RTL Dschungelcamp 2026: Gil Ofarim vom Pop-Olymp in den tiefen Abgrund

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Die Stille der australischen Nacht bietet oft den Raum für jene Geständnisse, die im hellen Tageslicht keinen Platz finden würden. Während der gemeinsamen Nachtwache am zweiten Tag (24.01.2026) des RTL Dschungelcamps 2026 öffnete sich Gil Ofarim gegenüber seinem Mitstreiter Umut und gewährte tiefe Einblicke in ein Leben, das nach den Schlagzeilen der letzten Jahre in Trümmern lag. Es war ein Gespräch geprägt von Reue, Schmerz und dem festen Entschluss, für seine Kinder wieder ein stabiles Fundament zu schaffen. Gil erzählte offen, dass er nach der Einstellung des aufsehenerregenden Gerichtsverfahrens zwar zu seiner heutigen Frau zurückkehrte, die räumliche Trennung von seinen Kindern aus erster Ehe ihn jedoch bis heute zutiefst belaste. Aus finanziellen Gründen musste er Abstand nehmen und sieht seinen Nachwuchs derzeit nur jedes zweite Wochenende, doch das Versprechen steht felsenfest: Er will zurückkehren, denn er hält seine Worte gegenüber seinen Kindern immer.
Wenn nach dem Urteil alle Türen zuschlagen
Musik war für Gil seit frühester Kindheit die einzige Konstante und der Kern seiner Identität. Er erinnerte sich wehmütig an die Anfänge seiner Karriere, als er von einer Plattenfirma entdeckt wurde und plötzlich als Teenie-Idol beachtliche Erfolge in fernen Ländern wie Asien feierte. Doch dieser Glanz verblasste jäh durch den Vorfall in Leipzig und die darauffolgenden juristischen Auseinandersetzungen, die sein Leben grundlegend veränderten. Gil schilderte eindringlich, dass mit der Einstellung des Verfahrens nicht etwa ein erlösender Neuanfang begann, sondern vielmehr eine Zeit der totalen beruflichen Isolation einsetzte. Wo vorher Möglichkeiten und Angebote waren, herrschte plötzlich lähmender Stillstand; Türen, die jahrelang offen standen, wurden unwiderruflich verriegelt. Der psychische Druck in dieser Zeit war so gewaltig, dass er in Momenten tiefster Verzweiflung den Sinn seines gesamten Daseins infrage stellte.
Der beschwerliche Weg durch die Hölle zurück zum Licht
Sein persönlicher Absturz während der Zeit des Gerichtsverfahrens war laut eigenen Aussagen absolut bodenlos und von Selbstzerstörung geprägt. Gil gab unumwunden zu, in dieser düsteren Phase "gesoffen zu haben wie ein Loch", um den inneren Schmerz und die Scham irgendwie zu betäuben. Erst durch das beherzte Eingreifen seiner Frau und einer Bekannten fand er den Weg in eine Klinik, in der er insgesamt acht Monate verbrachte, um sich seinen Dämonen zu stellen. Diese intensive Zeit forderte ihren Tribut, denn er verlor stolze 25 Kilo und musste mühsam lernen, wieder neuen Lebensmut zu fassen. Der Weg zurück zur Musik führte ihn über kleine, unscheinbare Gigs, bei denen er erst einmal testen wollte, ob das Publikum ihn überhaupt noch hören will und ob er selbst noch die Kraft besitzt, etwas zurückzugeben. Im Dschungeltelefon wurde er schließlich sehr emotional und betonte, dass seine Familie der einzige Grund sei, warum er heute überhaupt noch lebe und atme. Umut zeigte sich sichtlich beeindruckt von dieser Offenheit und dem harten Kampf eines Mannes, der trotz schwerer Fehler versucht, sich wieder aufzurichten.








