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Lenski und Krause jagen im "Polizeiruf 110: Hexenjagd" einen Bombenleger in einer Schule - heute (16.03.2026) im MDR

Montag, 16.03.2026 13:38 Uhr | Tags: MDR, Krimi, Polizeiruf 110, Horst Krause, Maria Simon

Das MDR-Fernsehen bringt heute Abend (16.03.2026) um 20:15 Uhr ein Wiedersehen mit einem der markantesten Ermittlerduos der Brandenburger Kriminalgeschichte auf den Bildschirm. In "Polizeiruf 110: Hexenjagd", dem vorletzten gemeinsamen Fall von Olga Lenski (Maria Simon) und Horst Krause (Horst Krause), entfaltet sich ein hochspannendes Drama hinter den Mauern einer ganz normalen Schule. Was als Routineuntersuchung beginnt, entwickelt sich schnell zu einer harten Zerreißprobe zwischen Lehrerkollegium, verzweifelten Schülern und einer resoluten Schulleitung. Der Film verzichtet dabei auf das klassische Motiv einer Leiche und generiert seine enorme Wucht stattdessen aus dem psychologischen Druck, der entsteht, wenn Leistungszwang und soziale Reibungen in Gewalt umschlagen.

Ein Anschlag ohne Opfer, aber mit fatalen Folgen

Alles beginnt mit einem ohrenbetäubenden Knall: In der Mittelschule detoniert eine Rohrbombe direkt im Büro der Schulleiterin Dr. Strasser (Corinna Kirchhoff). Doch das Schicksal spielt ein grausames Spiel, denn statt der unnahbaren Direktorin trifft die Explosion die junge Referendarin Josephine Mayfeld (Kim Schnitzer), die nur durch einen Zufall im Sessel der Chefin saß. Olga Lenski und Hauptmeister Krause tauchen ein in ein Mikrokosmos aus Mobbing und Versagensängsten, kurz bevor für die zehnten Klassen die Abschlussprüfungen anstehen. Während die verletzte junge Frau im Krankenhaus um ihre Genesung kämpft, müssen die Ermittler herausfinden, wer in diesem Gebäude bereit war, über Leichen zu gehen, um ein Zeichen gegen das System zu setzen.

Verdachtsmomente zwischen Chemieraum und Elternbeirat

Die Liste der potenziellen Täter ist lang und die Atmosphäre im Schulgebäude gleicht einem Pulverfass, in dem jeder jedem misstraut. Zunächst geraten Schüler wie Ben Wieland (Anselm Bresgott) und Tobi Lubkoll (Ludwig Simon) ins Visier, deren berufliche Zukunft am seidenen Faden hängt. Doch auch die Lehrerschaft macht keine gute Figur: Da ist der suspendierte Lehrer Otto Jentsch (Hans-Uwe Bauer), der ein merkwürdig enges Verhältnis zur Referendarin pflegt, und der undurchsichtige Hausmeister Daniel Radke (Franz Rogowski), der eigentlich promovierter Philosoph ist und eine geheime Affäre mit der Direktorin unterhält. Sogar die Vorsitzende des Elternbeirats, Andrea Wieland (Annika Kuhl), gießt Öl ins Feuer, indem sie über soziale Netzwerke zum Unterrichtsboykott aufruft und die Ermittlungen damit zusätzlich erschwert.

Wenn die Verzweiflung zur Falle wird

Im Verhörzimmer bröckelt die Fassade der "Hexenjagd" schließlich und legt eine Wahrheit frei, die trauriger kaum sein könnte. Zwar haben die beiden Schüler die Bombe tatsächlich gebastelt, doch der finale Akt der Platzierung lag in ganz anderen Händen. Es war ausgerechnet das Opfer selbst, die Referendarin Josephine Mayfeld, die nach sechs Jahren Studium keinen Ausweg mehr sah und die Bombe im Zimmer der Direktorin deponierte. Sie wollte ihr eigenes Scheitern und das der Schüler in einem letzten, verzweifelten Akt sühnen, unterschätzte jedoch die Empfindlichkeit des Zeitzünders. Dieser sozial geerdete Fall zeigt eindrucksvoll, wie institutionelle Härte und persönliche Zerbrechlichkeit aufeinanderprallen können und hinterlässt beim Zuschauer ein beklemmendes Gefühl, das weit über den Abspann hinausreicht.

Der "Polizeiruf 110: Hexenjagd" mit Maria Simon und Horst Krause ist auch über die ARD Mediathek abrufbar.


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