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Martin Brambach wütet heute (21.02.2026) als insolventer Bauunternehmer im ZDF Samstagskrimi "Stralsund - Jetzt komm ich!"


Das ZDF präsentiert heute (21.02.2026) um 20:15 Uhr einen neuen Samstagskrimi aus der "Stralsund"-Reihe, der Kommissarin Jule Zabek (Sophie Pfennigstorf) mit einem Fall konfrontiert, der die Grenzen zwischen privater Verzweiflung und öffentlicher Bedrohung verschwimmen lässt. In "Stralsund - Jetzt komm ich!" bekommt es die Mordkommission mit einem Mann zu tun, der nach einer Reihe von persönlichen Niederlagen beschließt, die Welt für sein Scheitern büßen zu lassen. Dieser Samstagskrimi nutzt die Kulisse der Hansestadt für eine Geschichte, die klassische Ermittlungsarbeit mit den Elementen eines Psychothrillers verbindet und dabei auch gesellschaftliche Missstände im Baugewerbe thematisiert.

Ein Bauunternehmer sieht rot: Detlev Schultes Feldzug

Martin Brambach (Detlev Schulte) verkörpert den insolventen Bauunternehmer als eine tragische Figur, die zwischen bemitleidenswerter Hilflosigkeit und eiskalter Bedrohlichkeit schwankt. Sein Schicksal ist gezeichnet von Verrat und dem Verlust seines Herzensprojekts, was in ihm den Entschluss reifen lässt, sich radikal gegen seine ehemaligen Partner zu wenden. Der Einstieg in den Film gelingt über eine Szene an einer Hotelbar, die durch einen realistischen Moment des Fremdschams besticht, bevor die Situation schlagartig eskaliert. Dieser Auftakt markiert den Beginn eines Rachefeldzugs, bei dem Schulte keine Rücksicht mehr auf Verluste nimmt und die Polizei vor eine massive Herausforderung stellt.

Drastische Momente und moralische Kipppunkte

Innerhalb der Handlung im heutigen Samstagskrimi sticht besonders die Szene in einer Sauna hervor, in der zwei Männer ihr Leben lassen müssen. Dieser Moment gilt als einer der drastischsten in der Geschichte der Stralsund-Reihe und markiert den endgültigen moralischen Wendepunkt für den Täter. Während die Fahndung läuft, gerät auch Schultes Sohn Hannes (Marius Ahrendt) unter Druck, da er zwischen der Loyalität zu seinem Vater und der Zusammenarbeit mit der Polizei steht. Bei dem Versuch, den Flüchtigen festzunehmen, kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall auf der Rügenbrücke, bei dem Zabek in Lebensgefahr gerät.

Krisenstimmung und Geheimnisse im Ermittlerteam

Der Sturz von der Rügenbrücke ist ein zentraler Wendepunkt, den dieser Samstagskrimi nutzt, um das interne Gefüge der Kommissare zu beleuchten. Die Ermittlerin verheimlicht dieses lebensgefährliche Ereignis vor ihrem Team, was für massive interne Spannungen sorgt und das Vertrauen zu Karl Hidde (Alexander Held) schwer belastet. Hidde selbst hat ohnehin mit persönlichen Problemen zu kämpfen: Neben chronischen Schmerzen an seiner alten Wunde setzt ihm die Einsamkeit zu, während der neue Polizeidirektor Axel Prick (Boži Kocevski) das Team mit bürokratischen Maßnahmenkatalogen gängelt. Diese internen Krisen erschweren die Jagd nach dem Amokläufer erheblich.

Zwischen brachialer Tätergewalt und schleppender Ermittlung

Betrachtet man das Gesamtpaket, zeigt der neue ZDF Samstagskrimi "Stralsund - Jetzt komm ich!" eine starke Grundidee, die jedoch durch eine etwas unausgewogene Inszenierung gebremst wird. Der Film verlässt sich sehr massiv auf die schauspielerische Wucht von Brambach, vernachlässigt dabei aber streckenweise die eigentliche Polizeiarbeit. Da das Team um Hidde kaum eigene Impulse setzen kann, gerät der Fall in eine leichte Schieflage, was die Spannung über die volle Distanz mindert und das Potenzial der Geschichte spürbar einschränkt. Dennoch bietet dieser Samstagskrimi genug Atmosphäre und packende Einzelmomente, um Genre-Fans einen soliden Fernsehabend zu garantieren.

Der Samstagskrimi "Stralsund - Jetzt komm ich!" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar.


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