Mord im Ruderclub: Kommissar Behringer jagt im Bamberg-Krimi "Rivus" einen Armbrustschützen heute (10.03.2026) bei RTL

© RTL / Redseven Entertainment / Behrus Yazdanfar
Ein lautloser Bolzen zerschneidet die morgendliche Stille auf dem Hütsee und verwandelt eine Trainingseinheit in ein blutiges Drama. RTL zeigt heute Abend (10.03.2026) um 20:15 Uhr den neuen Bamberg-Krimi aus der Reihe "Behringer und die Toten" mit dem Folgentitel "Rivus", der diesmal eine besonders düstere und persönliche Note erhält. Im Zentrum des Geschehens steht ein Heckenschütze, der aus dem Hinterhalt auf ein Ruderboot feuert und dabei die Trainerin Judith Köhler (Antje Hamer) tödlich trifft. Auch Behringers junger Kollege, der Polizist Oscar (Oskar Keymer), wird schwer verletzt und kämpft im Krankenhaus um sein Leben. Für Konrad Behringer (Antoine Monot Jr.) und seine Partnerin Ela Jenning (Cosima Henman) beginnt eine Ermittlung im elitären Milieu eines Ruderclubs, in dem eiserne Disziplin oft nur die Fassade für gefährlichen Ehrgeiz und tiefsitzenden Hass bildet.
Abschied von einer besonderen Kollegin
Diese Episode ist von einer tiefen emotionalen Ebene durchzogen, die weit über das Drehbuch hinausreicht, denn sie markiert den letzten Auftritt von Wanda Perdelwitz. Die Schauspielerin verstarb im Oktober 2025 tragisch bei einem Fahrradunfall, noch bevor alle Szenen für diesen Film vollständig abgedreht waren. Die Produktion stand vor der gewaltigen Herausforderung, das Werk ohne sie fertigzustellen, was den Bamberg-Krimi "Rivus" zu einem bewegenden Vermächtnis macht. Ihre Figur Charly Behlke tritt diesmal aus dem Schatten ihrer bisherigen Beraterrolle heraus und übernimmt einen aktiven, entscheidenden Part bei der Aufklärung des Falls. Dass Charly hier mit so viel Spürsinn und Herz agiert, verleiht dem Krimi eine Erdung, die den Verlust der Darstellerin für das Publikum und das Team schmerzhaft spürbar macht.
Undercover zwischen Ehrgeiz und Abgründen
Während die Ermittlungen Ela in die abgelegene Hütte des militanten Preppers Mike Hartwich (Milian Zerzawy) führen, wählt Charly Behlke einen direkteren Weg in das Herz des Ruderclubs Rivus. Sie begibt sich undercover in ein Para-Boot, um die harten Hierarchien der jungen Sportler zu durchleuchten. Im Fokus stehen dabei die Rudertalente Tamino Winkler (Luke Matt Röntgen) und Henri Kowalt (Oskar von Schönfels), die erbittert um den letzten freien Platz an der Seite des Schlagmanns Samir Zaidoun (Salimou Thiam) kämpfen. Drei junge Männer buhlen um zwei Sitze im Wettkampfboot - eine Konstellation, die Raum für tödliche Rivalität bietet. Charlys Einsatz im Club ermöglicht Einblicke in ein System, in dem Freundschaften zerbrechen und dunkle Geheimnisse unter der Wasseroberfläche lauern, während der Armbrustschütze im Verborgenen bereits das nächste Ziel ins Visier nimmt.
Ein Krimi der leisen Töne und starken Bilder
Die Inszenierung des Bamberg-Krimis "Rivus" verzichtet bewusst auf vordergründigen Humor und setzt stattdessen auf eine konzentrierte, fast schon feierliche Spannung. Die ruhigen Bilder des Kanals und die methodische Ermittlungsarbeit von Behringer führen den Zuschauer durch ein Labyrinth aus familiären Verstrickungen, in dem auch Sebastian Loncar (Jonas Laux) und seine Frau Anne (Jessica Ginkel) ihre Rollen spielen. Als ein zweiter Mord geschieht, wird klar, dass es hier um weit mehr als nur sportlichen Erfolg geht. Der Film besticht durch seine dichte Atmosphäre und eine Figurenführung, die jedem Charakter Raum zur Entfaltung gibt. Am Ende bleibt ein solide erzählter und emotional tiefgehender Bamberg-Krimi, der nicht nur durch seine spannende Jagd auf den Schützen überzeugt, sondern vor allem als würdevoller Abschied von Wanda Perdelwitz im Gedächtnis bleibt.








