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Klassentreffen der "Polizeiruf 110"-Ermittler: Wenn der "Kurschatten" zum Albtraum wird - heute (22.06.2026) im MDR


Der MDR zeigt heute (22.06.2026) um 20:15 Uhr die Wiederholung der spektakulären Jubiläumsfolge zum 30. Geburtstag der Krimireihe "Polizeiruf 110". Für Krimi-Fans ist diese Ausstrahlung ein echtes Highlight, da die Episode "Kurschatten" mit zahlreichen ehemaligen und zeitgenössischen Ermittlern der Reihe besetzt ist. So stehen unter anderem Andreas Schmidt-Schaller, Uwe Steimle, Dieter Montag und Günter Naumann in Gastrollen vor der Kamera. Sie alle prägten den "Polizeiruf 110" über Jahrzehnte und kehren hier in einem cleveren Ensemble-Stück zurück. Dramaturgisch hebt sich diese "Polizeiruf 110"-Folge deutlich vom Standard ab: Die sterile Kurklinik wird als abgeschottetes Paralleluniversum inszeniert, und um diesem Mikrokosmos Raum zu geben, greift die Polizei ungewöhnlich spät aktiv in die Handlung ein.

Undercover-Ermittlungen im sterilen Kur-Milieu

Die Geschichte beginnt mit einer perfiden Erpressung, bei der wohlhabende Patienten heimlich bei Schäferstündchen gefilmt werden. Kriminalhauptkommissar Herbert Schmücke (Jaecki Schwarz) nutzt seinen anstehenden Erholungsurlaub kurzerhand für einen verdeckten Einsatz und deklariert zur Tarnung Edith Reger (Marita Böhme) als seine Ehefrau. Kollege Herbert Schneider (Wolfgang Winkler) hält derweil als vermeintlicher Pharmavertreter den Kontakt. Schmücke sucht gezielt die Nähe von Lehrerin Dorle Mikisch (Anne Kasprik), um sie als Lockvogel einzuspannen, und gerät über sie an eine verschworene Kurbekanntschaft. Dazu gehören der Schokoladenfabrikant Suchon (Dieter Montag), Pferdeliebhaber Theodor Illgen (Uwe Steimle) und Bauunternehmer Achim Zoch (Andreas Schmidt-Schaller) mitsamt dessen "Kurschatten" Patricia Kniestedt (Arianne Borbach). Als Schmücke die Frau nachts beim Verstecken eines Briefumschlags beobachtet, wird er jedoch von Zoch niedergeschlagen, der selbst auf den Erpresser lauerte.

Eine tote Krankenschwester und die Jagd nach dem Komplizen

Die Situation eskaliert völlig, als die Kurschwester Tanja Schiefel (Kathrin Angerer) ermordet wird. Schneider muss seine Tarnung aufgeben und übernimmt offiziell den Fall, wobei er den Bauunternehmer Zoch für den Täter hält. Schmücke glaubt jedoch an ein Erpresser-Duo und heftet sich an die Fersen des Masseurs Valentin Kleefisch (Oliver Stokowski). Dieser flieht panisch und sucht Unterschlupf beim vermeintlichen Bankier Ferdinand Taube (Oliver Stritzel). Ein Parkplatz-Überwachungsvideo bringt schließlich die Wende. Es stellt sich heraus, dass Taube wegen Unterschlagung gefeuert wurde und arglose Kurgäste um ihr Vermögen bringt. Offenbar hat er die beiden Erpresser instrumentalisiert und am Ende kaltblütig aus dem Weg geräumt, um die Beute für sich zu behalten.

Nervenaufreibendes Kammerspiel im abgelegenen Jagdhaus

Um den Doppelmörder zu überführen, stellt Schmücke ihm eine Falle und gibt vor, Schwarzgeld anlegen zu wollen. Der gierige Taube beißt an und verabredet sich mit dem Kommissar in seinem Jagdhaus. Der geplante Zugriff von Schneider und der Kriminaltechnikerin Rosamunde Weigand (Marie Gruber) scheitert jedoch dramatisch, als ihr Wagen auf einem Waldweg stecken bleibt. Schmücke ist plötzlich allein und blickt in den Lauf eines Revolvers. In seiner Not verwickelt er den Mörder geschickt in ein Gespräch und entlockt ihm ein Geständnis, bis die Kollegen im letzten Moment eintreffen. Die Wiederholung dieses starbesetzten "Polizeiruf 110" im MDR entfaltet seine Wirkung am Ende als präzise beobachtetes Beziehungskrimi-Kammerspiel aus Zwischentönen und leiser Spannung.


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