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Mordfall mit Mafia-Spuren: Zürich-Krimi "Borchert und das Geheimnis des Mandanten" heute (13.06.2026) in der ARD

Samstag, 13.06.2026 13:54 Uhr | Tags: ARD, Krimi, Zürich-Krimi, Christian Kohlund, Ina Paule Klink

Die ARD setzt heute Abend (13.06.2026) auf vertraute, deutsche Krimi-Unterhaltung vor Schweizer Kulisse: Heute um 20:15 Uhr wird der Zürich-Krimi "Borchert und das Geheimnis des Mandanten" in der ARD wiederholt. In diesem 15. Film der Reihe gerät Hauptdarsteller Christian Kohlund als wahrheitsliebender Titelheld in ein tiefes berufsethisches Spannungsfeld. Als "Anwalt ohne Lizenz" übernimmt er die Verteidigung eines Mannes, an dessen Aufrichtigkeit er im Laufe der Ermittlungen immer größere Zweifel hegt. Regisseur Roland Suso Richter inszenierte das Drama nach einem Drehbuch von Robert Hummel und stellt dabei den klassischen Konflikt zwischen reinem Recht und echter Gerechtigkeit in den Mittelpunkt.

Ein Mordfall im Galerie-Milieu

Die Geschichte des Zürich-Krimi "Borchert und das Geheimnis des Mandanten" nimmt ihren Anfang auf einer feinen Vernissage in Zürich. Der "Anwalt ohne Lizenz" Thomas Borchert besucht gemeinsam mit seiner Kanzleikollegin Dominique Kuster (Ina Paule Klink) eine Ausstellung der avantgardistischen Fotografin Corinna Riemer (Julia Richter). Finanziert wird das Event von der einflussreichen Altweger AG. Nur kurz nach der Eröffnung kommt es auf der Straße vor der Galerie zu einem heftigen Streit zwischen dem Geschäftsführer Jürg Altweger (Steffen Münster) und dem Gastronomen Giovanni Lazzari (Michele Cuciuffo), dessen Betrieb das Catering für den Abend stellt. Als Borchert wenig später die Gasse betritt, findet er nur noch die Leiche des Geschäftsmanns. Da die ARD-Krimireihe an dieser Stelle auf bewährte Indizien setzt, findet die Polizei kurz darauf Schmauchspuren bei dem Caterer, woraufhin dieser prompt als Hauptverdächtiger verhaftet wird. Auf Bitten von dessen Ehefrau Cristina (Clelia Sarto) übernimmt die Kanzlei das scheinbar aussichtslose Mandat.

Dunkle Geheimnisse und die Spur nach Frankfurt

Bei den Nachforschungen im Zürich-Krimi "Borchert und das Geheimnis des Mandanten" stoßen die Juristen bald auf massive Widersprüche. Der festgenommene Familienvater Giovanni Lazzari verbirgt etwas und scheint eine ganz bestimmte Bedrohung noch viel mehr zu fürchten als die erdrückenden Indizien der Zürcher Behörden. Durch einen heimlichen Blick in die Ermittlungsakten findet Borchert heraus, dass sein Mandant eine falsche Identität besitzt: Er war einst ein Mafioso in Frankfurt am Main, der als Kronzeuge gegen die kalabrische ’Ndrangheta Aussagen gemacht hatte und ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen wurde. Die Spur führt Borchert direkt in die Mainmetropole zu dem krebskranken, ehemaligen Staatsanwalt Joachim Tennstädt (Thomas Schendel). Dieser offenbart in der ARD-Ausstrahlung, dass das Mordopfer Jürg Altweger einst als Geldwäscher für die Organisation aktiv war. Damit bekommt das Verbrechen eine völlig neue, internationale Dimension.

Ein tödliches Kammerspiel um Rache

Je tiefer Borchert gräbt, desto enger zieht sich das Netz um die Beteiligten. Auch die Künstlerin Corinna Riemer erweist sich als eine undurchschaubare Ratgeberin und treibende Kraft im Hintergrund. Sie ist die Witwe eines Buchhalters, der damals die Mafia-Geschäfte auffliegen lassen wollte und bei einem vermeintlichen Unfall ums Leben kam. Getrieben von einem unerbittlichen Rachefeldzug hat sie den Fall ins Rollen gebracht und schreckt selbst vor weiteren Gewalttaten nicht zurück. Der Zürich-Krimi "Borchert und das Geheimnis des Mandanten" spitzt sich schließlich in einem dramatischen Showdown im Restaurant des Mandanten zu, bei dem Borchert als Geisel genommen wird und um das Leben aller Beteiligten verhandeln muss, während die Polizei vor der Tür zögert.

Solides Pflichtprogramm mit viel Pathos

Der Zürich-Krimi "Borchert und das Geheimnis des Mandanten" erzählt seinen Fall letztlich als ein selbstzufriedenes Moraltheater. Der "Anwalt ohne Lizenz" rennt wieder einmal gegen ein System an, das in dieser Episode so überdeutlich korrupt, verschwiegen und intrigant gezeichnet ist, dass jede feine Nuance unter die Räder kommt. Der Plot wirkt stellenweise wie ein Pflichtprogramm aus Schuld, Verrat und dem typischen Anwaltsheldentum der Reihe. Die Inszenierung setzt spürbar auf viel Pathos, emotionalen Druck und bedeutungsschwere Blicke, während die eigentliche Krimi-Spannung hinter vorhersehbaren Wendungen und einer überladenen Motivlage verschwindet. Am Ende entsteht ein Donnerstags-Krimi für die ARD, der zwar solide funktioniert, aber so sehr auf seine eigene Wichtigkeit pocht, dass er die Leichtigkeit und den Biss früherer Borchert-Fälle vermissen lässt.

Sendedaten und Besetzung im Überblick

KategorieDetails zur Ausstrahlung
Titel Zürich-Krimi: "Borchert und das Geheimnis des Mandanten" (Folge 15)
Sendezeit Samstag, 13. Juni 2026 um 20:15 Uhr in der ARD
Streaming ARD Mediathek (verfügbar bis zum 13.06.2027)
Hauptdarsteller Christian Kohlund als Thomas Borchert ("Anwalt ohne Lizenz")
Wichtige Episoden-Gäste Julia Richter (Corinna Riemer), Michele Cuciuffo (Giovanni Lazzari), Clelia Sarto (Cristina Lazzari)
Stab Regie: Roland Suso Richter | Drehbuch: Robert Hummel

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