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Der neue Bremen-Tatort "Wenn man nur einen retten könnte" blickt in den Abgrund - heute (25.01.2026) in der ARD

Sonntag, 25.01.2026 13:26 Uhr | Tags: ARD, Krimi, Tatort

Dunkle Schatten liegen heute Abend (25.01.2026) über der Hansestadt, wenn die ARD um 20:15 Uhr den neuen Bremen-Tatort "Wenn man nur einen retten könnte" ausstrahlt. Was als Routineeinsatz nach einem Leichenfund beginnt, entwickelt sich schnell zu einer beklemmenden Studie über den brutalen Leistungsdruck der heutigen Generation und die Einsamkeit, die er hinterlässt. Die Kommissarinnen Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer) und Linda Selb (Luise Wolfram) müssen tief in das studentische Milieu eintauchen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Unterstützung erhalten sie dabei von ihrem engagierten Kollegen Patrice Schipper (Tijan Njie) vom Kriminaldauerdienst. Nach Ausstrahlung ist der neue Bremen-Tatort "Wenn man nur einen retten könnte" auch über die ARD Mediathek abrufbar.

Ein Tod, der viele Fragen aufwirft

Schnell wird klar, dass der Tod der jungen Jurastudentin Annalena Höpken (Annika Gräslund) kein simpler Unfall war. Ein Genickbruch nach einem Treppensturz beendet abrupt ein Leben, das von außen betrachtet perfekt schien, innerlich aber längst in Trümmern lag. Bei ihren Ermittlungen stoßen die Beamten im Bremen-Tatort auf ein undurchsichtiges Geflecht aus Lügen, Drogenmissbrauch und purer Verzweiflung. Besonders der obdachlose Emil Klaßen (Robin Bongarts) gerät ins Visier der Fahnder, nachdem er Kommissarin Selb attackiert und zudem das Handy der Toten bei sich trägt. Doch ist die Lösung wirklich so einfach, oder dient er nur als Sündenbock in einem viel komplexeren Spiel um Schuld und Sühne?

Die bröckelnde Fassade der Elite

Hinter den Türen der studentischen Wohngemeinschaft bröckelt die Fassade des harmonischen Zusammenlebens gewaltig. Die Mitbewohner (Shirin Eissa, Mitja Over, Joyce Sanhá, Michael Schweisser) verstricken sich in Widersprüche, die auf massive interne Konflikte und Neid hindeuten. Auch das familiäre Umfeld der Toten wirft in diesem Bremen-Tatort große Rätsel auf. Gabriele Höpken (Catrin Striebeck), die Mutter des Opfers, scheint völlig blind für das Leid ihrer Tochter gewesen zu sein, die den immensen Erwartungsdruck nur noch mit gefährlichen Aufputschmitteln ertragen konnte. Es zeichnet sich das Bild einer jungen Frau ab, die funktionierte, bis sie zerbrach.

Familienbande und dunkle Geheimnisse

Geheimnisse scheinen in diesem Bremen-Tatort das verbindende Element aller Beteiligten zu sein. Annalenas Schwester Betty Höpken (Mathilda Smidt) verhält sich äußerst verdächtig und scheint ihrer Mutter ebenfalls nicht die volle Wahrheit über die Nacht des Todes zu sagen. Eine undurchsichtige Rolle spielt zudem Bettys Freund, der Nachtclub-Betreiber Mike Hanisch (Niklas Marian Müller). Je tiefer die Ermittler graben, desto deutlicher wird die Tragik einer Gesellschaft, die ihre Kinder im Stich lässt, solange die Leistung stimmt.

Lohnt sich das Einschalten?

Absolut. Der Bremen-Tatort "Wenn man nur einen retten könnte" ist keine leichte Kost, sondern eine atmosphärisch dichte und leidenschaftliche Abrechnung mit dem Optimierungswahn. Wer spannende Krimikost mit gesellschaftskritischem Tiefgang sucht und exzellente schauspielerische Leistungen sehen möchte, wird hier bestens bedient.


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