am Ende bleibt die Frage: Wer brachte Kapitän Farman zum Schweigen, als dieser den illegalen Geschäften der Reederei zu nah kam?
Der Friesland-Krimi "Schiffe schrotten" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar.








