Free-TV-Premiere "It’s Raining Men": Liebe, Lust und Leidenschaft heute (26.01.2026) auf ONE

© WDR/X Verleih AG
Iris scheint das perfekte Los im Leben gezogen zu haben, doch hinter der makellosen Fassade ihrer Existenz klafft eine Lücke, die viele Frauen nur allzu gut kennen. Heute Abend (26.01.2026) um 20:15 Uhr feiert die französische Komödie "It’s Raining Men" (Originaltitel: "Iris et les hommes") ihre Free-TV-Premiere auf ONE und entführt das Publikum in die turbulente Gefühlswelt einer Frau, die sich weigert, ihr Liebesleben vorzeitig zu Grabe zu tragen. Die fabelhafte Laure Calamy, bekannt aus "Call My Agent!", schlüpft in die Rolle der erfolgreichen Zahnärztin Iris, die zwischen Wurzelbehandlungen und Elternabenden feststellen muss, dass ihr attraktiver Ehemann Stéphane (Vincent Elbaz) zwar ein wunderbarer Partner und Vater ist, das Feuer im Schlafzimmer jedoch seit geraumer Zeit erloschen ist.
Der digitale Sprung ins kalte Wasser
Den Mut zur Veränderung findet Iris schließlich an einem Ort, den sie bisher gemieden hat: in der Welt der Dating-Apps. Was zunächst als zaghafter Versuch beginnt, dem grauen Alltag und der sexuellen Flaute zu entkommen, entwickelt sich rasant zu einem regelrechten Wirbelsturm der Aufmerksamkeit. Iris wird förmlich mit Nachrichten und Angeboten überflutet, was ihr Selbstbewusstsein in ungeahnte Höhen schnellen lässt. Plötzlich regnet es tatsächlich Männer in ihrem Leben, und die Zahnärztin findet sich in einer Kette von Begegnungen wieder, die mal skurril, mal hocherotisch und immer überraschend sind. Regisseurin Caroline Vignal inszeniert diesen Ausbruch aus der Monotonie mit einer Leichtigkeit, die typisch für das französische Kino ist, ohne dabei die Ernsthaftigkeit des zugrunde liegenden Verlangens nach Bestätigung und Nähe zu verraten.
Zwischen bürgerlicher Idylle und heimlichen Abenteuern
Schwierig wird es für Iris vor allem dann, wenn die beiden Welten aufeinanderprallen und das Versteckspiel vor Stéphane und den zwei Töchtern immer komplizierter wird. Während sie tagsüber professionell Patienten behandelt, verwandelt sie sich in ihren Pausen oder unter Vorwänden in eine Frau, die ihre eigene Sexualität völlig neu entdeckt. Der Film zeigt dabei auf amüsante Weise, wie die moderne Technik die traditionellen Vorstellungen von Treue und Partnerschaft herausfordert. Vincent Elbaz spielt den ahnungslosen Ehemann mit einer sympathischen Ruhe, was den inneren Konflikt von Iris nur noch verstärkt, da sie ihn zwar liebt, aber eben nicht auf die körperliche Erfüllung verzichten will, die er ihr momentan nicht geben kann.
Ein Plädoyer für die weibliche Lust
Beeindruckend ist vor allem die Art und Weise, wie Laure Calamy ihre Figur verkörpert - mit einer Mischung aus Verletzlichkeit, Witz und einer fast schon kindlichen Entdeckerfreude. "It’s Raining Men" ist mehr als nur eine einfache Verwechslungskomödie; es ist eine feinfühlige Auseinandersetzung mit der Frage, wie viel Raum für das eigene Ich in einer langjährigen Ehe bleibt. Der Film feiert die Emanzipation der weiblichen Lust und bricht mit dem Tabu, dass eine Frau in den besten Jahren bitteschön mit dem zufrieden zu sein hat, was sie zu Hause bekommt oder eben nicht bekommt. Dabei umschifft das Drehbuch geschickt die Klippen des platten Klamauks und setzt stattdessen auf pointierte Dialoge und eine Prise magischen Realismus.
Lohnt sich das Einschalten? Eine kritische Bilanz
Wer eine spritzige, intelligente Komödie sucht, die den Finger in die Wunde moderner Beziehungsmodelle legt, sollte heute Abend unbedingt ONE einschalten. "It’s Raining Men" besticht durch eine herausragende Hauptdarstellerin und eine Inszenierung, die trotz der ernsten Themen wie Entfremdung und Untreue niemals schwerfällig wirkt. Kritisch anzumerken bleibt lediglich, dass das Ende für manche Zuschauer vielleicht etwas zu versöhnlich oder gar märchenhaft daherkommen mag, was den bis dahin mutigen und realistischen Ansatz ein wenig abschwächt. Dennoch ist der Film eine erfrischende Abwechslung zum oft so biederen Krimi-Alltag und ein absolutes Muss für Liebhaber des französischen Kinos, die wissen, dass Liebe und Lust nicht immer das gleiche Ziel verfolgen.









