Ein Marathon für Commissario Brunetti Fans: "Donna Leon" im Dreierpack heute (14.03.2026) im BR Fernsehen

© BR/ARD Degeto/Martin Menke
Das BR Fernsehen lädt heute Abend (14.03.2026) zu einer stimmungsvollen Reise in die Lagunenstadt ein und präsentiert gleich drei hochkarätige Verfilmungen der Bestseller von Donna Leon. Ab 20:15 Uhr übernimmt der unvergessene Uwe Kockisch in seiner Paraderolle als Commissario Guido Brunetti das Zepter und führt die Zuschauer durch zwei packende Fälle, beginnend mit "Endstation Venedig" und gefolgt von "Das Gesetz der Lagune" um 21:45 Uhr. Für Nachtschwärmer bietet das Programm ab 23:15 Uhr ein besonderes Schmankerl, wenn in "Venezianische Scharade" Joachim Król als früherer Brunetti-Darsteller die Ermittlungen in einem perfiden Spiel aus Schein und Sein übernimmt. Es ist ein Fernsehabend, der nicht nur durch kriminalistische Finesse besticht, sondern auch das einzigartige Flair Venedigs direkt in die heimischen vier Wände bringt. Und wer danach immer noch nicht genug von Commissario Brunetti hat, der findet in der ARD Mediathek zahlreiche "Donna Leon"-Krimis zum streamen.
Giftmüll und gefälschte Meisterwerke: "Endstation Venedig"
Den Auftakt bildet ein Fall, der Brunetti weit über die Stadtgrenzen hinaus bis zum US-Stützpunkt in Vicenza führt. Nach dem Fund eines erstochenen amerikanischen Gesundheitsinspektors in einem venezianischen Kanal stößt der Commissario auf eine Mauer des Schweigens und plumpe Ablenkungsmanöver wie eine offensichtlich drapierte Ladung Rauschgift. Während sein Vorgesetzter Patta ihn mit dem Diebstahl wertvoller Gemälde bei einem einflussreichen Politiker gängelt, erkennt Brunetti schnell einen Zusammenhang zwischen dem Mord und illegalen Giftmülldeponien der US-Armee. Die dramatische Zuspitzung führt zu weiteren Opfern und einer erschütternden Erkenntnis über die Verstrickung der feinen Gesellschaft, die selbst vor der Gefährdung der eigenen Bevölkerung nicht zurückschreckt. In einer Welt aus Korruption und politischem Einfluss bleibt am Ende nur die bittere Selbstjustiz einer verzweifelten Mutter.
Schweigen über Pellestrina: "Das Gesetz der Lagune"
Gleich im Anschluss verschlägt es den Commissario auf die abgelegene Insel Pellestrina, wo eine tödliche Explosion im Hafen zwei Muschelfischer das Leben gekostet hat. Brunetti beißt bei den wortkargen Bewohnern der Insel auf Granit, da diese ihre ganz eigenen Gesetze gegenüber der Polizei aus Venedig pflegen. Erst als Signorina Elettra, die gewiefte Sekretärin des Questore, ihre familiären Kontakte nutzt und sich undercover auf die Insel begibt, gerät Bewegung in die Ermittlungen. Die Situation verkompliziert sich jedoch, als ein weiterer Mord geschieht und Elettra ihr Herz an einen attraktiven Fischer verliert, was ihre professionelle Distanz auf eine harte Probe stellt. Brunetti muss hier nicht nur ein Verbrechen aufklären, sondern auch das dichte Geflecht aus Loyalität und Drogenhandel durchdringen, das die Inselfamilien umklammert.
Tödliche Maskerade: "Venezianische Scharade"
Zu später Stunde wechselt die Besetzung, und Joachim Król stellt sich einer besonders rätselhaften Inszenierung am Schlachthof. Was zunächst wie der Tod eines Transvestiten aussieht, entpuppt sich als der ermordete Bankier Mascari, dessen Aufmachung lediglich dazu dienen sollte, die Ermittler auf eine falsche Fährte zu locken. Brunetti gerät bei der Jagd nach dem unbekannten Mörder selbst in eine lebensgefährliche Falle, bei der ein schwerer Autounfall eine junge Kollegin das Leben kostet. Trotz Rückschlägen und Resignation führt ihn die Spur zu einer korrupten Organisation, die unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit Mieter erpresst. In diesem Sumpf aus Gier und Verrat muss Brunetti beweisen, dass er sich von der "Venezianischen Scharade" nicht blenden lässt, um die wahren Hintermänner zur Rechenschaft zu ziehen.
Warum sich das Einschalten bei Donna Leon immer wieder lohnt
Es ist die unvergleichliche Mischung aus Melancholie, kulinarischem Genuss und gesellschaftskritischem Scharfblick, die die Donna Leon Verfilmungen zu einem zeitlosen Vergnügen macht. Während die prächtigen Bilder der Palazzi und Kanäle zum Träumen einladen, legen die Geschichten den Finger treffsicher in die Wunden der italienischen Gesellschaft - von Korruption in höchsten Kreisen bis hin zu Umweltverbrechen. Guido Brunetti fungiert dabei als moralischer Kompass, der zwischen der Liebe zu seiner Familie, gutem Essen und seinem unbestechlichen Gerechtigkeitssinn navigiert. Diese Krimis sind weit mehr als eine Mördersuche; sie sind eine Liebeserklärung an Venedig, die gleichzeitig daran erinnert, dass hinter jeder schönen Fassade ein dunkles Geheimnis lauern kann.








