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"Inga Lindström: Klang der Sehnsucht" heute (05.07.2026) im ZDF: Melodramatische Klänge und Lebenslügen im Herzkino

Sonntag, 05.07.2026 13:37 Uhr | Tags: ZDF, Herzkino, Inga Lindström, Stephanie Stumph

Das ZDF sorgt heute Abend um 20:15 Uhr für große Emotionen und zeigt als Wiederholung das schwedische Liebesdrama "Inga Lindström: Klang der Sehnsucht". Der Film verspricht die gewohnte Mischung aus idyllischen Landschaften und Beziehungsdramen, die das Herzkino-Publikum seit jeher schätzt. Regisseur Ulli Baumann inszenierte dieses wendungsreiche Melodram, das die Zuseher in eine Welt voller tief vergrabener Familiengeheimnisse und verpasster Lebenswege entführt. Im Mittelpunkt steht eine erfolgreiche Frau, deren berufliche Rückkehr in die Heimat alte Wunden aufreißt und ein Kartenhaus aus Lügen zum Einsturz bringt.

Ein Wiedersehen mit Folgen und ein gut gehütetes Geheimnis

Die erfolgreiche Dirigentin Stine Sunström (Stephanie Stumph) verlässt Rom, um in Nörrköping das anstehende Sommerkonzert zu leiten und private Angelegenheiten zu regeln. Unmittelbar nach ihrer Ankunft wird sie mit der Vergangenheit konfrontiert, als sie ihrer Jugendliebe Mads Morgengrün (Sebastian Achilles) begegnet. Dieser verdient sein Geld mittlerweile als Segellehrer und betreut ausgerechnet die junge Lene (Tara Fischer), die Stine bisher fälschlicherweise für ihre Schwester hielt. Hinter dieser Konstellation verbirgt sich das zentrale Drama in "Inga Lindström: Klang der Sehnsucht": Um die beruflichen Chancen ihrer Tochter nicht zu gefährden, gab sich Mutter Birgit Borgholm (Marion Mitterhammer) nach einer Teenager-Schwangerschaft selbst als Mutter des Babys aus. Stine fordert nun die Aufklärung der Wahrheit, da sie Lene nach Italien mitnehmen möchte, was Birgit jedoch strikt ablehnt.

Intrigen im Orchester und verbotene Leidenschaft

Gleichzeitig läuft es auch beruflich für die Musikerin im schwedischen Orchester nicht rund, da der unnachgiebige Konzertmeister Hugo Lagerloff (Filip Peeters) keine Frau am Dirigentenpult akzeptieren will. Hugo, der privat wieder um die Gunst von Stines Mutter wirbt, belauscht kurz darauf ein Gespräch und erfährt so das Geheimnis um Lenes Herkunft. Währenddessen sucht Mads die Nähe seiner alten Liebe und offenbart ihr, dass seine Ehe mit der vielbeschäftigten Psychologin Martha (Rebecca Rudolph) kinderlos und unglücklich verläuft. Als sich Stine und Mads an einem alten Rückzugsort wiedertreffen, flammt die Leidenschaft auf und sie schlafen miteinander, woraufhin er die Wahrheit über seine Vaterschaft erfährt und geschockt seiner Ehefrau beichtet. Zudem sorgt Stine für Konflikte, weil sie die Treffen zwischen Lene und dem jungen Pianisten Oliver (Anselm Bresgott) kritisch sieht, da dieser lieber für das Konzert üben sollte.

Ein öffentlicher Eklat und die Heilung der Familienwunden

Die Situation eskaliert völlig, als Hugo bei einer Probe erneut gegen Stine stichelt und von ihr aufgefordert wird, selbst die Leitung zu übernehmen. Der gekränkte Konzertmeister rächt sich, indem er vor versammelter Mannschaft Lenes wahre Identität ausplaudert, während das betroffene Mädchen und Mads unbemerkt im Zuschauerraum sitzen. Lene flieht tief verletzt, lässt sich aber von Mads beruhigen, und Stine rettet das Sommerkonzert, indem sie ein Beethoven-Stück kurzerhand durch ihre eigene, für Mads geschriebene Symphonie ersetzt. Trotz einer Enttäuschung durch Oliver, den Lene mit Barbara (Moa Steffansdotter) erwischt, versöhnen sich Mutter und Tochter vor dem großen Auftritt. Nach dem triumphalen Erfolg der Musik, die selbst Hugo bekehrt, findet Stine am alten Lieblingsplatz zu Mads, dessen Ehe am Ende ist, und entscheidet sich für ein dauerhaftes Leben in Schweden.

Sentimentale Flucht aus dem Alltag für Herzkino-Liebhaber

Wer den Sonntagabend mit seichter, aber emotional packender Unterhaltung verbringen möchte, kommt bei "Inga Lindström: Klang der Sehnsucht" voll auf seine Kosten. Die skandinavische Idylle täuscht zwar nicht über die extrem vorhersehbare und stellenweise arg konstruierte Handlung hinweg, doch das harmonische Zusammenspiel des Hauptcasts rettet das Melodram über die Zeit. Für ein paar entspannten Stunden auf der Couch taugt dieser Ausflug in die schwedischen Gefühlswelten allemal, auch wenn echte dramaturgische Überraschungen ausbleiben.

"Inga Lindström: Klang der Sehnsucht" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar (verfügbar bis zum 27.06.2027).


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