Mord im Ristorante: LKA-Profiler ermitteln heute (23.07.2026) in "Tod am Rennsteig: Haus der Toten" in der ARD

© MDR/ARD Degeto/Oliver Feist
Der DonnerstagsKrimi in der ARD führt das Publikum heute Abend (23.07.2026) um 20:15 Uhr in die düstere Kulisse des Thüringer Waldes. Im Mittelpunkt des Kriminalfilms "Tod am Rennsteig: Haus der Toten" steht das Team der Operativen Fallanalyse (OFA) vom LKA Erfurt. Wenn klassische Ermittlungsmethoden an ihre Grenzen stoßen, übernehmen Fallanalytiker Jan Kawig (Bernhard Conrad) und die Kriminalpsychologin Annett Schuster (Kristin Suckow) die Regie am Tatort. Verstärkt durch die OFA-Leiterin Marion Dörner (Anne-Kathrin Gummich) sowie Staatsanwältin Lisa Rossmann (Saman Giraud) entfaltet sich ein vielschichtiger Fall, bei dem die Psyche der Beteiligten und verborgene Abgründe im Zentrum der Nachforschungen stehen.
Blutbad im Thüringer Wald und eine traumatisierte Zeugin
Den Auftakt in "Tod am Rennsteig: Haus der Toten" bildet ein spektakuläres Verbrechen in der Abgeschiedenheit: Vier Schüsse zerschneiden die morgendliche Stille, bevor ein vermummter Täter auf einem Geländemotorrad in den Nebel flüchtet. Zurück bleibt ein grausiges Szenario in einem italienischen Ristorante. Zwei Ehepaare, darunter die Wirtsleute Ricarda (Anna-Lena Zühlke) und Toto Sardini (Gregory B. Waldis), wurden hingerichtet. Als einzige Überlebende schwebte die 16-jährige Rebecca (Mariella Aumann) in Lebensgefahr. Das hochgradig traumatisierte Mädchen leidet unter Gedächtnisverlust, rückt für Annett Schuster und Jan Kawig jedoch schnell als Schlüsselfigur in den Fokus der Ermittlungsarbeit.
Mafia-Spuren und ein tiefes Familiendrama
Im weiteren Verlauf von "Tod am Rennsteig: Haus der Toten" verdichten sich zunächst die Hinweise auf eine Hinrichtung im organisieren Verbrechen. Doch je tiefer das OFA-Team aus Erfurt das Umfeld der Opfer und die Rekonstruktion des Tathergangs zerlegt, desto mehr rückt die mutmaßliche Mafia-Spur in den Hintergrund. Was wie ein kühler Auftragsmord wirkte, entpuppt sich als das tragische Ergebnis jahrelang gewachsener Abgründe innerhalb einer komplexen Familiengeschichte.
Beklemmender Psychothriller mit starker Atmosphäre
Der Fernsehkrimi "Tod am Rennsteig: Haus der Toten" besticht vor allem durch seine dichte, melancholische Grundstimmung und die visuell eindrucksvolle Waldkulisse. Die Dynamik zwischen Kristin Suckow und Bernhard Conrad bringt eine erfrischende Note in die deutsche Krimilandschaft, da die psychologische Spurensuche konsequent im Vordergrund steht. Trotz kleinerer Längen im Mittelteil bietet der Film von Regisseur Michael Fetter Nathansky handwerklich solide Unterhaltung mit gelungenen Wendungen.
Der DonnerstagsKrimi "Haus der Toten" aus der Reihe "Tod am Rennsteig" ist auch über die ARD Mediathek abrufbar.








