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Sechs Leichen und ein falscher Verdacht: Zürich-Krimi "Borchert und die Stadt in Angst (2)" heute (28.05.2026) in der ARD

Donnerstag, 28.05.2026 15:34 Uhr | Tags: ARD, Krimi, DonnerstagsKrimi, Zürich-Krimi, Christian Kohlund, Ina Paule Klink

Ein Serienmörder hält die Schweizer Metropole in Atem und zwingt die Ermittler zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Die ARD strahlt heute (28.05.2026) um 20:15 Uhr die Fortsetzung der Doppelfolge "Borchert und die Stadt in Angst" aus und bringt damit den aktuellen Zürich-Krimi zu Ende. Im Mittelpunkt der tragischen Ereignisse steht wieder der eigenwillige "Anwalt ohne Lizenz" Thomas Borchert (Christian Kohlund), der bei seinen Nachforschungen einer Kette von tödlichen Geheimnissen auf die Spur kommt. Regisseur Roland Suso Richter und sein Kameramann Andrés Marder setzen die von Wolf Jakoby erdachte Geschichte am Tag einer Sonnenfinsternis mit einprägsamen, teils mystischen Bildern in Szene. Für den Titelhelden wird die Wahrheitssuche in diesem "Zürich-Krimi" zur Belastungsprobe, bei der er unversehens selbst in Lebensgefahr gerät.

Das Rätsel des Serienmörders und ein folgenschwerer Anschlag

Sechs Leichen wurden inzwischen geborgen, und der Täter hinterlässt an jedem einzelnen Tatort eine bizarre Pappschablone, die Sonne und Mond zeigt. Während in der Bevölkerung die Panik umgeht, versucht die Polizei das rätselhafte Muster hinter den Morden zu entschlüsseln. Hauptmann Furrer (Pierre Kiwitt) glaubt an einen schnellen Ermittlungserfolg und hofft, in dem Verdächtigen Timo Brock (Robin Sondermann) den gesuchten Täter gefunden zu haben. Die Situation in diesem Zürich-Krimi eskaliert jedoch völlig, als die Anwältin Dominique Kuster (Ina Paule Klink) vor den Augen von Borchert unter einen herannahenden Lieferwagen stürzt. Was die Behörden zunächst für einen tragischen Unfall im dichten Stadtverkehr halten, entpuppt sich als ein gezielter Mordanschlag auf Borcherts Kollegin.

Ein gelähmter Zeuge und die Schatten der Vergangenheit

Kurz nach der Attacke auf Dominique gerät auch Borchert selbst direkt in die Schusslinie der unbekannten Drahtzieher, was seinen Verdacht nur noch weiter anheizt. Für den Ermittler steht fest, dass er mit seinen privaten Nachforschungen auf der richtigen Spur ist und der inhaftierte Brock unmöglich der wahre Mörder sein kann. Bei der Suche nach dem echten Motiv rückt ein weit zurückliegender Verkehrsunfall immer tiefer in das Zentrum dieser Episode der Reihe Zürich-Krimi. Bei diesem damaligen Unglück wurde eine komplette Familie ausgelöscht, und einzig der Vater Moritz Bührer (Matthias Weidenhöfer) überlebte die Katastrophe. Die Spur führt Borchert zudem zu dem ehemaligen Speditionsfahrer Jürg Dolmas (David Bennent), der seit dem Vorfall im Rollstuhl sitzt und von seiner Schwester Andrea (Anne Bennent) gepflegt wird. David und Anne Bennent verkörpern dieses tief verschworene Geschwisterpaar mit großer Eindringlichkeit, während ihre Familiengeschichte im Laufe des Abends Stück für Stück aufgeblättert wird.

Fatale Irrtümer auf dem Weg zur Wahrheit

Der Weg zur Aufklärung verläuft für den erfahrenen Juristen allerdings alles andere als geradlinig, denn der gerissene Täter versteht es, falsche Fährten zu legen. Borchert zieht im Dickicht der spärlichen Beweise zunächst die vollkommen falschen Schlüsse und bringt sich sowie sein gesamtes Umfeld damit in eine bedrohliche Lage. Das Zusammenspiel zwischen den offiziellen Schritten der Polizei und Borcherts unkonventioneller Sturheit verleiht dem Zürich-Krimi in diesem zweiten Teil eine immense dramaturgische Dichte. Wer anspruchsvolle Kriminalgeschichten mit einer dichten Atmosphäre und starken schauspielerischen Leistungen schätzt, bekommt in der ARD einen passenden Fernsehabend geboten.

Beide Teile des Zürich-Krimis "Borchert und die Stadt in Angst" sind auch über die ARD Mediathek abrufbar (verfügbar bis zum 21.05.2027).


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