Nebel, Mythen und ein einsamer Tod: Kommissar Dupin ermittelt heute (02.04.2026) in "Bretonische Sehnsucht" in der ARD

© ARD Degeto Film/filmpool fiction/Wolfgang Ennenbach
Schroffe Klippen und der peitschende Atlantik bilden heute Abend um 20:15 Uhr in der ARD die gewaltige Kulisse für einen neuen DonnerstagsKrimi, der Pasquale Aleardi als Kommissar Dupin an das Ende der Welt führt. In "Bretonische Sehnsucht" verlassen die Ermittler das vertraute Festland, um auf der abgelegenen Insel Ouessant einen rätselhaften Leichenfund aufzuklären. Ein junges Liebespaar entdeckt in einer abgelegenen Felsenhöhle die sterblichen Überreste eines Mannes, der sich zuvor unter falschem Namen in der örtlichen Pension eingemietet hatte. Regisseurin Anja Gurres nutzt die extreme Wetterlage und die abgeschottete Geografie der Insel, um ein beklemmendes Kammerspiel zu inszenieren, in dem die Landschaft fast wie ein eigener, bedrohlicher Charakter agiert und das Erzähltempo bewusst entschleunigt wird.
Ein Dorf gegen drei Schwestern
Die Ermittlungen führen Dupin und seinen Kollegen Kadeg (Jan Georg Schütte) schnell zu einer ungewöhnlichen Wohngemeinschaft am Rande der Inselgesellschaft. Die drei jungen Musikerinnen Céleste (Amal Keller), Rayanne (Luise Aschenbrenner) und Enora (Franziska von Harsdorf) widmen sich dort der keltischen Musik und historischen Instrumenten, was sie in den Augen der alteingesessenen Insulaner zu Außenseitern macht. In diesem verschworenen Mikrokosmos, in dem jeder jeden kennt, wächst das Misstrauen gegenüber den "drei Schwestern" rasant, und für viele Bewohner steht die Schuld der unabhängigen Frauen bereits fest. Dupin muss sich durch ein Geflecht aus Vorurteilen und lokalem Gerede graben, wobei er spürt, dass die Musikerinnen tatsächlich ein Geheimnis hüten, das eng mit dem toten Antiquitätenhändler aus Brest verknüpft ist.
Ein atmosphärischer Druckkessel im Atlantik
Die Ermittlungen führen Dupin und seinen Kollegen Kadeg, brillant und mit gewohntem Witz verkörpert von Jan Georg Schütte, schnell zu einer ungewöhnlichen Wohngemeinschaft am Rande der Inselgesellschaft. Die drei jungen Musikerinnen Céleste (Amal Keller), Rayanne (Luise Aschenbrenner) und Enora (Franziska von Harsdorf) widmen sich dort der keltischen Musik und historischen Instrumenten, was sie in den Augen der alteingesessenen Insulaner zu Außenseitern macht. In diesem verschworenen Mikrokosmos, in dem jeder jeden kennt, wächst das Misstrauen gegenüber den "drei Schwestern" rasant, und für viele Bewohner steht die Schuld der unabhängigen Frauen bereits fest. Dupin muss sich durch ein Geflecht aus Vorurteilen und lokalem Gerede graben, wobei er spürt, dass die Musikerinnen tatsächlich ein Geheimnis hüten, das eng mit dem toten Antiquitätenhändler aus Brest verknüpft ist.
Zwischen Aberglaube und nackter Realität
Ein besonderes Highlight dieser Episode ist die Figur der Sybil, die von der Dorfgemeinschaft ehrfürchtig als "Inselhexe" bezeichnet wird. Hildegard Schmahl verkörpert diese markante Nebenfigur mit einer Tiefe, die den allgegenwärtigen Aberglauben der Bretagne spürbar macht, ohne die Figur ins Lächerliche zu ziehen. Ihre kryptischen Warnungen begleiten Dupin auf seinem Weg über die windgepeitschten Klippen und verleihen dem klassischen Whodunit-Element eine mystische Note. Während Kameramann Michael Throne die schroffe Schönheit von Ouessant in atmosphatischen Bildern einfängt, pendelt die Handlung ständig zwischen modernen Ermittlungsmethoden und uralten Mythen, was den Fall zu einem besonders eigenwilligen Erlebnis innerhalb der Krimireihe macht.
"Bretonische Sehnsucht - Kommissar Dupin" ist auch über die ARD Mediathek abrufbar.








