RTL Dschungelcamp 2026: Vierte Dschungelprüfung "Kotzella-Festival"

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Völlig fassungslos blickten Sonja Zietlow und Jan Köppen am heutigen vierten Tag (26.01.2026) des Dschungelcamps auf ein Szenario, das so wohl niemand auf der Rechnung hatte. Was als spaßig-ekliges "Kotzella-Festival" geplant war, mutierte innerhalb von Minuten zu einer moralischen Grundsatzdiskussion, die das gesamte Camp teuer zu stehen kommen sollte. Im Zentrum des Sturms: Ariel, Eva und Gil, die eigentlich als Trio um sechs wichtige Sterne kämpfen sollten. Doch statt Teamgeist herrschte eisige Kälte, denn ein vorausgegangener Streit zwischen den beiden Frauen auf dem Weg zur Prüfung hatte das Fass zum Überlaufen gebracht. Eva hatte die Schweizerin verbal hart attackiert und ihr vorgeworfen, gerne auf Menschen einzutreten, die ohnehin schon am Boden liegen - garniert mit einer Giftpfeil-Spitze gegen Ariels Erziehungsmethoden und deren Tochter.
Wenn das Kind zum roten Tuch wird
Aggressionen und Tränen bestimmten das Bild, noch bevor der erste Mehlwurm überhaupt in Sichtweite war. Für Ariel war mit Evas Bemerkung über ihre Tochter eine rote Linie überschritten worden, die sie nicht bereit war, für ein paar Sterne wieder zu glätten. "Meine Tochter hat hier nichts verloren! Nimm mein Kind nicht in den Mund", wetterte die 22-Jährige sichtlich mitgenommen. Als die Moderatoren schließlich die obligatorische Frage stellten, ob das Trio überhaupt antreten wolle, kam die Quittung prompt. Während Gil und Eva ihre Bereitschaft signalisierten, schaltete Ariel auf stur. Sie könne sich selbst nicht untreu sein und wolle nicht mit Menschen ein Team bilden, die ihre moralischen Werte mit Füßen treten. Evas verzweifeltes Flehen, das Ego doch bitte für das Gemeinwohl hintenanzustellen, prallte an Ariel ab wie Wasser an einer Lotusblüte.
Abrechnung mit der gesamten Konkurrenz
Deutlich wie selten zuvor rechnete Ariel nicht nur mit Eva, sondern im gleichen Atemzug auch mit Gil ab. Dessen Vergangenheit und das, was er sich ihrer Meinung nach zu Schulden hat kommen lassen, könne sie im Camp zwar ausblenden, aber eine enge Zusammenarbeit in einer Prüfung sei für sie schlichtweg unvorstellbar. Eva versuchte zwar händeringend zu erklären, dass sie lediglich über Ariels Werte und nicht über das Kind an sich gesprochen habe, doch der Zug war längst abgefahren. Die Fronten waren so verhärtet, dass selbst die Aussicht auf eine weitere Hunger-Ration für alle Mitbewohner Ariels Entschluss nicht ins Wanken bringen konnte. Es war eine Machtdemonstration der Prinzipien über den Magen, die das Camp in seinen Grundfesten erschüttern dürfte.
Null Sterne und ein Scherbenhaufen
Konsequenz oder purer Egoismus? Diese Frage wird die Gemüter im Camp und vor den Bildschirmen wohl noch lange beschäftigen, nachdem die Prüfung ohne einen einzigen Handschlag abgebrochen wurde. Das "Kotzella-Festival" fand statt, ohne dass auch nur ein einziges Schloss geöffnet wurde, und das Trio kehrte mit leeren Händen zurück in den australischen Busch. Ariels Weigerung markiert einen Wendepunkt in der diesjährigen Staffel, da sie zeigt, dass persönliche Fehden mittlerweile schwerer wiegen als das kollektive Überleben. Der Hunger wird in den nächsten Stunden zum unerbittlichen Richter über diese Entscheidung werden, während die moralische Kluft zwischen den Protagonisten wohl unüberbrückbar bleibt.








