Dschungelcamp 2026: Patrick fühlt sich abgestempelt als Macho-Bauer und Frauen-Hasser

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Das knisternde Lagerfeuer bot am Samstagabend (07.02.2026) in der tiefen Dunkelheit des australischen Dschungels die perfekte Kulisse für eine Beichte, die wohl kaum ein Zuschauer in dieser Offenheit erwartet hätte. Patrick, der von vielen seit Jahren in die Schublade des arroganten Macho-Bauern gesteckt wird, nutzte die einsame Nachtwache mit Gil für eine schonungslose Abrechnung mit seiner öffentlichen Wahrnehmung. Im Dschungeltelefon legte er kurz zuvor bereits den Finger in die Wunde und zählte die Etiketten auf, die ihm seit seiner Zeit bei "Bauer sucht Frau" anhaften: Frauenhasser, Narzisst und überheblicher Unsympath. Es ist ein schweres Erbe, das der Landwirt mit sich herumschleppt, zumal ihm damals sogar die Authentizität abgesprochen wurde und böse Stimmen behaupteten, sein bäuerlicher Hintergrund sei schlichtweg erfunden. Doch hinter der harten Schale des kernigen Typen vom Land scheint es gewaltig zu brodeln, da die jahrelangen Anfeindungen nicht spurlos an ihm vorbeigegangen sind.
Selbstbild kontra Fremdwahrnehmung am Lagerfeuer
Während die anderen Camper schlummerten, offenbarte Patrick eine erstaunliche Fähigkeit zur Selbstreflexion, die man ihm bisher kaum zugetraut hätte. Er gab unumwunden zu, dass er beim Betrachten alter Reality-Formate, an denen er teilgenommen hatte, selbst erschrocken über sein Auftreten gewesen sei. Er beschrieb sich Gil gegenüber als einen Mann mit völligem Selbstbewusstsein bei totaler Ahnungslosigkeit – eine Selbstanalyse, die bei seinem Gegenüber sogar für ein zustimmendes Lächeln sorgte. Patrick betonte jedoch, dass er sich selbst eigentlich gar nicht so ernst nehme, seine Art bei Fremden aber oft völlig falsch ankomme. Besonders das Thema rund um seine Ex-Freundin Antonia belastet ihn bis heute, da die öffentliche Aufarbeitung ihrer Beziehung seinen Ruf als Unmensch zementiert habe. Er rechtfertigte seine damaligen Aussagen zu ihren Figurproblemen als private Gespräche, die im Nachhinein gegen ihn verwendet wurden, was ihn in den Augen der Allgemeinheit endgültig zum Sündenbock machte.
Vom Schicksal beschenkt und vom Zweifel geplagt
Es sind Momente wie diese, in denen der sonst so sicher wirkende Landwirt seine Maske fallen lässt und zugibt, dass die ständigen Beleidigungen tief sitzen. Patrick gestand im Dschungeltelefon offen ein, dass er mittlerweile sogar selbst an sich zweifelt und sich fragt, ob er am Ende vielleicht wirklich der Unsympath ist, für den ihn alle halten. Halt in dieser stürmischen Zeit gibt ihm vor allem seine aktuelle Partnerin Annelie, die er als ein wahres Geschenk des Himmels bezeichnet. Trotz dieses privaten Glücks bleibt die bange Hoffnung, dass die Zuschauer ihn durch seine Zeit im Camp endlich einmal von einer positiven Seite wahrnehmen. Er will beweisen, dass unter der Oberfläche ein bodenständiger Landwirt steckt, der mit dem künstlichen Image des TV-Bösewichts nur wenig gemein hat.
Ein kurzes Lachen nach der harten Prüfung
Dass Humor oft die beste Medizin gegen Selbstmitleid ist, bewies Gil in einer charmanten Geste der Aufmunterung. Er erinnerte Patrick trocken daran, dass er wohl noch nie jemanden gesehen habe, der so verbissen und hart einen Bullen-Anus verspeist habe wie er, was eine ganz besondere Form von Charakterstärke beweise. Dieses absurde Kompliment sorgte dafür, dass die schwere Last für einen kurzen Augenblick von Patricks Schultern abfiel und ein ehrliches Lachen durch die Nacht schallte. Es bleibt abzuwarten, ob das Publikum am Ende der Staffel sein Urteil revidiert oder ob Patrick weiterhin mit dem Stempel des Machos leben muss. Eines ist jedoch sicher: So menschlich und verletzlich wie in dieser Nacht hat man den Bauern bisher noch nie im deutschen Fernsehen erlebt.








