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Zweiteiler "Mama ist die Best(i)e": Adele Neuhauser mischt heute (18.05.2026) als exzentrische Mutter das ZDF auf

Montag, 18.05.2026 11:24 Uhr | Tags: ZDF, Komödie, Adele Neuhauser, Bernhard Schir, Stefanie Stappenbeck, Lara Mandoki
Komödie "Mama ist die Best(i)e": Gloria Almeda (Adele Neuhauser, M.) wird von Polizisten (Komparsen) abgeführt. Sie wird verdächtigt, ihren Ehemann Victor umgebracht zu haben.
Komödie "Mama ist die Best(i)e": Gloria Almeda (Adele Neuhauser, M.) wird von Polizisten (Komparsen) abgeführt. Sie wird verdächtigt, ihren Ehemann Victor umgebracht zu haben.
© ZDF/Fabio Eppensteiner

Das Abendprogramm im ZDF steht heute (18.05.2026) ganz im Zeichen einer hochkarätig besetzten, tiefschwarzen Familienkomödie voller Intrigen und Geheimnisse. Zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr startet der zweiteilige Fernsehfilm "Mama ist die Best(i)e", der die Zuschauer in eine Welt voller Bosheiten, Luxus und alter Rechnungen entführt. In der Hauptrolle brilliert Adele Neuhauser als exzentrische Matriarchin Gloria Almeda, die nach einer langjährigen Haftstrafe in ihr altes Leben zurückkehrt. Die Produktion verzichtet auf billigen Klamauk und nutzt das verzwickte Mutter-Kind-Gefälle stattdessen für feine Machtverschiebungen, die zeigen, wie schwer Loslassen und Nähe gleichzeitig sein können. Der humorvolle Ton des Zweiteilers pendelt dabei meisterhaft zwischen absolutem Familienchaos und leiser Melancholie.

Die unerwartete Rückkehr der High-Society-Dame

Die Geschichte nimmt an Fahrt auf, als die steinreiche Weingutsbesitzerin nach zehn Jahren Haft für den vermeintlichen Mord an ihrem despotischen Ehemann Victor Almeda (Bernhard Schir) vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird. Eigentlich lautete das Urteil 15 Jahre, doch die ehemalige Lebedame hat nun in Freiheit nur ein einziges Ziel: Sie will den wahren Mörder ihres Gatten zur Rechenschaft ziehen, der damals bei einer Explosion der Gartenlaube zusammen mit seiner Geliebte Désirée Fischer (Miriam Fussenegger) starb. Gloria hat keinen Zweifel daran, dass der Täter in ihrer eigenen, zutiefst dysfunktionalen Familie sitzt. Völlig unangekündigt taucht sie in ihrer alten Villa auf und platzt mitten in ein Treffen ihrer erwachsenen Kinder, deren Partner und ihres Schwagers, die bereits fleißig das beträchtliche Erbe vorzeitig untereinander aufteilen. Fortan beginnt die Mutter ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem sie auf die Unterstützung ihrer ehemaligen Mithäftlinge Maria Berthieu (Edita Malovcic) und Henny Baumann (Lara Mandoki) baut, die sie im Vorfeld geschickt in die Familienunternehmen eingeschleust hat.

Ein Nest aus Lügen, Betrug und alten Liebschaften

Unterbrochen durch das heute journal um 21:45 Uhr setzt das ZDF die Ausstrahlung des packenden Beziehungsgeflechts nahtlos um 22:15 Uhr mit dem zweiten Teil fort. Eingeschränkt durch eine elektronische Fußfessel darf Gloria das Villengelände nicht verlassen und muss den Alltag beobachten, der von Vorwürfen und Gemeinheiten geprägt ist. Sie verdächtigt nahezu jeden aus dem engsten Kreis, darunter ihre nichtsnutzige Tochter Leonie Almeda (Fanny Krausz) sowie ihren abgebrühten Sohn Severin Almeda (Manuel Rubey), dessen Ehefrau Stella Almeda (Stefanie Stappenbeck) ihn ausgerechnet für Leonie verlassen hat. Selbst hinter der freundlichen Fassade von Schwager Gaston Almeda (Andreas Lust) lauern Betrug und Lügen, während Enkelin Gretchen Almeda (Annika Wonner) zwischen den Fronten steht. Als die alte Freundin Bernadette Pfeifer (Elena Uhlig) und deren mittelloser Ehemann Tono Pfeifer (Roland Koch) auftauchen, brechen bei Gloria zudem verdrängte Gefühle auf. Puzzlestück für Puzzlestück setzt sich durch die Beobachtungen ihrer Spioninnen ein neues Bild der Tatnacht zusammen, bei dem ausgerechnet Tono eine extrem zwielichtige Rolle einnimmt.

Trockenes Timing statt klassischer TV-Slapstick

Der Zweiteiler "Mama ist die Best(i)e" lebt stark von einem exzellenten Dialogrhythmus und einer brillanten Figurenchemie, weil die Konflikte weniger aus äußerer Handlung als aus unausgesprochenen Erwartungen entstehen. Der Titel arbeitet dabei ganz bewusst mit der Doppeldeutigkeit zwischen der besten Mutter und einer unberechenbaren Bestie, da Glorias Charakter für ihre Familie gleichzeitig Halt und absolute Zumutung bedeutet. Viele der komischen Momente entspringen messerscharfen Alltagsbeobachtungen, die Adele Neuhauser mit ihrem typischen, herrlich trockenen Timing spielt und dadurch auf dem Bildschirm absolut glaubwürdig macht. Das Zusammenspiel mit den weiteren Ensemblemitgliedern wie Michou Friesz als Martha Besl oder Aglaia Szyszkowitz als Regula Fritsch rundet das mörderische Vergnügen ab. Am Ende bleibt eine wunderbar bissige Komödie, die zeigt, dass die größten Gefahren manchmal im eigenen Wohnzimmer lauern.

Die zweiteilige Komödie "Mama ist die Best(i)e" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar (verfügbar bis zum 09.05.2027).


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