Münster-Tatort "Fangschuss" zwischen Vaterschaftsschock, Jägerprüfung und Mordfall - heute (27.06.2026) im NDR

© WDR/Martin Menke
Ein mysteriöser Todesfall und ein plötzlicher Vaterschaftsverdacht beschäftigen heute um 20:15 Uhr das TV-Publikum. Mit der Folge "Fangschuss" zeigt der NDR eine Wiederholung des beliebten Münster-Tatorts. In ihrem 31. Fall müssen die Kult-Ermittler Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) ein Netz aus Erpressung und Firmengeheimnissen entwirren. Die packende Geschichte verknüpft einen klassischen Krimi mit einer emotionalen Familiengeschichte, die den sonst so kühlen Kommissar völlig aus der Bahn wirft.
Ein tödlicher Sturz und plötzlicher Vaterschaftsalarm
Der Fall beginnt mit dem Sturz des IT-Experten Sebastian Sandberg von seinem Balkon. Während Thiel und seine Kollegin Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) die Ermittlungen aufnehmen, finden Boerne und seine Assistentin Silke "Alberich" Haller (ChrisTine Urspruch) in der Rechtsmedizin zunächst keine Beweise für ein Fremdverschulden. Die Lage eskaliert, als kurz darauf der Enthüllungsjournalist Jens Offergeld (Christian Maria Goebel) erschossen wird. Mitten in diesem Chaos taucht die junge Leila Wagner (Janina Fautz) auf und flieht ausgerechnet zu Thiel. Ihre krebskranke Mutter hat ihr offenbart, dass der Kommissar ihr Vater sein könnte - was Thiel in akute Panik versetzt und eine heimliche DNA-Analyse durch Silke Haller auslöst.
Erpressung, Entführung und ein brisanter Pinguin
Es stellt sich heraus, dass der ermordete Journalist Offergeld Leilas leiblicher Vater war. Als Leila von dessen Tatort floh, nahm sie unbewusst seinen Autoschlüssel samt einem kleinen Plastikpinguin mit. Dieser unscheinbare Anhänger enthält einen USB-Stick mit hochgradig belastendem Material gegen das Kosmetikunternehmen von Dr. Freya Freytag (Jeanette Hain), die pikanterweise gerade Boernes Jagdprüferin ist. Als Leila versucht, die unbekannten Hintermänner zu erpressen, gerät sie ins Visier der skrupellosen Unternehmerin. Freytag lässt das Mädchen mitten aus Thiels Wohnung entführen und plant, sie bei einer nächtlichen Jagd im Wald kaltblütig zu eliminieren.
Ein packender Fall mit Gänsehaut-Finale im Wald
Das Einschalten lohnt sich bei dieser Wiederholung definitiv, da der Münster-Tatort die Balance zwischen Slapstick - wie Boernes absurden Vorbereitungen auf die Jägerprüfung - und einem echten, dramatischen Thriller-Finale im nächtlichen Forst meisterhaft hält. Besonders das Zusammenspiel zwischen Axel Prahl und der stark aufspielenden Janina Fautz gibt dem Ermittler Thiel eine wunderbare, verletzliche Tiefe. Wer Lust auf eine clevere Geschichte, pointierte Dialoge zwischen dem Ermittler-Duo sowie Staatsanwältin Klemm (Mechthild Großmann) und ein spannendes Finale im Unterholz hat, bekommt hier beste Krimi-Unterhaltung geboten.








