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Poetische Spurensuche ab 25. Juni 2026 im Kino: „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ feiert eine radikale Künstlerin

Donnerstag, 18.06.2026 14:18 Uhr
„Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ läuft ab 25.06.2026 im Kino.
„Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ läuft ab 25.06.2026 im Kino.
© HappySpots / Filmplakat: Weltkino Filmverleih

Das unnachgiebige Ringen um eine eigene, radikale Sprache, der kometenhafte Aufstieg zum Star der Literaturszene und die tiefen existenziellen Krisen dahinter: Am 25. Juni 2026 startet mit „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ ein außergewöhnliches filmisches Porträt in den Kinos. Pünktlich zum anstehenden 100. Geburtstag der Ausnahmekünstlerin inszeniert Regisseurin Regina Schilling eine so sinnliche wie intellektuelle Spurensuche, die das Publikum direkt am Entstehen von Kunst teilhaben lässt.

Der Film wählt einen faszinierenden, rein poetischen Ansatz: An einem imaginären Tag nähert sich die international gefeierte und Oscar-nominierte Schauspielerin Sandra Hüller dem komplexen Leben von Ingeborg Bachmann an. Sie liest ihre Texte nicht nur, sie verleiht ihren Worten eine fast physisch spürbare, eindringliche Präsenz. Regina Schilling webt daraus ein kunstvolles Geflecht aus improvisierten Szenen, wertvollen Archivschätzen, historischen Interviews und Bachmanns eigenen Schriften. Die filmische Reise durchmisst alle zentralen Lebensphasen der Autorin – von der prägenden Kriegskindheit im österreichischen Kärnten über den triumphalen Erfolg bei der legendären „Gruppe 47“ bis hin zu ihren tragischen letzten Tagen in Rom. Ein Weg, der untrennbar mit ihren komplizierten und oft schmerzhaften Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch verbunden war.

Sprachgewalt, die auf der Leinwand spürbar wird

Dieses Porträt ist weit mehr als eine klassische Dokumentation. Durch die meisterhafte Archivmontage und die kraftvolle, feinfühlige Interpretation von Sandra Hüller wird die visionäre Wucht und die gleichzeitige Zerbrechlichkeit einer Frau spürbar, die sich zeit ihres Lebens jeder Vereinnahmung entzog. Ein Film, der zeigt, wie Bachmann zwischen öffentlichem Ruhm und privaten Abgründen stets nach absoluter Wahrhaftigkeit suchte.

3 Gründe „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ im Kino zu sehen

 

Jetzt den Trailer zu „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ ansehen

 

Fazit

Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war ist ein filmisches Geschenk an alle Literaturliebhaber. Regina Schilling gelingt das Kunststück, die visionäre Wucht von Bachmanns Werk im Kinosaal unmittelbar erfahrbar zu machen. Wer anspruchsvolles, perfekt montiertes Arthouse-Kino sucht, kommt an diesem packenden Porträt ab dem 25. Juni 2026 nicht vorbei.


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