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Mehrteiler "Der Palast" - Eine deutsch-deutsche Familiengeschichte in drei Teilen ab heute (03.01.2022) im ZDF

Montag, 03.01.2022 14:40 Uhr | Tags: ZDF

Das neue Jahr beginnt im ZDF mit dem glamourösen Mehrteiler "Der Palast". In den Mittelpunkt der fiktionalen Serie steht der Berliner Friedrichstadt-Palast. Erzählt wird eine deutsch-deutsche Familiengeschichte in drei Teilen. Svenja Jung ist in der Doppelrolle der Zwillingsschwestern Chris und Marlene, , die sich Ende der 80er Jahre das erste Mal im Leben gegenüberstehen, zu sehen. In weiteren Rollen spielen u.a. Anja Kling, Heino Ferch, Friedrich von Thun, Inka Friedrich, Ursula Werner, Hermann Beyer, Jeanette Hain, August Wittgenstein, Hannes Wegener, Luise Befort, Annabella Zetsch, Alina Levshin und Daniel Donskoy. "Der Palast" läuft heute (Montag, 03.01.2022), morgen (Dienstag, 04.01.2022) und übermorgen (Mittwoch, 05.01.2022) jeweils um 20:15 Uhr im ZDF. Für ein knappes Jahr kann "Der Palast" als sechsteilige Miniserie über die ZDF Mediathek abgerufen werden.

Darum geht es im Mehrteiler "Der Palast"

Berlin November 1988: Noch liegt die DDR im politischen Dornröschenschlaf. Die Hauptstadt bereitet sich auf die Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Republik vor. Im Friedrichstadt-Palast wird die große Geburtstags-Show einstudiert. Chris, Tänzerin im Ensemble, bekommt die langersehnte Chance, ihr erstes eigenes Solo zu tanzen. Ausgerechnet in diesen aufregenden Stunden, die ihrer beruflichen Laufbahn eine entscheidende Wendung geben sollen, passiert etwas Unerwartetes: Chris steht ihrer Doppelgängerin gegenüber! Marlene ist ihre bis dahin vollkommen unbekannte Zwillingsschwester aus dem Westen. Zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, prallen aufeinander: Hier das glitzernde Showbiz des Friedrichstadt-Palastes, der sozialistische Osten und die gemeinsame Mutter, dort das bodenständig-konservative Familienunternehmen, der kapitalistische Westen und der Vater. Wie wäre das Leben wohl verlaufen, wenn Chris und Marlene den Platz der jeweils anderen eingenommen hätten? Die beiden Schwestern tauschen kurzerhand ihre Rollen und tauchen ein in das Leben der anderen, verwirren und täuschen ihre Familien, ihre Kolleg*innen und Freunde, gelangen dabei an ihre emotionalen Grenzen, gehen unter den politischen Gegebenheiten ein enormes Risiko ein und haben doch auch bei diesem Abenteuer den größten Spaß.

Das passiert in "Der Palast (1)" am Montag im ZDF

Ostberlin 1988: Als Marlene Wenninger zu Besuch in der DDR ist, traut sie ihren Augen kaum. Auf der Bühne des Friedrichstadtpalastes tanzt eine Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Auch die Tänzerin Christine Steffen ist völlig überrascht. Ausgerechnet jetzt erhält sie die langersehnte Chance, ihr erstes Solo zu tanzen. Marlene, ihre bis dahin unbekannte Zwillingsschwester aus dem Westen zu treffen, wirbelt ihr Leben durcheinander.

Marlene kam aus dem bayerischen Bamberg, um für ihr Familienunternehmen Verhandlungen mit dem DDR-Außenhandelsministerium zu führen. Sie wird von den Herren in den Friedrichstadt-Palast eingeladen und hat ihre Doppelgängerin auf der Bühne entdeckt. Was war geschehen, dass die Schwestern getrennt wurden? Warum wussten sie nichts voneinander? Sie vereinbaren, in ihren jeweiligen Familien nach der Wahrheit zu suchen.

Während es der energischen Marlene sofort gelingt, ihre Familie mit der ungeheuerlichen Tatsache zu konfrontieren, ist Chris zurückhaltender. Aus ihrer Mitte gerissen stürzt sie während der Proben. Die verordnete Pause will Chris nutzen und ihre Mutter Rosa konfrontieren. Sie hadert aber damit, Rosa der Lüge zu bezichtigen - sehr zum Unverständnis ihres besten Freundes Georg. Er bezweifelt, dass ihr Vater bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist.

Als Rosa mit einem Magengeschwür ins Krankenhaus eingeliefert wird, beschließt Chris, ihre Mutter zu schonen und sich lieber auf das Training für die Soloposition zu konzentrieren. Der Neuzugang Bettina Wilke ist eine ernsthafte Konkurrentin für die kommende Show. Als Georg einen Ausreiseantrag stellt, droht Christines altes Leben völlig auseinanderzubrechen. Der Besuch von Marlene setzt allem eine Krone auf, denn diese hat eine riskante Idee.

