Machtkampf über den Wolken: Actionklassiker "Air Force One" heute (19.01.2026) auf Kabel Eins

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Ein unvergesslicher Satz reicht aus, um die Kinogeschichte der neunziger Jahre heraufzubeschwören: "Get off my plane!". Heute (19.01.2026) um 20:15 Uhr lässt Kabel Eins mit "Air Force One" einen der schlagkräftigsten Actionthriller aller Zeiten auf die Bildschirme zurückkehren. In der Hauptrolle brilliert Harrison Ford als der wohl wehrhafteste US-Präsident James Marshall, den die Leinwand je gesehen hat. Statt sich in Sicherheit zu bringen, mutiert er zum Ein-Mann-Heer, als seine Maschine von skrupellosen Terroristen gekapert wird. Wolfgang Petersen schuf hier ein Werk, das durch seine claustrophobische Spannung und eine gnadenlose Inszenierung besticht, die den Zuschauer auch fast drei Jahrzehnte nach der Veröffentlichung noch immer in den Sessel drückt.
Das ultimative Duell der Schauspiel-Giganten
In diesem packenden Kammerspiel über den Wolken treffen zwei absolute Schwergewichte der Schauspielzunft auf engstem Raum aufeinander. Harrison Ford verkörpert den furchtlosen Präsidenten mit jener moralischen Integrität, die ihn zum perfekten Helden macht, während Gary Oldman als sein fanatischer Gegenspieler agiert. Oldman spielt den Terroristen Ivan Korshunov mit einer so kalten, messerscharfen Präzision, dass er sich mühelos in die Riege der besten Leinwand-Bösewichte einreiht. Die hochexplosive Chemie zwischen diesen beiden Charakteren trägt den gesamten Film und macht jede Konfrontation zu einem nervenaufreibenden Erlebnis. Unterstützt werden sie von einer erstklassigen Besetzung, darunter Glenn Close als Vizepräsidentin Kathryn Bennett und William H. Macy als Major Caldwell, die im fernen Washington um eine diplomatische Lösung ringen.
Stirb Langsam über den Wolken
Das erzählerische Konzept ist so simpel wie genial, denn im Grunde handelt es sich um eine Variante von "Stirb Langsam" in einem Flugzeug. Die luxuriöse Ausstattung der Präsidentenmaschine, die normalerweise Macht und Sicherheit ausstrahlt, verwandelt sich innerhalb von Minuten in ein tödliches Schlachtfeld. Ein besonders raffinierter Drehbuch-Kniff ist dabei die Rettungskapsel, die leer abgeschossen wird, wodurch James Marshall gezwungen ist, an Bord zu bleiben und sich in den tiefen Schächten der Maschine zu verstecken. Er nutzt seine militärische Vergangenheit, um einen Terroristen nach dem anderen auszuschalten, während er verzweifelt versucht, seine Frau Grace Marshall (Wendy Crewson) und Tochter Alice Marshall (Liesel Matthews) aus den Händen der Entführer zu befreien.
Patriotismus und technisches Handwerk
Regisseur Wolfgang Petersen hat ein Werk geschaffen, das vor amerikanischem Pathos nur so strotzt und die politische Entschlossenheit der späten neunziger Jahre perfekt einfängt. Unterlegt mit der heroischen Filmmusik von Jerry Goldsmith wird hier ein klares Gut-gegen-Böse-Schema zelebriert, das keine Ambivalenzen zulässt. Auch wenn die CGI-Effekte beim finalen Absturz ins Kaspische Meer aus heutiger Sicht etwas gealtert wirken, bleiben die praktischen Effekte und das detaillierte Set-Design der Air Force One erstklassig. Besonders dramatisch gestaltet sich der Verrat durch den Secret-Service-Agenten Gibbs (Xander Berkeley), der den Terroristen erst den Zugang ermöglicht und im spektakulären Finale gegen den Präsidenten um die letzte Rettungsmöglichkeit kämpfen muss.
Ein Klassiker seiner Zeit
Trotz der patriotischen Überhöhung bleibt "Air Force One" ein handwerklich beeindruckender Blockbuster, der sich ganz auf die physische Präsenz seiner Darsteller verlässt. Die Action ist präzise choreografiert und folgt einem mechanischen, aber hocheffektiven Rhythmus. Es ist ein technisch souveräner und emotional direkter Film, der mehr über die Machtfantasien jener Ära erzählt als über komplexe politische Realitäten. Wer Lust auf erstklassiges 90er-Jahre-Kino mit einem Harrison Ford in Bestform hat, kommt an dieser Wiederholung heute Abend nicht vorbei. Selbst Gastauftritte wie die von Jürgen Prochnow als General Ivan Radek runden das Bild eines Thrillers ab, der bis zur letzten Sekunde keine Atempause gönnt.









