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Eine tödliche Steuerprüfung: Warum sich der Vernau-Thriller "Requiem für einen Freund" heute (01.06.2026) im ZDF lohnt

Montag, 01.06.2026 13:17 Uhr | Tags: ZDF, Thriller, Jan Josef Liefers, Stefanie Stappenbeck
Thriller "Requiem für einen Freund": Beim Verlassen des Restaurants stellt Joachim Vernau (Jan Josef Liefers) Tatjana Wolgast (Irina Potapenko) zur Rede.
Thriller "Requiem für einen Freund": Beim Verlassen des Restaurants stellt Joachim Vernau (Jan Josef Liefers) Tatjana Wolgast (Irina Potapenko) zur Rede.
© ZDF/Conny Klein

Das ZDF zeigt heute (01.06.2026) um 20:15 Uhr den Thriller "Requiem für einen Freund" nach dem gleichnamigen Roman von Elisabeth Herrmann und konfrontiert die Hauptfigur mit einer mörderischen Steuerprüfung. Eigentlich läuft im Büro des Berliner Rechtsanwalts Joachim Vernau (Jan Josef Liefers) ein ganz normaler bürokratischer Vorgang, bis sich der Finanzbeamte Harry Fischer (Peter Trabner) aus unerfindlichen Gründen an einer vier Jahre alten Quittung festbeißt. Weil die Sache angeblich keinen Aufschub duldet, nötigt der Prüfer den Juristen zu einem nächtlichen Treffen in der Kanzlei. Als Vernau dort mitten in der Nacht eintrifft, findet er den Beamten nur noch leblos vor, denn der Mann wurde kaltblütig erschossen.

Ein verschwundener Freund und das korrupte Pflaster der Hauptstadt

Die Frage nach der Brisanz des alten Restaurantbelegs führt den Anwalt direkt in seine eigene Vergangenheit. Er war damals mit einem seiner ältesten Freunde, dem angesehenen Ku´damm-Advokaten Sebastian Marquardt (August Zirner), teuer essen. Der Kollege zeigt sich bei einer Befragung jedoch völlig unkooperativ, was auch an seinen privaten Baustellen liegen mag. Marquardts Ehe mit seiner Frau Brigitte Marquardt (Carina Wiese) ist ein einziger Scherbenhaufen, er drückt erhebliche Schulden und hat mit Tatjana Wolgast (Irina Potapenko) eine Affäre begonnen, die gleichzeitig seine Mitarbeiterin ist. Kurze Zeit später ist Marquardt plötzlich wie vom Erdboden verschwunden, was Vernau und seine Kollegin Marie-Luise Hoffmann (Stefanie Stappenbeck) zu tiefergehenden Nachforschungen zwingt.

Immobilienspekulationen und ein ungeklärter Selbstmord

Das Juristenteam stößt bei seinen Recherchen auf ein hochgefährliches Wespennest in der Berliner Immobilienbranche. Genau an dem Tag, an dem das Abendessen der beiden Anwälte stattfand, beging eine Berliner Staatsanwältin Selbstmord. Der ermordete Finanzbeamte war offensichtlich einem massiven Korruptionsskandal auf der Spur, bei dem krumme Geschäfte mit Wohnraum eine zentrale Rolle spielten. Diese Thematik betrifft Vernau sogar ganz persönlich, denn seine Mutter Hildegard Vernau (Elisabeth Schwarz) und ihre treue Freundin Hüthchen (Carmen-Maja Antoni) sind selbst Opfer eines skrupellosen Immobilienhais geworden. Der Anwalt vertritt die beiden älteren Damen parallel zu den Mordermittlungen wegen einer drohenden Räumungsklage vor Gericht.

Lebensgefahr im Visier der Drahtzieher

Die Spurensuche in den Berliner Machtzirkeln bleibt für den Ermittler wider Willen nicht ohne Konsequenzen. Vernau zieht durch seine Hartnäckigkeit die Aufmerksamkeit sehr einflussreicher und gefährlicher Kreise auf sich und gerät an den zwielichtigen Adil Kalaman (Kida Khodr Ramadan). Damit begibt sich der Anwalt in akute Lebensgefahr, da die Hintermänner des Kartells vor weiteren Morden nicht zurückschrecken. Der Film verzichtet dabei auf übertriebene Action-Effekte und setzt stattdessen auf eine konzentrierte, fast kammerspielartige Atmosphäre, welche die stetige Verdichtung der Hinweise spürbar macht. Jan Josef Liefers bricht den düsteren Stoff der Romanvorlage immer wieder mit einer feinen, ironischen Leichtigkeit auf und sorgt so für einen fesselnden Fernsehabend.

Der Thriller "Requiem für einen Freund" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar (verfügbar bis zum 22.05.2027).


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