Versengold stürmen mit neuem Album "Eingenordet" in der ersten Woche Platz 1 der deutschen Albumcharts

© Thorben Ziegler / Sony Music Entertainment Germany GmbH
Die deutsche Musiklandschaft bebt, denn die Bremer Folk-Rocker von Versengold haben es erneut geschafft und sich mit ihrem aktuellen Album "Eingenordet" den Thron der Albumcharts gesichert. Erst am vergangenen Freitag erblickte die Platte das Licht der Welt, und bereits jetzt steht fest, dass die Band damit einen weiteren Meilenstein ihrer über zwanzigjährigen Geschichte gesetzt hat. Nach dem riesigen Erfolg ihres Jubiläumsalbums "Lautes Gedenken" knüpft die Formation nun nahtlos an diese Energie an und beweist, dass moderne Folkmusik relevanter ist denn je. Besonders die Zusammenarbeit mit Sebastian Madsen für die Single "Falscher Leuchtturm" machte schon vorab deutlich, dass Versengold nicht nur musikalisch reifer geworden sind, sondern auch eine klare politische Haltung beziehen, ohne dabei ihren Kern zu verlieren.
Ein kreativer Roadtrip durch den Norden
Hinter dem Erfolg von "Eingenordet" steckt eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte, die ihren Anfang im Dezember 2024 im beschaulichen Jade nahm. Dort richtete die Band das erste von insgesamt sechs Bandcamps ein, um fernab vom stressigen Alltag in aller Ruhe an neuen Ideen zu feilen. Gemeinsam mit ihrem Produzenten Hannes Braun reisten die Musiker bis zum Herbst 2025 an verschiedenste Orte wie Hooksiel, Vareler Hafen, Brake oder Wilhelmshaven, um sich von der rauen Küstenatmosphäre inspirieren zu lassen. Diese regionalen Einflüsse sind auf dem gesamten Album spürbar und wurden zudem in einem exklusiven Logbuch dokumentiert, das dem limitierten Boxset beiliegt. In dieser ehrlichen Broschüre lassen die Künstler ihre Fans tief in den Entstehungsprozess blicken und erzählen von Videodrehs in Neuharlingersiel oder Berlin, was die enge Bindung zwischen Band und Publikum weiter festigt.
Zwischen Tanzwut und tiefem Tiefgang
Schon beim ersten Hören des Openers "Der Tag mag kommen" wird klar, dass Versengold ihren unverwechselbaren Mix aus guter Laune und purer Energie perfektioniert haben. Songs wie "Klabauterfrau" oder der Titeltrack "Eingenordet" laden sofort zum Mitsingen ein und vertreiben mit ihrem mitreißenden Vibe jegliche Winterdepression. Dabei wagt die Band durchaus Experimente: Der Titelsong erinnert in seiner modernen Machart fast an Alternative-Rock-Größen wie Imagine Dragons, bleibt aber durch die prägnanten Folk-Violinen fest im bandeigenen Sound verwurzelt. Wer es lieber klassisch mag, wird bei Stücken wie "Dans op de Deel" oder "Theaterliebe" fündig, die den Geist früherer Hits wie "Thekenmädchen" atmen und durch ihre ehrlichen, nahbaren Texte bestechen. Es ist diese Balance zwischen ausgelassenem Feiern und nachdenklichen Momenten, die das Album so vielschichtig macht.
Düstere Legenden und nordische Sehnsucht
Neben den tanzbaren Nummern beweist die Band ein außergewöhnliches Händchen für Atmosphäre, was besonders in dem Song "Die Gonger kommen" deutlich wird. Hier widmen sie sich den schaurigen Sagen der Inseln Sylt und Amrum und erschaffen eine triumphale, schwermütige Ballade über auf See verstorbene Wiedergänger. Auch "Krug voll Mondenschein", ein Favorit von Sänger Malte, greift mit seinem Titel aus dem Rotwelsch eine fast vergessene Tradition auf und thematisiert Vergänglichkeit und Zusammenhalt in einem wehmütigen Schunkelrhythmus. Zum Abschluss des Albums entführen "Zwei Raben" den Zuhörer in eine Welt, die an die intime Stimmung einer Taverne erinnert und mit bittersüßer Melancholie überzeugt. Versengold zeigen mit dem Album "Eingenordet" eine enorme Bandbreite, die zeigt, dass sie als Kollektiv enger zusammengewachsen sind als je zuvor.









