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Ein Wolfskopf als tödliches Signal: Garmisch-Krimi "Wolfsmord" heute (28.02.2026) im ZDF

Samstag, 28.02.2026 13:12 Uhr | Tags: ZDF, Krimi, Samstagskrimi, Garmisch-Krimi
Garmisch-Krimi "Wolfsmord": Fabian Pongratz (Ben Münchow) ist schockiert als er sieht, dass ihm per Post ein abgetrennter Wolfskopf zugeschickt wurde. Handelt es sich um eine Morddrohung gegen den engagierten Vorstand des Naturbundes?
Garmisch-Krimi "Wolfsmord": Fabian Pongratz (Ben Münchow) ist schockiert als er sieht, dass ihm per Post ein abgetrennter Wolfskopf zugeschickt wurde. Handelt es sich um eine Morddrohung gegen den engagierten Vorstand des Naturbundes?
© ZDF/Roland Stuprich

Das ZDF präsentiert heute (28.02.2026) um 20:15 Uhr mit "Wolfsmord" den packenden Auftakt der neuen Samstagskrimi-Reihe "Der Garmisch-Krimi"  mit Lavinia Wilson und Philine Schmölzer in den Hauptrollen, die den idyllischen Schein der bayerischen Alpen gründlich zertrümmert. Im Mittelpunkt des Geschehens steht ein wahrhaft makabrer Postversand: Ein abgetrennter Wolfskopf erreicht den Naturschützer Fabian Pongratz (Ben Münchow) und versetzt die gesamte Region in Aufruhr. Während die junge Polizistin Daphne Meindl (Philine Schmölzer) sofort eine ernstzunehmende Morddrohung wittert, möchte ihr Vorgesetzter Graner (Harald Windisch) die Angelegenheit am liebsten als Lappalie abtun. Doch die Ermittlerin lässt nicht locker und taucht tief ein in einen hasserfüllten Konflikt zwischen Landwirten, Aktivisten und skrupellosen Politikern, bei dem es um weit mehr als nur um den Schutz eines Raubtieres geht. Besonders auffällig ist dabei die raue Atmosphäre, die sich bewusst von den üblichen, weichgezeichneten Heimatbildern abgrenzt und eine düstere Tonalität wählt.

Eine Ex-Kommissarin zwischen Baumarktregalen und Tatorten

Lavinia Wilson übernimmt in diesem neuen Format die ungewöhnliche Rolle der Ira Zach, einer ehemaligen Kommissarin, die dem Dienst den Rücken gekehrt hat und nun ihren Lebensunterhalt in einem Baumarkt verdient. Die Macher der Serie legten großen Wert darauf, Ira als bewussten Gegenentwurf zu den klassischen Alpen-Ermittlern zu positionieren - sie ist grantig, eigenwillig und alles andere als eine Postkarten-Figur. Um diese regionale Verankerung glaubwürdig zu gestalten, musste die Hauptdarstellerin ihren bayerischen Dialekt für die Dreharbeiten deutlich nachschärfen, da die Redaktion auf Authentizität bestand. Als Iras Tochter Pippa (Sophie Borchhardt), die sich leidenschaftlich für den Wolfsschutz engagiert, in den Fokus der Ermittlungen gerät, erwacht der Jagdinstinkt der Ex-Polizistin erneut. Gemeinsam mit der jungen Kollegin Meindl bildet sie ein ungleiches Gespann, das sich durch ein Geflecht aus Lügen und Korruption kämpft, wobei Ira Zach ihre alten Kontakte und ihr Wissen über die lokale Gemeinschaft geschickt nutzt.

Korruption und falsche Versprechungen im UNESCO-Park

Die Ermittlungen nehmen eine dramatische Wendung, als der bedrohte Pongratz tatsächlich tot von seiner Kollegin Mara (Sevda Polat) aufgefunden wird - grausam überfahren von einem schweren SUV, der keine Bremsspuren hinterließ. Schnell stellt sich heraus, dass das Opfer einem gigantischen Betrug auf die Spur gekommen war: Ein ursprünglich vom Landrat Auler (Gerhard Wittmann) versprochenes Wolfsreservat sollte im Geheimen einem lukrativen Hotelprojekt weichen. Um diesen Plan durchzusetzen, arbeiteten Politiker und einflussreiche Jäger wie Claus Korntheuer (Michael A. Grimm) Hand in Hand, während sie in der Öffentlichkeit so taten, als kennten sie sich kaum. Ein von Ira Zach entwendetes Foto einer gemeinsamen Großwildjagd in Afrika liefert schließlich den nötigen Beweis für ihre enge Vertrautheit und bringt das sorgsam errichtete Kartenhaus aus politischen Intrigen und wirtschaftlichen Interessen massiv ins Wanken.

Wenn Gier die Existenz vernichtet

Hinter der Fassade des dörflichen Zusammenhalts offenbaren sich im Verlauf des Falls menschliche Abgründe, die durch finanzielle Not und blinde Gier befeuert werden. Klara Simader (Anna Rot), die den Hof ihres hinfälligen Vaters heimlich beliehen hat, um in das dubiose UNESCO-Projekt zu investieren, sieht ihre Existenz durch Pongratz’ Enthüllungen unmittelbar bedroht. In ihrer Verzweiflung und Wut wird die Landwirtin zur Mörderin, um das Scheitern ihrer Investition im letzten Moment zu verhindern. Auch wenn die Inszenierung gelegentlich durch zu erklärende Dialoge an Tempo verliert, zeigt "Wolfsmord" interessante Ansätze, wie man ein klassisches Krimi-Sujet mit modernen Themen wie Naturschutz und politischer Korruption verknüpfen kann. Die starken Bilder der Garmischer Bergwelt tragen die düstere Grundstimmung, auch wenn die Nebenfiguren in der Kürze der Zeit manchmal etwas blass bleiben.

Der Garmisch-Krimi "Wolfsmord" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar.


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