"Wilsberg" räumt im Supermarkt auf: Ekki unter Mordverdacht und Overbeck als Profiler - heute (25.03.2026) auf ZDFneo

© ZDF/Bernd Spauke
ZDFneo präsentiert heute Abend um 20:15 Uhr ein ganz besonderes Jubiläum der Münsteraner Kultreihe, wenn Leonard Lansink in seiner 50. Episode als Georg Wilsberg (Leonard Lansink) in "Tod im Supermarkt" an den Start geht. Der Fall beginnt denkbar alltäglich mit einem Joghurt-Unfall, der für Ekkehardt Talkötter (Oliver Korittke) jedoch fatale Folgen hat. Was als einfacher Schadensersatzprozess wegen eines Bänderrisses startet, entwickelt sich dank der tückischen Daten einer Supermarkt-Bonuskarte zu einem handfesten Skandal. Plötzlich steht Ekki als unzurechnungsfähiger Alkoholiker da, weil seine Einkaufsliste Unmengen an Hochprozentigem ausweist. Als dann auch noch der Filialleiter Gerd Ridderbusch erschlagen wird und Ekki unter Mordverdacht gerät, muss Wilsberg zu ungewöhnlichen Mitteln greifen, um seinen Freund vor dem Gefängnis zu retten.
Undercover zwischen Kühlregal und Kasse
Georg Wilsberg schleust sich kurzerhand als Warenauffüller in den Supermarkt ein, um hinter den Kulissen des Einzelhandels nach der Wahrheit zu suchen. Diese Undercover-Ermittlung gehört zu den seltenen Momenten der Reihe, in denen sich der Antiquar tatsächlich physisch in einen Betrieb begibt, statt nur aus der Distanz zu recherchieren. Dabei trifft er auf ein Geflecht aus Missgunst und Geheimnissen unter der Belegschaft. Besonders der autistische Mitarbeiter Dede (Michael A. Grimm), der über ein beeindruckendes fotografisches Gedächtnis verfügt, rückt in den Fokus des Interesses. Während Wilsberg versucht herauszufinden, was Dede über den toten Chef weiß, fliegen zwischen den Kassiererinnen Jutta Weinhold (Theresa Scholze) und Karin Schnellinger (Alena Vatutina) die Fetzen. Auch der Lagerleiter Franz Jablonski (Peter Schneider) scheint etwas zu verbergen, das weit über abgelaufene Mindesthaltbarkeitsdaten hinausgeht.
Profiler-Wahn und flüchtige Verdächtige
In der Zwischenzeit sorgt Overbeck (Roland Jankowsky) im Polizeipräsidium für gewohnt skurrile Momente, da er frisch von einem Profiler-Kurs zurückgekehrt ist und nun versucht, Kommissarin Anna Springer (Rita Russek) mit auswendig gelernten Phrasen und psychologischen Analysen zu beeindrucken. Diese satirische Spitze gegen gängige TV-Profiler-Klischees verleiht der Folge eine zusätzliche humoristische Ebene, während Ekki vor der drohenden Festnahme die Flucht ergreift und damit erst recht wie ein Schuldiger wirkt. Anwältin Alexandra Holtkamp (Ina Paule Klink) kämpft derweil an der juristischen Front gegen Dr. Zacher (Sandra Borgmann), um den Ruf ihres Mandanten wiederherzustellen. Das Motiv des Datenmissbrauchs durch Bonuskartensysteme wird hierbei zum bissigen Kommentar auf unsere moderne Überwachungsgesellschaft im Gewand eines regionalen Krimis.
Zwischen Milieukomik und handfester Ermittlung
"Wilsberg - Tod im Supermarkt" verbindet die vertraute Konsumwelt geschickt mit satirischen Spitzen, wobei der Fall vor allem durch seine skurrilen Nebenfiguren und die sozialen Reibungspunkte lebt. Zwar pendelt die Handlung gelegentlich etwas unentschlossen zwischen humoristischen Einlagen und klassischer Krimilogik, doch Wilsberg fungiert als gewohnt ruhiger Fixpunkt in dem turbulenten Treiben. Die Darstellung des autistischen Dede verleiht der Episode einen ungewöhnlich charmanten, wenn auch etwas weltfremden Touch, der den typischen Wilsberg-Mix aus Witz und Gesellschaftskritik perfekt unterstreicht. Am Ende entsteht ein solider Münsterkrimi, der durch seine Alltagsbeobachtungen punktet und zeigt, dass die gefährlichsten Abgründe manchmal direkt hinter der Fleischtheke lauern.
Der Münsterkrimi "Wilsberg - Tod im Supermarkt" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar.








