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Düstere Heimkehr nach Hohenweiler: Neuer Saarbrücken-Tatort "Das Böse in dir" heute (08.02.2026) in der ARD

Sonntag, 08.02.2026 16:08 Uhr | Tags: ARD, Krimi, Tatort

Sonntagabend ist Tatort-Zeit! Deshalb schickt die ARD heute Abend (08.02.2026) ab 20:15 Uhr das beliebte Ermittlerteam aus dem Saarland in seinen mittlerweile siebten Einsatz. Der neue Saarbrücken-Tatort mit dem beklemmenden Titel "Das Böse in dir" verspricht dabei eine nervenaufreibende Auflösung des dramatischen Cliffhangers aus der letzten Folge. Für die treuen Fans des Saarbrücken-Tatorts gibt es bereits zu Beginn die wichtigste Entwarnung des Abends: Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) hat die verheerende Explosion aus der Episode "Das Ende der Nacht" überlebt. Ganz spurlos ist das Attentat jedoch nicht an ihm vorbeigegangen, denn ein quälender Tinnitus erinnert ihn fortan an die knappe Flucht vor dem Tod. Während sein Partner Adam Schürk (Daniel Sträßer) gewohnt impulsiv agiert, verschiebt sich der Fokus diesmal radikal auf eine bisher eher zurückhaltende Figur des Teams. Kommissarin Esther Baumann (Brigitte Urhausen) rückt unfreiwillig ins Zentrum der Ermittlungen, als ein Fall sie zurück in ihr Heimatdorf Hohenweiler führt - ein trostloses Fleckchen Erde direkt an der französischen Grenze, dem sie vor Jahrzehnten bewusst den Rücken gekehrt hat. Nach Ausstrahlung wird der Saarbrücken-Tatort "Das Böse in dir" auch über die ARD Mediathek abrufbar sein.

Ein Mord als Funke im Pulverfass der Generationen

Die kriminalistische Handlung im neuen Saarbrücken-Tatort nimmt ihren Lauf, als der IT-Unternehmer Emil Feidt (Andreas Spaniol) erstochen in einem abgelegenen Waldstück neben seinem Wagen entdeckt wird. Die Spurensuche führt die Beamten schnell in ein Dorf, das in archaischem Hass erstarrt ist und von zwei verfeindeten Clans dominiert wird. Auf der einen Seite stehen die streng katholischen Feidts, angeführt von Gunther Feidt (Michael Witte) und Claudia Feidt (Valery Tscheplanowa), auf der anderen die hugenottischen Louis’, zu denen auch Michel Louis (Gerhard Liebmann) gehört. Diese beiden Familien bekämpfen sich seit Generationen bis aufs Blut und nutzen jede Gelegenheit, um der Gegenseite die Schuld für jedes erdenkliche Unglück in die Schuhe zu schieben. Dass ausgerechnet Esthers Bruder Sven Louis (Robert Nickisch) tief in die aktuellen Ereignisse verstrickt zu sein scheint, stürzt die Ermittlerin in einen quälenden Interessenkonflikt zwischen familiärer Loyalität und polizeilicher Pflicht.

Alte Wunden und ein tödliches Geheimnis im Fluss

Hinter der Fassade des aktuellen Mordfalls verbirgt sich im Saarbrücken-Tatort ein dunkles Geheimnis, das bereits fünf Jahre zurückliegt. Damals ertrank die junge Becky Feidt (Svea Derenthal) im nahegelegenen Fluss - ein Ereignis, das von den Behörden vorschnell als tragischer Unfall zu den Akten gelegt wurde. Doch mit dem Tod ihres Vaters Emil kommen nun massive Zweifel an der damaligen Version ans Licht. Im Dorf flüstert man sich zu, dass Claire Louis (Carolin Wege), Beckys einstige beste Freundin, weit mehr über den Todestag weiß, als sie zugibt. Während die Ermittler Schürk, Hölzer und Pia Heinrich (Ines Marie Westernströer) immer tiefer in dieses toxische Geflecht aus Rache und unterdrückten Wahrheiten eintauchen, stellt sich die beunruhigende Frage, ob das Böse wirklich in einer einzelnen Person wohnt oder ob der Hass längst von der gesamten Dorfgemeinschaft Besitz ergriffen hat.

Dorf-Tristesse und das Urteil über den siebten Fall

Ob sich das Einschalten bei diesem neuesten Saarbrücken-Tatort für den Zuschauer lohnt, hängt stark von der Vorliebe für düstere Milieustudien ab. Die Inszenierung setzt konsequent auf eine bedrückende Dorf-Tristesse, die wenig Platz für Hoffnung lässt und klassische Polizeiarbeit hinter die Aufarbeitung alter Traumata stellt. Während das harmonische und dennoch spannungsgeladene Zusammenspiel zwischen Schürk und Hölzer auch in dieser Folge wieder zu den absoluten Glanzpunkten gehört, kritisieren erste Stimmen die teils sehr plakative Darstellung der dörflichen Klischees und der fast schon biblisch anmutenden Familienfehde. Dennoch bleibt der Film ein Muss für Fans von charaktergetriebenen Krimis, da die persönliche Verstrickung von Esther Baumann der Geschichte eine emotionale Wucht verleiht, die man in dieser Intensität selten sieht. Wer Lust auf eine Reise in die menschlichen Abgründe der Grenzregion hat, sollte sich diesen düsteren Trip heute Abend nicht entgehen lassen.


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