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Bozen-Krimi "Teuflische Strafe": Serienmörder im Krampuskostüm heute (12.03.2026) in der ARD

Donnerstag, 12.03.2026 13:35 Uhr | Tags: ARD, Krimi, DonnerstagsKrimi, Bozen-Krimi, Franziska Weisz, Chiara Schoras

Das ARD-Abendprogramm entführt die Zuschauer heute (12.03.2026) um 20:15 Uhr in die düsteren Winkel Südtirols, wo der neue Bozen-Krimi "Teuflische Strafe" mit einer beklemmenden Atmosphäre aufwartet. In diesem 21. Fall der erfolgreichen Reihe verschwimmen die Grenzen zwischen regionalem Brauchtum und eiskaltem Kalkül, als die Schreckgestalt des Krampus plötzlich zum realen Todesengel wird. Regisseur Hans Hofer nutzt die winterliche Kulisse meisterhaft, um ein Szenario zu entwerfen, das deutlich stärker mythologisch aufgeladen ist, als man es von den bisherigen Ermittlungen gewohnt war. Es geht nicht mehr nur um klassische Kriminalistik, sondern um eine Reise in die Abgründe menschlicher Schuld, die durch eine maskierte Bestie personifiziert wird.

Der Teufel an der Flussböschung: Sonja Schwarz unter Zugzwang

Ein rätselhafter Mord an einer Flussböschung bildet den Auftakt für eine Ermittlung, die das Team der "Polizia" an seine Grenzen führt. "Capo" Sonja Schwarz (Chiara Schoras) und ihr Kollege Jonas Kerschbaumer (Gabriel Raab) werden mit der Zeugenaussage eines skurrilen Beobachters (Eisi Gulp) konfrontiert, der felsenfest behauptet, den Leibhaftigen höchstpersönlich gesehen zu haben. Tatsächlich scheint der Mörder in das furchteinflößende Dämonenkostüm eines Krampus geschlüpft zu sein, um den unbeliebten Sternegastronomen Daniel Gasser (Marco Boriero) hinzurichten. Die Frage nach dem "Warum" führt Sonja tief in das Umfeld des Opfers, in dem es vor Motiven nur so wimmelt - von der heimlichen Affäre seiner Frau Ricarda (Franziska Weisz) bis hin zu erbitterten Konkurrenzkämpfen in der lokalen Gastronomie.

Ein Serienmörder im Schatten der Hörner

Die Situation spitzt sich dramatisch zu, als klar wird, dass es sich nicht um eine Einzeltat handelt. Der Krampus wird zum Symbol einer unbarmherzigen Strafe für Verfehlungen, die weit in die Vergangenheit zurückzureichen scheinen. Als auch ein potenzieller Verdächtiger der Schreckgestalt zum Opfer fällt, müssen Sonja und Jonas das Puzzle völlig neu zusammensetzen. Ein altes Foto, auf dem die Opfer gemeinsam mit der Bergführerin Milena Rinaldi (Fanny Krausz) zu sehen sind, wird zum entscheidenden Schlüssel. Die Inszenierung spielt dabei geschickt mit der Urangst vor der maskierten Kreatur, die in diesem Film weniger als folkloristisches Element, sondern vielmehr als Werkzeug einer verdrängten Tragödie fungiert. Während die Presse bereits von "Monster-Morden" schreibt, beginnt für die Ermittler ein Wettlauf gegen die Zeit, um den nächsten Schlag des gehörnten Rächers zu verhindern.

Zwischen Tradition und tödlicher Vergeltung

Mathias Klaschka hat mit seinem Drehbuch ein Werk geschaffen, das die winterliche Festlichkeit Südtirols in ein bedrohliches Licht rückt. Die starken Kontraste zwischen der vertrauten Heimatidylle und der archaischen Gewalt der Maskerade verleihen dem Film eine unheimliche Dichte. Neben dem eingespielten Kernteam um Hanspeter Müller-Drossaart und Lisa Kreuzer überzeugen vor allem die Episodengäste wie Max von Thun und Eisi Gulp, die dem Fall zusätzliche Komplexität verleihen. "Teuflische Strafe" ist ein bewusst düsterer Bozen-Krimi, der zeigt, dass manche Rechnungen aus der Vergangenheit niemals beglichen sind, bis die Maske des Krampuz endgültig fällt. Wer Spannung jenseits der üblichen Ermittlungsroutine sucht, sollte sich diesen atmosphärischen Ausflug in die Bozener Bergwelt heute Abend nicht entgehen lassen.

Der Bozen-Krimi "Teuflische Strafe" ist für 12 Monate auch über die ARD Mediathek abrufbar.


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