Friesland-Krimi "Haifischbecken" heute (15.07.2026) im ZDF: Süher und Henk ermitteln gegen die Digitalisierung

© ZDF/Willi Weber
Die ostfriesische Idylle weicht den Verlockungen des großen Geldes, wenn das beschauliche Leer zum neuen Technologie-Meldepunkt aufsteigen soll. Das ZDF zeigt heute (15.07.2026) um 20:15 Uhr eine Wiederholung des Friesland-Krimis "Haifischbecken". Die beiden Streifenpolizisten Süher Özlügül (Sophie Dal) und Henk Cassens (Maxim Mehmet) geraten bei ihren Ermittlungen zwischen die Fronten von gierigen Investoren, misstrauischen Start-up-Gründern und einer verdächtigen Wirtschaftsförderung. Was als glanzvolles Zukunftsprojekt beginnt, endet schnell in einer handfesten Mordermittlung.
Ein spurlos verschwundener Investor und ein Bestatter unter Verdacht
Die digitale Zukunft von Ostfriesland scheint greifbar nah: Geht es nach der ehrgeizigen Wirtschaftsförderin Grit Larson (Genija Rykova) und dem vermögenden Investment-Unternehmer Johann Waal (Andreas Windhuis), soll in Leer der zukunftsweisende "Friesland-Valley"-Technologiepark entstehen. Um dem wichtigen Investor einen gebührenden Empfang zu bereiten, stellt Kriminalhauptkommissar Brockhorst (Felix Vörtler) eine feierliche Polizeieskorte zur Verfügung. Süher Özlügül und Henk Cassens begleiten Waal zu seinem Hotel - doch dort verliert sich kurz darauf jede Spur von ihm. Der Investor taucht zu den abendlichen Festlichkeiten nicht auf, obwohl seine persönlichen Gegenstände noch unberührt im Hotelzimmer liegen. Während Brockhorst tobt, gerät auch Bestatter Wolfgang Habedank (Holger Stockhaus) in Panik. Er hatte als vermeintlich geschickter Vermittler eine beträchtliche Summe der Unternehmer-Witwe Vera Tillich (Tatja Seibt) in Waals Projekt investiert, die nun ihr Geld zurückfordert. Als Habedank wenig später die Leiche des vermissten Investors ausgerechnet im Fond seines eigenen Leichenwagens entdeckt, wird er schlagartig zum Hauptverdächtigen.
Ermittlungen auf eigene Faust und Chaos in der Apotheke
Trotz Brockhorsts strikter Anordnung, sich aus dem Fall herauszuhalten, beginnen Süher und Henk auf eigene Faust zu ermitteln. Schnell geraten weitere Verdächtige ins Visier der Polizisten. Start-up-Gründer Malte Tillich (Jochen Matschke) fühlte sich von Waals Plänen hintergangen, während die lautstarke Friesland-Valley-Gegnerin Rieke Holsten (Christin Nichols) das Großprojekt mit allen Mitteln verhindern wollte. Auch die Rolle von Wirtschaftsförderin Grit Larson wirft zunehmend Fragen auf. Erschwert werden die Ermittlungen durch ein personelles Vakuum in der örtlichen Apotheke: Da die gewohnte Hobby-Forensikerin Insa Scherzinger auf einer Fortbildung weilt, weigert sich deren neue Mitarbeiterin Melanie Harms (Tina Pfurr) strikt, illegale Obduktionshilfe für die Polizei zu leisten. Dennoch setzen Süher und Henk alles daran, die Wahrheit hinter dem mysteriösen Tod des Investors aufzudecken und Habedank zu entlasten.
Gelungener Provinzkrimi mit humorvollem Biss
"Friesland - Haifischbecken" überzeugt als klassisch-unterhaltsamer Regionalkrimi, der die Digitalisierungswut humorvoll auf das ostfriesische Plattland herunterbricht. Das Drehbuch nutzt das bewährte Lokalkolorit geschickt, um die gängigen Klischees von Fortschrittsglauben und provinzieller Skepsis aufeinanderprallen zu lassen. Besonders das Zusammenspiel zwischen Sophie Dal und Maxim Mehmet sorgt erneut für die Reihe-typische, augenzwinkernde Leichtigkeit, während Tina Pfurr als spröde Apotheken-Vertretung einen frischen, herrlich eigensinnigen Akzent setzt. Wer einen kurzweiligen TV-Abend mit einer ausgewogenen Mischung aus trockenem Humor und einem clever konstruierten Kriminalfall sucht, kommt bei dieser Friesland-Wiederholung voll auf seine Kosten.
Der Friesland-Krimi "Haifischbecken" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar (verfügbar bis zum 06.07.2027). Gleich im Anschluss läuft ab 21:45 Uhr ein weiterer Friesland-Krimi mit dem Episodentitel "Bis aufs Blut".








