Bombenfund als Heiligabend-Albtraum: Herzkino-Komödie "Eine fast perfekte Bescherung" heute (14.12.2025) im ZDF
Wenn das Leben unerwartet einen Haken schlägt, dann meistens an den Feiertagen. So ergeht es den Anwohnern des Berliner Landwehrkanals, als ausgerechnet an Heiligabend ein Ausflugsdampfer auf eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg stößt. Ein akuter Fund, der nicht nur Gefahr bedeutet, sondern das gesamte Viertel zur sofortigen Evakuierung zwingt. Die besinnliche Ruhe weicht dem Notstand, und der festlich gedeckte Tisch wird mit dem provisorischen Chaos einer Berliner Turnhalle getauscht. Das ZDF macht dieses realistische Szenario heute (14.12.2025) in seinem "Herzkino" um 20:15 Uhr zum Schauplatz einer turbulenten Weihnachtskomödie: "Eine fast perfekte Bescherung". Die Geschichte feiert auf leidenschaftliche Art und Weise die unerwartete Gemeinschaft und die zarten Anfänge des Glücks inmitten von Blaulicht und Feldbetten. Der Herzkino-Film "Eine fast perfekte Bescherung" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar.
Wenn eine Turnhalle zum Treffpunkt der Herzen wird
Der ungewöhnliche Ort der Handlung ist die Mehrzweckhalle der Indira-Gandhi-Gesamtschule, wo sich eine bunte, zusammengewürfelte Zufallsgemeinschaft findet. Weihnachtsmuffel prallen auf Gläubige, Gleichgültige auf Helfende - jede Stimmung ist vertreten, und die Luft knistert nicht nur wegen des potenziellen Sprengstoffs im Boden der Stadt. Hier entfaltet sich die zentrale Liebesgeschichte: Die Radiomoderatorin Liz Schott (Christine Eixenberger) hat dem Druck ihrer Eltern bereits getrotzt und ist in Berlin geblieben. In der Notunterkunft trifft sie auf den Architekten Bodo Hartmann (Steve Windolf). Bodo, der sich Weihnachten am liebsten wie der Grinch verkriechen würde und die Örtlichkeiten der Schule in- und auswendig kennt, sieht sich plötzlich in einer aktiven Rolle. Liz ist verblüfft und fasziniert zugleich; die Liebe auf den ersten Blick schlägt zu, ausgerechnet unter diesen denkbar schlechten Umständen. Sie beweist, dass die größten Gefühle manchmal genau dann entstehen, wenn man am wenigsten damit rechnet.
Mehr Sprengstoff in den Beziehungen
Doch die Geschichte ist mehr als nur eine romantische Komödie. Die Zwangs-WG in der Turnhalle legt auch familiäre und partnerschaftliche Risse offen. Das schwäbisch-vietnamesische Ehepaar Stefan und Linh-Ha Nguyen-Bürkle (Marc Oliver Schulze und Minh-Khai Phan-Thi), das sich seit vielen Jahren innig liebt, wird in der Enge der Halle mit zwei zu lang gehüteten Geheimnissen konfrontiert, die für gehörigen Wirbel sorgen. Hier wird das Drama inmitten der Menge ausgetragen, ungeschützt und intensiv. Gleichzeitig versucht die THW-Einsatzleiterin Martha Wunsch (Bettina Lamprecht) die Kontrolle zu behalten, wissend, dass in dieser Halle nicht nur materielle Hilfe, sondern auch emotionale Erste Hilfe nötig ist. Ein wichtiger Ruhepol ist der Pfarrer Klaus Meier (Oliver Mommsen), der mit seiner besonnenen Art versucht, Trost zu spenden und die aufgeheizte Stimmung zu kühlen.
Das unverhoffte Wunder der Gemeinschaft
Besonders berührend ist die Figur der Rentnerin Brigitte Krause (Ursela Monn). Sie bekennt Pfarrer Meier, dass sie gar nicht im evakuierten Viertel wohnt. Sie spazierte freiwillig in die Turnhalle, um ihrem Alleinsein an Heiligabend zu entkommen. Ihre Geschichte greift ein tief menschliches Problem auf: die Einsamkeit in der Millionenstadt. Ausgerechnet diese Frau, die ihre eigenen Regeln brach, um unter Menschen zu sein, wird für die nächtliche Gemeinschaft noch unverzichtbar. Sie ist der lebendige Beweis dafür, dass Weihnachten nicht an den Ort, sondern an die Herzen gebunden ist. Pfarrer Meier, und mit ihm wohl auch der Zuschauer, ist geneigt, angesichts dieser unverhofften Verbindung an ein kleines Weihnachtswunder zu glauben. Das ZDF hat mit "Eine fast perfekte Bescherung" eine Komödie geschaffen, die nicht nur humorvoll die Chaos-Weihnacht feiert, sondern auch mit viel Charme und Realitätsnähe zeigt, dass man das größte Geschenk - die Liebe und die Gemeinschaft - manchmal erst in der größten Not findet.
"Eine fast perfekte Bescherung" nutzt das Setting einer Berliner Turnhalle nach einer Bomben-Evakuierung als originellen Rahmen für eine Weihnachtskomödie, doch die Mischung aus warmherziger Botschaft und überzeichneter Figuren bleibt stellenweise zu vorhersehbar, sodass trotz charmanter Besetzung eher ein nettes als ein wirklich berührendes Festgefühl entsteht.








