Ein Mythos kehrt zurück: VOX präsentiert heute (01.01.2026) James Camerons Monumentalwerk "Titanic"

© RTL / 20th Century Fox
Die Wellen des Nordatlantiks schlagen heute Abend (01.01.2026) wieder gegen das Wohnzimmerregal, wenn VOX um 20:15 Uhr das wohl erfolgreichste Katastrophendrama der Filmgeschichte ausstrahlt. James Camerons Meisterwerk "Titanic" ist weit mehr als eine bloße Nacherzählung des Schiffsunglücks von 1912. Es ist eine opulente Bildgewalt, die auch im Jahr 2026 nichts von ihrer Faszination eingebüßt hat. Der Film verwebt das Schicksal der legendären R.M.S. Titanic mit einer universellen Liebesgeschichte, die Generationen von Zuschauern zu Tränen gerührt hat und als globales Kulturphänomen bis heute unerreicht bleibt.
Eine Liebe gegen alle gesellschaftlichen Schranken
Den Rahmen der Erzählung bildet die Suche des modernen Schatzjägers Brock Lovett (Bill Paxton) nach dem "Herz des Ozeans", einem unbezahlbaren blauen Diamanten. In 4750 Metern Tiefe stößt er im Wrack jedoch nur auf eine Aktzeichnung, die die Aufmerksamkeit der 101 Jahre alten Rose Dewitt Bukater erregt. Als die Greisin das Bergungsschiff betritt, beginnt eine Reise zurück in das Jahr 1912. Die damals 17-jährige Rose (Kate Winslet) geht in Southampton als Gefangene ihrer eigenen Herkunft an Bord. Verlobt mit dem arroganten Millionenerben Cal Hockley (Billy Zane) und unter dem Druck ihrer verarmten Mutter, sieht sie im Freitod den einzigen Ausweg. Erst das Eingreifen des mittellosen Malers Jack Dawson (Leonardo DiCaprio), der sein Ticket beim Pokern gewonnen hat, rettet ihr Leben und schenkt ihr eine Freiheit, die sie in der ersten Klasse nie gekannt hat.
Wenn Hybris auf das bittere Schicksal trifft
Während sich zwischen den Decks die verbotene Romanze vertieft, steuert das Schiff der White-Star-Line ungebremst auf die Katastrophe zu. Getrieben von der Gier nach dem "Blauen Band" für die schnellste Überquerung, lässt der Kapitän die Titanic mit Höchstgeschwindigkeit durch eisberggefährdete Gewässer jagen. Als das Unvermeidliche geschieht, offenbart sich die hässliche Fratze der Klassengesellschaft: Während Rose für ihren Jack sogar auf einen Platz im Rettungsboot verzichtet, werden die Passagiere der dritten Klasse unter Deck buchstäblich eingesperrt. Die minutiöse Rekonstruktion des sinkenden Schiffs, für die Cameron sogar originale Teppichmuster nachweben ließ, sorgt für eine beklemmende Authentizität, die den Zuschauer bis zum finalen Abtauchen in das eisige Grab nicht mehr loslässt.
Hinter den Kulissen eines Oscar-Giganten
Die Entstehung dieses Epos, das stolze elf Oscars einheimsen konnte, war von extremen Strapazen geprägt. So improvisierte DiCaprio den legendären Ausruf "I am the King of the World" spontan am Bug, während die Dreharbeiten im Wasser für die Darsteller körperlich grenzwertig waren. Kate Winslet weigerte sich standhaft, einen schützenden Neoprenanzug unter ihrem Kleid zu tragen, was zu gesundheitlichen Komplikationen führte. Interessanterweise stammt das berühmte Zeichentalent im Film nicht von DiCaprio selbst - es war Regisseur James Cameron, dessen Hände in den Nahaufnahmen beim Skizzieren der nackten Rose zu sehen sind. Trotz einer gewissen sentimentalen Überfrachtung bleibt der Film aufgrund seiner Mischung aus Melodram, Klassenkonflikt und technischer Perfektion ein zeitloses Erlebnis.








