Tödliches Salz und bittere Lügen: "Die Toten von Salzburg - Die letzte Reise" heute (28.01.2026) im ZDF

© ZDF/Lisa Kutzelnig
Die beliebte Krimireihe "Die Toten von Salzburg" meldet sich heute (28.01.2026) um 20:15 Uhr im ZDF mit der neuesten Episode "Die letzte Reise" zurück und schickt ihr Team in einen Fall, der wortwörtlich auf der Kippe steht. In den dunklen Tiefen des Salzbergwerks Hallein wird die Leiche des bekannten Influencers und Weltenbummlers Ben Lackner (Maximilian J. Modl) entdeckt. Das Besondere an diesem Fundort ist die Lage exakt auf der Staatsgrenze zwischen Deutschland und Österreich, was sofort zu den typischen Reibereien führt. Weder die Salzburger Beamten noch die Kollegen aus Traunstein verspüren große Lust, die Federführung zu übernehmen. Während Hubert Mur (Michael Fitz) gedanklich bereits an Bord seines gewonnenen Kreuzfahrtschiffs steht und Irene Russmeyer (Fanny Krausz) nervös für ein Musical-Vortanzen probt, zwingt die Pflicht sie zurück in die feuchten Stollen des Berges. Selbst Hofrat Alfons "Alfi" Seywald (Erwin Steinhauer) findet keine Ruhe, da sein Ehemann René Kleist (Michael Schönborn) ihn beim gemeinsamen Anti-Stress-Seminar im Kurhotel Dürrnberg mit der Vernachlässigung ihrer Beziehung konfrontiert.
Zwischen Bollywood-Glanz und archaischer Gewalt
Das Bergwerk dient im Film als Kulisse für einen bizarren Massenansturm: Indische Touristen überfluten das Gelände, angelockt durch den Erfolg des Bollywood-Streifens "Salz auf den Lippen". Mitten in diesem Trubel entdeckt Saira Sharma (Nayana Heuer), die in Salzburg Eventmanagement studiert hat, den Toten. Dass Lackner mit einem historischen Gänseschnabel-Pickel aus der Eisenzeit erschlagen wurde, der zuvor aus dem Stollenmuseum entwendet wurde, verleiht dem Verbrechen eine fast schon archaische Schwere. Sharma leitete gemeinsam mit dem Opfer das Organisationskomitee für einen geplanten Themenpark - ein Projekt, das in der Region heftig umstritten ist. Zu den schärfsten Gegnern zählt der Vogelschützer Dietrich Hamisch (Michael Fuith), der in einem Baumhaus gegen die Zerstörung des Lebensraums bedrohter Braunkehlchen protestiert, sowie der eigenbrötlerische Bergknappe Rudolf Pichler (Edmund Jäger), der den Ermittlern wichtige Informationen vorenthält.
Ein Kartenhaus aus Betrug und Doppelleben
Die kriminalistische Detailarbeit fördert schnell ein Doppelleben zu Tage, das Ben Lackner mit erschreckender Kaltblütigkeit führte. Während seine österreichische Ehefrau Eva (Julia Rosa Peer) fest davon überzeugt war, ihr Mann sei zu einer Survivaltour nach Costa Rica aufgebrochen, wartete in Traunstein die hochschwangere Selma Schwab (Runa Schymanski) sehnsüchtig auf seine Rückkehr. Seit drei Jahren täuschte er der Deutschen eine gemeinsame Zukunft vor und wollte sogar mit ihr in eine Geburtshilfeklinik gehen. In der Pathologie prallen diese beiden Welten schließlich ungebremst aufeinander, als die betrogene Ehefrau und die schwangere Geliebte erstmals voneinander erfahren und feststellen müssen, dass ihre gesamte Existenz auf einer Lüge basierte. Für Mur rücken beide Frauen sofort als Hauptverdächtige ins Visier, da das Motiv der Rache für diesen extremen Vertrauensbruch förmlich auf der Hand liegt.
Neue Dynamik und blutige Spuren
Zusätzliche Spannung bringt Majorin Ludovika "Lu" Frey (Patricia Aulitzky) in die Ermittlungen. Die ehemalige Zielfahnderin ist zur Pflege ihrer dementen Mutter Klara (Dany Sigel) nach Salzburg zurückgekehrt, stolpert jedoch direkt über ihre eigene Ungeduld: Wegen einer massiven Geschwindigkeitsüberschreitung muss sie ihren Führerschein abgeben, noch bevor sie ihren ersten Arbeitstag offiziell angetreten hat. Währenddessen überschlagen sich die Ereignisse um Ivo Spindler (Jonathan Beck), den Ex-Freund von Selma Schwab. Der vorbestrafte Fahrradmechaniker ist erst kürzlich wieder aufgetaucht, um eine Vaterrolle für seinen Sohn Miro zu beanspruchen, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit dem Opfer führte. Als Spindler wenig später vorsätzlich von einem Fahrzeug ohne Bremsspuren getötet wird, wird klar, dass jemand bereit ist, jeden Zeugen aus dem Weg zu räumen, um ein noch größeres Geheimnis zu bewahren.
Ein Fernsehabend mit Tiefgang und Atmosphäre
Wer auf der Suche nach einem Krimi ist, der klassische Ermittlungsarbeit mit starken emotionalen Untertönen verbindet, kommt hier voll auf seine Kosten. Der Salzburg-Krimi besticht durch die gelungene Balance zwischen der skurrilen Bollywood-Thematik und den tragischen persönlichen Schicksalen der Beteiligten. Die schauspielerische Leistung, insbesondere das Zusammenspiel des altbekannten Trios Mur, Russmeyer und Seywald, sorgt für die gewohnt hohe Qualität der Reihe. Besonders die Einbindung der neuen Kollegin Lu Frey verspricht eine interessante Entwicklung für die Zukunft. Trotz der düsteren Morde verliert die Episode nie ihren feinen Humor, was sich besonders in den Szenen rund um das Versöhnungsessen im Bergwerk zeigt. "Die Toten von Salzburg - Die letzte Reise" ist somit eine uneingeschränkte Empfehlung für alle, die atmosphärische Bilder und ein clever konstruiertes Netz aus Lügen und Intrigen schätzen. Der Krimi ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar.








