Schimanski-Tatort im Doppelpack: Götz George in "Miriam" und "Kuscheltiere" heute (21.07.2026) im WDR

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Duisburg-Nostalgie und ungeschminkte Ruhrpott-Aktion im Doppelpack: Der WDR zeigt heute Abend (21.07.2026) gleich zwei legendäre Folgen des Schimanski-Tatorts mit Götz George als raubeinigem Kriminalhauptkommissar Horst Schimanski. Den Auftakt macht um 22:15 Uhr der Schimanski-Tatort "Miriam", ehe ab 23:45 Uhr der Schimanski-Tatort "Kuscheltiere" folgt. Beide Fälle zeigen das Ermittler-Duo Schimanski und Thanner (Eberhard Feik) in Höchstform und garantieren einen fesselnden Krimi-Abend voller persönlicher Verstrickungen, dichter Atmosphäre und schauspielerischer Klasse.
Schimanski-Tatort "Miriam" heute(21.07.2026) um 22:15 Uhr im WDR
Die private Welt der Duisburger Ermittler gerät aus den Fugen: Kriminalhauptkommissar Christian Thanner (Eberhard Feik) zieht vorübergehend bei seinem Kollegen Horst Schimanski (Götz George) ein, nachdem ihn seine Freundin Sylvia (Nate Seids) vor die Tür gesetzt hat. Während Thanner zwischen Haushaltsführung und Liebeskummer schwankt, wird Daddel Virks, der Partner von Privatdetektiv Heinz Scholl (Will Danin), in seinem durchwühlten Büro ermordet. Das plötzliche Auftauchen der jungen Miriam Schultheiß (Sunnyi Melles) bringt eine völlig neue Wendung in den Fall. Als Schimanski Miriam und ihren Vater Schultheiß (Paul Albert Krumm) aufsucht, stößt er auf ein tief sitzendes Familiendrama um einen tödlichen Verkehrsunfall vor 20 Jahren. Miriams Mutter (Ruth Niehaus) soll damals vor ihrem Tod einen Spieler erstochen haben - doch die Ermittlungen decken eine schockierende Lüge auf.

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Gemeinsam mit ihrem niederländischen Kollegen Hänschen (Chiem van Houweninge) stoßen Schimanski und Thanner auf verdeckte Erpressungsmethoden und ein Netz aus Intrigen. Um den untergetauchten Detektiv Scholl als Lockvogel zu nutzen, lassen ihn die Kommissare nach einer missglückten Übergabe am Bahnhof vorerst frei. Als Scholl von den Handlangern des einflussreichen Unternehmers Schröder (Richard Haller) verprügelt wird, kommt es zu einer gefährlichen Schießerei. Die heiße Spur führt schließlich zu einer totgeglaubten Frau in Köln: Miriams vermeintlich gestorbene Mutter lebt und wurde damals durch eine Identitätsverwechslung vertuscht. Bevor der schwerreiche Industrielle Schultheiß von der Polizei abgeführt wird, übergibt er seiner Tochter sichtlich erschüttert die Führung des Hauses - in einem dramatischen Showdown im Schimanski-Tatort "Miriam".
Schimanski-Tatort "Kuscheltier" heute(21.07.2026) um 23:45 Uhr im WDR
Ein grausiger Fund schockiert das Ermittler-Team im Schimanski-Tatort "Kuscheltiere": Aus einem Kanal vor Duisburg wird die Leiche eines kleinen asiatischen Mädchens geborgen - verpackt in Plastik, beigelegt sind weiße Nelken und ein Stoffaffe. Die Obduktion von Dr. Born (Christoph Hofrichter) enthüllt, dass das Kind an der hochansteckenden Seuche Typhus starb. Für Schimanski (Götz George) und Thanner (Eberhard Feik) beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, während die Boulevardpresse Panik schürt und die Beamtenschaft massiv unter Druck setzt. Die Spur führt die Ermittler über ein verzweifeltes Adoptivpaar und identische Kuscheltier-Affen direkt zu einer dubiosen Vermittlungsagentur nach Amsterdam.
Um die Kartei des Schleuserrings zu sichern, reisen Schimanski, Thanner und Hänschen (Chiem van Houweninge) in die Niederlande. Weil der dortige Polizeiinspektor (Rijk de Gooyer) rechtlich gebunden ist, bricht Schimanski kurzerhand auf eigene Faust in das Institut ein und entkommt nur knapp einem tödlichen Anschlag des Agenturchefs. Nach turbulenter Festnahme und dem Fund von Drogenverstecken in den Plüschtieren wird Schimanski zurück in Duisburg von Kriminaloberrat Königsberg (Ulrich Matschoss) suspendiert. Erst auf eigenen Wegen decken die Kommissare die Wahrheit um zwei vertauschte Zwillingskinder und illegale Migration auf. Am Ende schließt sich der Kreis humorvoll und privat: Der von seiner Freundin endgültig verlassene Thanner muss sich in Schimanskis Wohnung plötzlich mit einem geretteten Kleinkind arrangieren.
Der unpolierte Kult-Ermittler aus dem Revier
Die Schimanski-Tatort-Folgen schrieben TV-Geschichte und machten Götz George zu einer absoluten Ikone der deutschen Fernsehlandschaft. Heute unvorstellbar, aber in den 1980er-Jahren war dieser Schimanski-Tatort hochgradig umstritten: Schimanskis fluchende Art, der unrasierte Look im Parka und seine kompromisslosen Methoden riefen sogar Polizeigewerkschaften auf den Plan. Doch genau diese Unangepasstheit und die ehrliche Ruhrpott-Kulisse machten die Krimis zum Kult. Die Ausstrahlungen im WDR bieten die perfekte Gelegenheit, den unvergessenen Götz George in zwei seiner stärksten Fälle zu erleben.








