Mörderische Wasserstoff-Forschung: Zweiter Einsatz für Tobias Oertel als "Der Beschützer" heute (21.03.2026) in der ARD

© ARD Degeto Film/Boris Laewen
Ein hochgeladener Thriller erwartet das Publikum heute (21.03.2026) um 20:15 Uhr in der ARD, wenn der BKA-Spezialist Jan Schäfer (Tobias Oertel) in seinem zweiten Einsatz als "Der Beschützer" an seine physischen und psychischen Grenzen gehen muss. In der Episode "Wissen, das tötet" steht nicht weniger als die Zukunft der globalen Energieversorgung auf dem Spiel, verpackt in ein hochemotionales Familiendrama. Die Handlung setzt sofort unter Hochspannung ein, als bei einem Überfall auf ein innovatives Energie-Startup der Gründer Julian Raabe (Jonas Minthe) im Labor hingerichtet wird. Ziel der eiskalten Attentäter sind streng geheime Daten über die Nutzbarmachung von Wasserstoff - eine Technologie, die das Potenzial hat, die gesamte Weltwirtschaft aus den Angeln zu heben und sicherheitspolitische Tektonik zu verschieben.
Ein ungleicher Kampf gegen unsichtbare Mächte
Nach dem Mord an seinem Bruder rückt der überlebende Geschäftspartner Eduard Raabe (Jan Krauter) unmittelbar ins Fadenkreuz internationaler Agenten. Da er sich weigert, den Forderungen der Hintermänner nachzugeben oder den Rat der Firmenanwältin (Valerie Niehaus) zur Flucht zu befolgen, übernimmt das BKA den Personenschutz für die gesamte Familie. Jan Schäfer und seine verschlossene Kollegin Freuding (Paula Essam) müssen fortan nicht nur professionelle Schutzwälle errichten, sondern auch mit den menschlichen Reaktionen ihrer Schutzbefohlenen umgehen. Während Eduards Ehefrau Hanna (Wanda Perdelwitz) versucht, sich mit der totalen Isolation abzufinden, wird der rebellische Sohn Marian (Philip Günsch) zum unberechenbaren Sicherheitsrisiko. In einer besonders bewegenden schauspielerischen Leistung ist hier Wanda Perdelwitz zu sehen, die 2025 tragisch bei einem Fahrradunfall ums Leben kam und in diesem Film eine ihrer letzten Rollen verkörperte.
Zwischen Dienstvorschrift und persönlicher Verwundbarkeit
Um das Vertrauen des schwierigen Teenagers Marian zu gewinnen, entscheidet sich der sonst so unnahbare Einzelkämpfer Schäfer zu einem ungewöhnlichen Schritt und lässt den Jungen in sein eigenes, sorgsam gehütetes Privatleben blicken. Diese Lockerung seiner professionellen Grundsätze macht den Beschützer jedoch angreifbar und führt dazu, dass die finale Konfrontation mit dem Geheimdienstkommando ausgerechnet an dem Ort stattfindet, der Schäfer am heiligsten ist. Regisseurin Ziska Riemann inszeniert diesen Konflikt nach einem Drehbuch von Oke Stielow und Christian Kaps als ein wendungsreiches Versteckspiel, bei dem die Grenzen zwischen Freund und Feind zunehmend verschwimmen. Die Bedrohung durch die ausländischen Profikiller wirkt dabei stets präsent, während Schäfer gleichzeitig gezwungen ist, seine eigenen biografischen Brüche aufzuarbeiten.
Solide Thrillerkost mit melancholischem Unterton
Trotz der weltpolitisch bedeutsamen Rahmenhandlung bleibt "Der Beschützer - Wissen, das tötet" ein Film, der sich stark auf die Kammerspiel-Atmosphäre der Zeugenschutz-Situation konzentriert. Die Spannung speist sich vor allem aus der ständigen Ungewissheit, wem in diesem Spiel um Milliardeninvestitionen und Spionage überhaupt noch zu trauen ist. Auch wenn der Plot manchmal dazu neigt, die Gefahr eher zu behaupten als in jeder Sekunde spürbar zu machen, tragen die starken Darleistungen der Unternehmerfamilie den Film über die Distanz. Besonders das Zusammenspiel zwischen dem charismatischen Tobias Oertel und der jungen Kollegin Paula Essam verleiht der Reihe eine eigene Note. Am Ende bleibt ein handwerklich sauberer Krimi, der durch den realen Verlust von Wanda Perdelwitz eine zusätzliche, traurige Tiefe erhält und zeigt, wie schnell ein Leben durch Wissen oder Zufall ausgelöscht werden kann.
"Der Beschützer - Wissen, das tötet" ist auch über die ARD Mediathek abrufbar.








