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Zwei Kölner Mordfälle heute (29.04.2026) bei "XY gelöst" im ZDF: Mord im Karneval und Tödliche Nachtschicht

Mittwoch, 29.04.2026 11:24 Uhr | Tags: ZDF, Aktenzeichen XY... Ungelöst

Das ZDF-True-Crime-Format "XY gelöst" rückt heute (29.04.2026) ab 20:15 Uhr mit einer Doppelfolge die akribische Arbeit der Kriminalpolizei in den Mittelpunkt, indem es die Aufklärung spektakulärer Kriminalfälle detailliert nachzeichnet. Während bei der Mutterreihe "Aktenzeichen XY ... ungelöst" die Suche nach Hinweisen dominiert, zeigt Moderator Sven Voss hier den Moment, in dem die Handschellen klicken. In zwei aufeinanderfolgenden Episoden rekonstruiert er gemeinsam mit den damals beteiligten Ermittlern, wie hartnäckige Fahndung und moderne Technik letztlich zum Ziel führten. Die Sendung verdeutlicht, dass kein Täter sich dauerhaft sicher fühlen kann, da die Ermittlungsbehörden ihre Akten bei Kapitalverbrechen niemals endgültig schließen.

Mord im Karneval

Die erste Rekonstruktion des Abends führt zurück zum Kölner Karneval im Jahr 1988, als das Leben der 24-jährigen Petra Nohl ein gewaltsames Ende fand. Die junge Mutter wurde nach einer Feier in der Altstadt auf ihrem Heimweg hinter einem Imbisswagen am Albertus-Magnus-Platz erwürgt. Über drei Jahrzehnte lang blieb die Suche nach dem Mörder ergebnislos, bis die Kölner Polizei den Fall mit modernen Methoden neu aufrollte. Durch hochempfindliche DNA-Untersuchungen und einen entscheidenden Hinweis, der infolge einer Ausstrahlung im Hauptformat "Aktenzeichen XY ... ungelöst" einging, konnte der Täter nach 34 Jahren schließlich identifiziert werden. Sven Voss zeigt auf, wie diese späte Gerechtigkeit zustande kam, und lässt die Tochter des Opfers schildern, wie der Verlust ihrer Mutter ihr Leben über Jahrzehnte hinweg geprägt hat.

Tödliche Nachtschicht

Ab 21:15 Uhr rückt ein weiteres Verbrechen aus Köln in den Fokus, das die dortigen Ermittler im Jahr 2007 erschütterte. Eine 24-jährige Frau, die gemeinsam mit ihrem Bruder ein Bistro führte, wurde nach einer späten Abrechnung leblos im Kühlraum des Lokals aufgefunden. Da die Tageseinnahmen unangetastet blieben, schied ein Raubüberfall als offensichtliches Motiv aus, was die Beamten vor ein großes Rätsel stellte. Trotz gesicherter DNA-Spuren am Tatort gab es in den polizeilichen Datenbanken acht Jahre lang keine Übereinstimmung. Erst ein überraschender Anruf brachte die entscheidende Wende in den Ermittlungen. Die Rekonstruktion dokumentiert, wie die Polizei durch Geduld und eine präzise Auswertung neuer Zeugenaussagen den Mörder nach fast einem Jahrzehnt dingfest machen konnte.

Die Anatomie der Ermittlung

Die Stärke dieses Formats liegt in der detaillierten Analyse der forensischen und psychologischen Ermittlungsarbeit. Sven Voss führt als Chronist durch die verschiedenen Phasen der Aufklärung und macht transparent, wie technologische Sprünge in der Genetik selbst nach Jahrzehnten neue Beweise liefern können. Die Zuschauer erhalten einen Einblick in die emotionale Belastung der Beamten, die oft über Jahre hinweg an ein und demselben Fall arbeiten. "XY gelöst" liefert damit die notwendigen Antworten auf Verbrechen, die die Öffentlichkeit lange bewegt haben, und unterstreicht die Bedeutung polizeilicher Ausdauer für den Rechtsfrieden.

"XY gelöst" ist auch über die ZDF Mediathek verfügbar.


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