Max Ballauf im Loyalitätskonflikt: Köln-Tatort "Diesmal ist es anders" heute (31.05.2026) in der ARD

© WDR/Bavaria Fiction GmbH/Martin Valentin Menke
Die Tatort-Sommerpause geht weiter und wird heute (31.05.2026) um 20:15 Uhr in der ARD mit dem Köln-Tatort "Diesmal ist es anders" überbrückt. Ein grausamer Fund unter einer Brücke konfrontiert die Ermittler in Köln mit einem Verbrechen, das tief in die dortige Prominenz hineinreicht. Das Opfer ist der arbeitslose Journalist Peer Schwarz, der mehrfach brutal überfahren wurde. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung stoßen Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) auf beträchtliche Bargeldsummen, was schnell den Verdacht auf lukrative Erpressungen lenkt. Eine erste heiße Spur liefert das Mobiltelefon des Toten, auf dem Kriminalassistent Norbert Jütte (Roland Riebeling) das Foto einer bekannten Schlagersängerin entdeckt.
Die dunklen Geheimnisse eines Jugendchors
Die Ermittlungen im Köln-Tatort "Diesmal ist es anders" führen das Team direkt zu der gefeierten Musikerin Mariella Rosanelli (Leslie Malton), die ein lokales Jugendhilfewerk unterstützt. Das gefundene Bild zeigt die Sängerin in ihrer Jugend an der Seite eines Mannes, an den sie sich angeblich nicht mehr erinnern kann. Eine Zeugin identifiziert den Unbekannten jedoch als einen ehemaligen Chorleiter, der wegen Pädophilie verurteilt wurde und sich später im Gefängnis das Leben nahm. Es stellt sich heraus, dass der ermordete Journalist Rosanelli mit diesem Foto erpresst hatte. Ihr stand eine Enthüllung bevor, die ihre Karriere ruiniert hätte, weil sie damals als Betreuerin des Chors weggesehen und ihre Schutzbefohlenen im Stich gelassen hatte. Nach der Geldübergabe fackelte sie nicht lange und überfuhr den Erpresser.
Eine neue Beziehung im Visier der Ermittlungen
Der Köln-Tatort "Diesmal ist es anders" nimmt für Max Ballauf eine katastrophale Wendung, als seine private Welt mit der beruflichen Realität kollidiert. Seit kurzem ist der Kommissar glücklich mit Nicola Koch (Jenny Schily) liiert, der Chefredakteurin eines Kölner Szene-Magazins. Durch Recherchen im Umfeld des Blattes kommt ans Licht, dass Koch die Schlagersängerin seit ihrer Kindheit kennt und damals ebenfalls als Betreuerin bei dem besagten Jugendchor tätig war. Die Situation spitzt sich drastisch zu, als Ballauf herausfindet, dass das Tatfahrzeug zur Tatzeit an seine eigene Partnerin verliehen war. Bei einer Konfrontation weicht Koch aus und verweigert jede Aussage, was den Ermittler in einen unerträglichen Loyalitätskonflikt stürzt. Regisseur Torsten C. Fischer nutzt hierbei auffällig viele Zeitlupen und subjektive Gedankenspiele, um die wachsende innere Zerrissenheit des Polizisten zu verdeutlichen.
Sturz in die Tiefe und das bittere Ende
Die Tragödie im Köln-Tatort "Diesmal ist es anders" eskaliert schließlich vollständig, als Ballauf die leere Wohnung seiner Freundin betritt. Draußen auf dem Asphalt liegt die Leiche von Nicola Koch, die nach einem Sturz vom Balkon verstarb. Ein Nachbar hat das Geschehen fotografiert und im Internet verbreitet, wodurch die bittere Wahrheit ans Licht kommt. In der Tatnacht war die stark alkoholisierte Journalistin auf dem Balkon in einen heftigen Streit mit Rosanelli geraten, weil sie sich trotz allem nicht von Ballauf trennen wollte. Beim Versuch, Koch die Schnapsflasche zu entreißen, kam es zu dem tödlichen Sturz. Schenk muss in der Folge als sachlicher Ruhepol agieren, um die Untersuchung voranzutreiben, während für seinen Kollegen die Grenzen zwischen beruflicher Distanz und privatem Ruin komplett kollabieren.








