RTL Dschungelcamp 2026: Stephen Dürr spricht mit Gil Ofarim offen über eine dunkle Phase seines Lebens

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Die Idylle am australischen Lagerfeuer wich in der vergangenen Nacht einer bedrückenden Ernsthaftigkeit, als Schauspieler Stephen Dürr seinem Mitstreiter Gil Ofarim Einblicke in die dunkelsten Kapitel seiner Karriere gewährte. Es war ein Moment der absoluten Wahrheit, fernab von Showeffekten, in dem der einstige Serienstar über den hohen Preis sprach, den er für seinen frühen Erfolg zahlen musste. Bereits mit 22 Jahren stand er im Rampenlicht und verdiente monatlich stolze 14.000 Mark, doch hinter der glitzernden Fassade von "Unter uns" lauerte eine Welt aus Neid, Missgunst und brutalem Druck. Stephen Dürr schilderte eindringlich, wie er als junges Talent zur Zielscheibe von Leuten wurde, die in ihm lediglich eine Geldmaschine sahen und vor keiner Grausamkeit zurückschreckten, um ihren eigenen Vorteil zu sichern.
Gewalt und falsche Anschuldigungen hinter den Kulissen
Erschreckend offen berichtete Stephen Dürr davon, dass die Branche damals alles andere als zimperlich mit ihm umging und er sogar Opfer physischer Gewalt wurde. Mehrfach sei er von Personen aus seinem Umfeld geschlagen worden, was bei ihm tiefe Ängste auslöste, über die er jahrelang schwieg. Der massive Stress forderte schließlich seinen körperlichen Tribut: In seinem letzten Jahr bei der täglichen Serie litt er unter täglichem Nasenbluten, ein Warnsignal seines Körpers, das von seinem Umfeld jedoch völlig falsch interpretiert wurde. Statt Unterstützung zu erfahren, wurde ihm Arroganz und Drogenkonsum unterstellt, Vorwürfe, die ihn bis heute sichtlich schmerzen. Er betonte gegenüber Gil Ofarim mit Nachdruck, dass er in seinem gesamten Leben niemals Kokain oder andere Drogen angerührt habe, man ihn aber damals einfach als arrogantes Arschloch abstempelte.
Der tragische Verlust des einzigen Lichtblicks
In dieser Zeit der totalen Isolation war sein Rechtsanwalt der einzige Mensch, dem er sich anvertrauen konnte und der für ihn weit mehr als nur ein juristischer Beistand war. Dieser Mann fungierte als eine Art Psychologe und bereitete Strafanzeigen vor, um gegen die Missstände vorzugehen, auch wenn die Beweislast am Ende nicht ausreichte. Die Geschichte nahm jedoch eine traumatische Wendung, als dieser enge Vertraute sich unmittelbar nach einem gemeinsamen Essen das Leben nahm. Für Stephen Dürr war diese Nachricht ein Schock, der durch die Ablehnung der Familie des Verstorbenen noch verstärkt wurde; man gab ihm das Gefühl, eine Schande zu sein, und verbot ihm sogar den Besuch der Beerdigung. Die Last dieser Ereignisse wurde so erdrückend, dass er schließlich mit nichts als einem Rucksack und geliehenem Geld die Flucht nach Los Angeles antrat, um die Scherben seines Lebens hinter sich zu lassen.
Die zweite Chance in der Heimat
Der Wendepunkt in dieser scheinbar ausweglosen Situation kam völlig unerwartet durch einen Anruf aus der alten Heimat, der ihm eine Rolle in der Erfolgsserie "In aller Freundschaft" anbot. Dieser Moment markierte den Beginn eines neuen Lebensabschnitts, in dem Stephen Dürr die Chance ergriff, seine Prioritäten neu zu ordnen und die Dämonen der Vergangenheit endlich zu verarbeiten. Er realisierte, dass dies seine zweite Chance war, die er nicht ungenutzt verstreichen lassen durfte, um sich sowohl beruflich als auch privat wieder zu festigen. Die Offenheit, mit der er diese schmerzhaften Erinnerungen nun im Dschungelcamp teilte, zeigt, wie tief die Wunden der damaligen Zeit saßen und wie wichtig dieser Prozess der Aufarbeitung für ihn persönlich ist. Es ist die Geschichte eines Mannes, der ganz oben war, tief fiel und sich aus eigener Kraft wieder ans Licht kämpfte.








