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Freitagskrimi "Kurzes Glück": "Mordufer" taucht tief in die Abgründe eines Lottogewinns ein - heute (13.03.2026) im ZDF

Freitag, 13.03.2026 11:23 Uhr | Tags: ZDF, Krimi, Freitagskrimi, Mordufer, Franziska Weisz, Maria Wördemann

Das ZDF-Publikum darf sich heute (13.03.2026) um 20:15 Uhr auf die zweite Episode der neuen Freitagskrimi-Reihe "Mordufer" freuen, die nach einem fulminanten Start in der vergangenen Woche bereits hohe Erwartungen weckt. Satte 5,2 Millionen Zuschauer verfolgten die Premiere, was einem beachtlichen Marktanteil von über 23% entspricht und den Freitagsabend im Zweiten eindrucksvoll untermauerte. Zwar gibt es in den sozialen Netzwerken und Fan-Foren noch Diskussionsbedarf über die bisweilen distanzierte Zeichnung der Charaktere und die Dialogführung, doch die bildgewaltige Kulisse rund um Überlingen entschädigt für manchen Anlaufschmerz. Heute Abend muss sich das neue Ermittlerduo im Fall "Kurzes Glück" beweisen und zeigen, dass die Chemie zwischen der erfahrenen Doro Beitinger und ihrer jungen Kollegin Chiara Locatelli auch bei komplexen Rätseln aus der Vergangenheit standhält.

Ein Fass ohne Boden: Die grausige Entdeckung im See

Die Idylle am Ufer des Bodensees trügt gewaltig, als Taucher am dunklen Grund auf ein versenktes Fass stoßen, das ein schreckliches Geheimnis birgt. Darin befindet sich die Leiche von Charly Lobinger, einem Mann, dessen Verschwinden vor Jahren für Schlagzeilen sorgte, kurz nachdem er im Lotto den Jackpot geknackt hatte. Doro Beitinger (Franziska Weisz) und die neu zugezogene Chiara Locatelli (Maria Wördemann) stehen vor einem Rätsel, das weit in die Vergangenheit zurückreicht und die Frage aufwirft, ob das große Geld für Charly Fluch oder Segen war. Während die Ermittlerinnen die Spur des verschwundenen Millionenvermögens aufnehmen, wird schnell klar, dass Gier und Missgunst in der Region tiefere Wurzeln geschlagen haben, als es die glitzernde Wasseroberfläche vermuten lässt.

Erbe, Lügen und eine Schnapsbrennerei

Im Fokus der polizeilichen Nachforschungen steht zunächst Mona Reichel (Marlene Markt), die damalige Lebensgefährtin des Toten, die ihn einst als vermisst meldete und nun gemeinsam mit ihrer Schwester Linda (Pia Zimmermann) eine Schnapsbrennerei betreibt. Die Schwestern bewohnen ausgerechnet die prunkvolle Villa, die Charly hinterlassen hat - ein Umstand, der nicht nur bei den Kommissarinnen für Stirnrunzeln sorgt. Pikant wird die Situation durch die Tatsache, dass Mona zum Zeitpunkt von Charlys Verschwinden schwanger war und ihr Sohn Leo nun als potenzieller Erbe im Zentrum eines erbitterten Streits steht. Vor allem Charlys Stiefvater Peter Schreiner (Michael A. Grimm) macht keinen Hehl daraus, dass er bereit ist, über Grenzen zu gehen, um sich seinen Anteil am Reichtum des Verstorbenen zu sichern.

Ein Banker unter Verdacht und die Dynamik des neuen Teams

Zusätzliche Brisanz erhält der Fall durch den Auftritt des jungen Vermögensverwalters Alexander Hausmann (Alexandros Koutsoulis), der sich von Beginn an in Widersprüche verstrickt und offensichtlich eigene Ziele verfolgt. Während Doro Beitinger mit ihrer gewohnt analytischen Art versucht, die finanziellen Verflechtungen zu entwirren, bringt Chiara Locatelli einen frischen, bisweilen unkonventionellen Blickwinkel in die Ermittlungen ein. Dieser Kontrast zwischen den Generationen ist ein tragendes Element der Reihe, auch wenn sich das Publikum erst noch an die eher kühle Art der beiden Frauen gewöhnen muss. "Kurzes Glück" bietet die Chance, die Charaktere weiter zu vertiefen und den Wunsch der Zuschauer nach mehr persönlichem Hintergrund und einer stärkeren "Homestory" zu erfüllen. Es bleibt abzuwarten, ob es den Ermittlerinnen gelingt, den Mörder zu stellen, bevor das blutige Erbe noch weitere Opfer fordert.

Alle vier Folgen aus der Krimireihe "Mordufer" sind bereits über die ZDF Mediathek abrufbar.


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