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München-Tatort im Doppelpack: Batic und Leitmayr ermitteln in "Die Wahrheit" und "Animals" - heute (31.03.2026) im BR

Dienstag, 31.03.2026 12:59 Uhr | Tags: BR Fernsehen, Krimi, Tatort, Udo Wachtveitl, Miroslav Nemec

Bevor sich Ivo Batic (Miroslav Nemec, li.) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) am Osterwochenende nach 35 Jahren und 100 Fällen mit einer Doppelfolge des München-Tatorts von den Zuschauern verabschieden, wiederholt das BR Fernsehen heute (31.03.2026) gleich zwei Krimis mit dem Münchner Duo. Zur Primetime um 20:15 Uhr läuft zunächst der 10 Jahre alte München-Tatort "Die Wahrheit". Batic und Leitmayr ermitteln im Umfeld einer bürgerlichen Familie, nachdem ein junger Computerexperte ohne erkennbare Motiv brutal erstochen wurde und sich der Täter kurz vor der Festnahme selbst richtet. Um 22 Uhr folgt dann ein ganz besonderes Schmankerl für die Fans von Batic und Leitmayr: der München-Tatort "Animals" ist nämlich der allererste Fall der Münchner Kommissare. In diesem Tatort ermitteln Batic und Leitmayr im Umfeld eines brutal ermordeten Tierschützers, was sie tief in die Konflikte zwischen radikalen Tierrechtsaktivisten und der Fleischindustrie führt.

Abgründe einer Zufallstat: München-Tatort "Die Wahrheit"

Ein banaler Einkaufstag in der Münchner Innenstadt verwandelt sich für die Familie Schröder in einen Albtraum, als Benjamin Schröder (Markus Brandl) vor einer Bankfiliale einem scheinbar Hilfsbedürftigen beistehen will. Statt Dankbarkeit erntet er tödliche Messerstiche, während seine Frau Ayumi (Luka Omoto) und der kleine Sohn Taro (Leo Schöne) fassungslos zusehen müssen. Das Besondere an diesem München-Tatort ist die quälende Langsamkeit der Ermittlung. Über sechs Monate hinweg beißen sich Ivo Batic und Franz Leitmayr die Zähne an widersprüchlichen Zeugenaussagen aus, während der öffentliche Druck und die Kritik von Dezernatsleiter Maurer (Jürgen Tonkel) stetig wachsen. Batic kämpft dabei nicht nur mit dem ungelösten Fall, sondern auch mit massiven Panikattacken, die seine sonst so professionelle Fassade bröckeln lassen.

Die Jagd nach dem Unsichtbaren

Erst als die Fallanalytikerin Christine Lerch (Lisa Wagner) ein psychologisches Profil erstellt, kommt Bewegung in die festgefahrenen Ermittlungen. Ein narzisstischer Psychopath scheint ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei zu treiben, das schließlich in einem dramatischen Showdown im Haus der Witwe gipfelt. Der vermeintliche Täter Bernd Heimann (Sebastian Schwarz) entzieht sich am Ende durch einen Sprung in den Tod der Verantwortung. Doch die bittere Pille für den Zuschauer und die Kommissare bleibt: Heimann war zwar ein Mörder und Geltungssüchtiger, aber nicht der ursprüngliche Täter des ersten Angriffs. Die DNA-Spuren entlasten ihn für den Mord an Schröder, was diesen München-Tatort mit einer beklemmenden Ungewissheit enden lässt, die man im deutschen Fernsehen selten so konsequent erlebt hat.

Wo alles begann: Der Klassiker "Animals"

Später am Abend entführt der BR die Zuschauer zurück ins Jahr 1991, als die Ära Batic und Leitmayr ihren Anfang nahm. In ihrem ersten gemeinsamen Fall "Animals" prallen Idealismus und knallharte Profitgier aufeinander. Die Tierschützerin Angelika Weiss (Angelika Bartsch) versucht verzweifelt, illegale Tierversuche der Firma Pelzer aufzudecken, bezahlt ihren Mut jedoch mit dem Leben, als sie von einem Kampfhund zerfleischt wird. Walter Pelzer (Béla Erny), der skrupellose Unternehmer, versucht die Spuren zu verwischen, doch er hat die Rechnung ohne den Fotografen Fred Grimm (Michael Fitz) gemacht, der belastendes Bildmaterial sichern konnte.

Ein Einstieg mit Ecken und Kanten

Dieser frühe München-Tatort zeigt ein Duo, das sich erst noch finden muss. Während Batic zunächst skeptisch auf die Anschuldigungen der Tierschützer reagiert, geraten die Ermittlungen schnell in eine Spirale aus Erpressung und Gewalt. Besonders dramatisch wird es, als Franz Leitmayr auf einem Bauernhof überrumpelt und in einem Silo gefangen gehalten wird. Das Finale in einer Scheune, bei dem Peter Turm (Edwin Noël) in blinder Wut auf Pelzer schießt und schließlich von dessen Gehilfen Georg Kollberger (Udo Thomer) erschlagen wird, setzt einen düsteren Schlusspunkt unter diesen Einstand. Es ist die perfekte Gelegenheit, noch einmal zu sehen, wie sich die Dynamik zwischen den beiden Hauptkommissaren über die Jahrzehnte entwickelt hat, bevor am Ostersonntag der letzte Vorhang fällt.


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