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Totale Überwachung in Münster: Wilsberg ermittelt in "Trügerische Sicherheit" am Limit - heute (03.01.2026) im ZDF

Samstag, 03.01.2026 14:24 Uhr | Tags: ZDF, Krimi, Samstagskrimi, Wilsberg, Leonard Lansink, Oliver Korittke, Rita Russek
Samstagskrimi "Wilsberg - Trügerische Sicherheit": Privatdetektiv Wilsberg (Leonard Lansink, M.) schafft es mit Hilfe seiner Freunde Dr. Tessa Tilker (Patricia Meeden, l.) und Ekki Talkötter (Oliver Korittke, r.) einen kniffligen Fall zu lösen, in dem es um Ängste und Unsicherheiten von Menschen geht.
Samstagskrimi "Wilsberg - Trügerische Sicherheit": Privatdetektiv Wilsberg (Leonard Lansink, M.) schafft es mit Hilfe seiner Freunde Dr. Tessa Tilker (Patricia Meeden, l.) und Ekki Talkötter (Oliver Korittke, r.) einen kniffligen Fall zu lösen, in dem es um Ängste und Unsicherheiten von Menschen geht.
© ZDF/Michael Kötschau

Münster zeigt sich heute Abend (03.01.2026) von seiner düsteren und technisch hochgerüsteten Seite, wenn das ZDF um 20:15 Uhr den neuesten Fall der Kultreihe "Wilsberg" ausstrahlt. Während die Konkurrenz in der ARD auf eine große Familienshow setzt, vertraut das Zweite auf seinen kauzigen Privatdetektiv Georg Wilsberg (Leonard Lansink), der in "Trügerische Sicherheit" in ein gefährliches Geflecht aus Einbrüchen, Mord und moderner Überwachungstechnologie gerät. Dass diese Episode etwas Besonderes ist, zeigt schon ihre Veröffentlichungsstrategie, denn als "digitalaffine Folge" wanderte sie deutlich früher in die ZDF Mediathek als üblich. Die Produktion setzte dabei auf maximale Authentizität und verwendete echte Sicherheitstechnik als Requisiten, die das Team am Set sogar live testen konnte. Ein amüsanter Fakt am Rande: Die sichtlich genervten Reaktionen von Georg Wilsberg auf die allgegenwärtigen Überwachungsgeräte im Film sind teilweise gar nicht gespielt, da die Technik während der Dreharbeiten regelmäßig den Geist aufgab und der Hauptdarsteller seine Frustration kurzerhand improvisierte.

Einbruchsserien und familiäre Abgründe

Die Handlung kommt schnell in Fahrt, als eine Serie von Einbrüchen die Region erschüttert und schließlich in einem Gewaltverbrechen an Henry Möbius (Andreas Spaniol) gipfelt. Wilsberg wird ursprünglich von Sina Beerfeld (Judith Bohle) engagiert, um lediglich das tägliche Treiben ihres Sohnes Nils (Julius Gause) unter die Lupe zu nehmen. Doch was als harmloser Beschattungsauftrag beginnt, entwickelt sich rasant zu einem familiären Albtraum, da der Teenager den schrecklichen Verdacht hegt, sein eigener Stiefvater Julian Beerfeld (Timur Isik) könnte hinter der blutigen Einbruchsserie stecken. Währenddessen herrscht im Polizeipräsidium helle Aufregung, da ein Erpresseranruf die Beamten in Alarmbereitschaft versetzt. Kriminalrat Schaaf (Rainer Laupichler) zögert nicht lange und setzt den unvergleichlichen Kommissar Overbeck (Roland Jankowsky) darauf an, den Täter gemeinsam mit seinen Kolleginnen Thuong Nhi (Mai Duong Kieu) und Isabel Wolfangel (Sarah Alles-Shahkarami) dingfest zu machen.

Zwischen Ehrenamt und Ermittlung

Parallel dazu sucht die Juristin Dr. Tessa Tilker (Patricia Meeden) einen Ausgleich zu ihrem fordernden Berufsalltag und engagiert sich ehrenamtlich in einem örtlichen Jugendzentrum. Hier sollen Jugendliche durch Sport- und Musikkurse lernen, mit Stress und Ängsten umzugehen - ein Drehort übrigens, der im echten Münster liegt und für die Dreharbeiten fast im Originalzustand belassen wurde. Da Nils Beerfeld genau in diesem Zentrum verkehrt und Wilsberg eine Verbindung zum jüngsten Mordopfer sieht, spannt er die Juristin kurzerhand für seine Recherchen ein. Die Spur führt den Detektiv und seinen Kumpel Ekki Talkötter (Oliver Korittke) schließlich zu dem Therapeuten Björn Asbeck (Serkan Kaya), mit dem sich nicht nur das Opfer vor seinem Tod traf, sondern bei dem auch der verdächtige Nils regelmäßig in Behandlung ist.

Routine gegen echtes Wagnis

Trotz der spannenden Prämisse und der gewohnt starken Besetzung, zu der natürlich auch Anna Springer (Rita Russek) gehört, scheint der Fall stellenweise in allzu bekannten Mustern zu verharren. Das Thema der totalen Überwachung bietet eigentlich massives Reibungspotenzial, doch die Geschichte bleibt in ihrer Umsetzung erstaunlich zahm und verlässt sich lieber auf die bewährte Routine der Charaktere. Anstatt das volle erzählerische Risiko einzugehen und die Paranoia konsequent auf die Spitze zu treiben, wirkt das Ergebnis wie ein sauber produzierter Krimi, dem es am Ende ein wenig an der gewohnten lakonischen Schärfe fehlt. Dennoch bleibt "Trügerische Sicherheit" ein solider Samstagkrimi, der vor allem durch seine authentischen Schauplätze und das eingespielte Team überzeugt.


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