Das passiert in "Der Palast (2)" am Dienstag im ZDF

Als Marlene erfährt, dass Mutter Rosa im Krankenhaus liegt, überzeugt sie Chris, ihre Identität zu tauschen. Auch für Chris wäre es die einmalige Chance, ihren Vater kennenzulernen. Doch der Grenzübertritt mit dem Pass ihrer Schwester ist gefährlich und Chris hat nicht nur wegen ihrer Tochter Lilia Bedenken. Sie meldet sich krank und nimmt in Kauf, dass ihr Solo von Bettina getanzt wird. Mit gemischten Gefühlen reist sie in den Westen.

Inzwischen beginnen die Vorbereitungen für die nächste Show "Traumvisionen", wofür eigens ein Gastchoreograf aus England engagiert wird. Das stößt nicht nur bei der Ballettleiterin Regina Feldmann auf Skepsis, auch die Partei beobachtet die Inszenierungsvorbereitungen mit Argwohn. Währenddessen wird die Begegnung mit dem jeweils anderen Elternteil für die Schwestern eine emotionale Herausforderung.

In Bamberg muss Chris ihre Tarnung nicht nur vor den argwöhnischen Augen ihrer westlichen Familie wahren: Die Situation wird gefährlich, als Chris an einem spontanen Geschäftsessen mit den Vertretern des DDR-Außenhandelsministeriums teilnehmen muss. Und auch Marlene muss sich eine Ausrede einfallen lassen, warum sie dem neuen Choreografen Steven Williams nicht vortanzen kann.

Das passiert in "Der Palast (3)" am Mittwoch im ZDF

Rosa ist überglücklich, sich nun endlich mit beiden Töchtern vereint zu wissen. Sie erzählt Chris und Marlene die Wahrheit über ihre Trennung kurz vor dem Mauerbau 1961. Weil es zu gefährlich ist, versprechen die Schwestern, nie wieder ihren Pass zu tauschen. Die Nähe zu ihrer neuen Familie möchte Marlene aber nicht aufgeben und zieht kurzerhand nach Westberlin.

Mit ihrem westdeutschen Pass kann sie nach Belieben zwischen Ost- und Westberlin hin- und herreisen. Eine Möglichkeit, die Chris nicht offensteht. Sie schmerzt es, dass sie sich von Georg nicht verabschieden konnte und lenkt sich ab, indem sie sich auf die Rückgewinnung ihrer Soloposition im Palast konzentriert. Und dort gibt es Ärger: Die Partei droht, die Proben zu beenden, sollte sich die neue Show von den Grundsätzen des sozialistischen Staates und den Idealen der Arbeiterklasse entfernen.

Als Marlene in Westberlin auf den orientierungslosen Georg trifft, verleitet Georgs Zustand Chris zu einer riskanten Idee. Sie will noch einmal mit dem Pass der Schwester über die Grenze. Auch die politische Stimmung in der DDR wird immer angespannter: Die Demonstrationen von politisch Andersdenkenden und die vielen Republikflüchtigen erhöhen von Woche zu Woche den Druck auf die Regierung. Im Friedrichstadt-Palast geht eine Epoche tragisch zu Ende, als das Ensemble ein Schicksalsschlag ereilt. Jetzt gilt es, die Premiere der neuen Revue so schnell wie möglich auf die Beine zu stellen. The show must go on.

Hintergründe zum Friedrichstadtpalast "Der Palast - Die Dokumentation"

Zur Einstimmung auf den Mehrteiler läuft am Montag (03.01.2022) ab 19:25 Uhr "Der Palast - Die Dokumentation". Unmittelbar vor dem ersten Teil wirft die Doku einen Blick hinter seine Kulissen. Andreas Gräfenstein erzählt die atemberaubende Geschichte dieses Unterhaltungstempels, die von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart reicht. Auch zu DDR-Zeiten traten Stars im Palast auf, der sich damit den Ruf eines "Las Vegas des Ostens" erwarb. Musicalstar und Sängerin Ute Lemper erinnert sich an ihre ersten Auftritte im "Palast". Gregor Gysi, Carmen Nebel, Wolfgang Lippert und viele andere erzählen von ihren Erlebnissen neben und auf der größten Showbühne Europas vor und nach dem Fall der Mauer.

Der Film beginnt mit dem Neubau des Friedrichstadt-Palastes, seiner Eröffnung 1984. Es sollte ein besonders kostspieliges Prestigeobjekt der DDR-Regierung sein, mit allen Finessen, allen künstlerischen und technischen Möglichkeiten. Die Eröffnung gleicht einem Staatsakt und die Erwartungen an die Künstler sind hoch. Die begleitende Dokumentation erzählt, was sich hinter den Kulissen der Showbühne in den letzten Jahren der DDR abgespielt hat. Wie frei konnten die Künstler arbeiten? Welche Privilegien hatten sie? Wie wurde die große Revue-Tradition des Friedrichstadtpalastes weiter geschrieben?


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