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Tatort-Klassiker "Schüsse in der Schonzeit" mit Gustl Bayrhammer heute (02.08.2025) im BR Fernsehen

Samstag, 02.08.2025 12:44 Uhr | Tags: BR Fernsehen, Krimi, Tatort

Heute Abend (02.08.2025) um 20:15 Uhr kehrt eine wahre Krimi-Legende auf die Bildschirme zurück. Der BR wiederholt den "Tatort"-Klassiker "Schüsse in der Schonzeit" aus dem Jahr 1977. In der Hauptrolle brilliert der unvergessene Gustl Bayrhammer (Kriminalhauptkommissar Melchior Veigl), der als ur-bayerischer Ermittler mit trockenem Humor, viel Intuition und einer charmanten Missachtung von Dienstvorschriften zum absoluten Publikumsliebling wurde. In dieser Folge beweist der Kommissar einmal mehr, dass er sich auch in einem undurchsichtigen Fall nicht aus der Ruhe bringen lässt.

Tödliche Jagdgründe

Kommissar Veigl (Gustl Bayrhammer) und seine Kollegen Ludwig Lenz (Helmut Fischer) und Brettschneider (Willy Harlander) werden zu einem Mordfall gerufen. Die Leiche einer jungen Frau wurde in einem Waldstück gefunden, die offenbar erschossen wurde. Die Ermittlungen nehmen ihren Anfang bei einer Ausflugsgaststätte, von der nur zwei Kilometer entfernt ein Auto gestohlen wurde. Schnell stellt sich heraus, dass der Wirt Dirscherl (Jörg Hube) in illegale Geschäfte verwickelt ist. Er bezieht sein Fleisch von Wilderern. Die Kommissare überführen den jungen Metzger Biwi Landthaler (Werner Asam) der Wilderei. Doch die Jagd nach dem Täter nimmt eine unerwartete Wendung, als der Stiefvater von Biwi, Hannes Mader (Siegfried Rauch), gesteht, die ermordete Frau als Anhalterin mitgenommen zu haben.

Lügen, Laster und ein tragischer Unfall

Unter Mordverdacht geraten, behauptet Mader (Siegfried Rauch), er habe die junge Frau mit in seine Jagdhütte genommen, wo ein Einbrecher sie versehentlich erschossen hätte. Aus Angst, dass seine Ehefrau Frau Mader (Veronika Fitz) von dem Seitensprung erfahre, habe er die Leiche weggeschafft. Doch Veigl (Gustl Bayrhammer) deckt die Wahrheit auf: Biwi hatte seinen Kumpel Dscho (Martin Semmelrogge) zu einem Einbruch in das Jagdhaus angestiftet, in der Annahme, es sei leer. Die Absicht war es, den verhassten Stiefvater zu ärgern. Als Dscho (Martin Semmelrogge) die Frau überraschend antraf, wollte er nur in die Luft schießen, tötete sie dabei aber aus Versehen. Unter dem Druck der Polizei erpresst Dscho seinen Komplizen Biwi (Werner Asam) und zwingt ihn zur Flucht. Bei überhöhter Geschwindigkeit verursacht Dscho einen tragischen Verkehrsunfall, bei dem Biwi getötet wird. Dscho selbst wird verletzt und kann nach dem Unfall verhaftet werden.

Lohnt sich das Einschalten?

Die Frage, ob ein fast 50 Jahre alter "Tatort" mit den heutigen Produktionen mithalten kann, ist berechtigt. "Schüsse in der Schonzeit" ist ein Kind seiner Zeit, was sich vor allem im Tempo, dem Humor und der visuellen Ästhetik widerspiegelt. Die Geschichte ist langsamer erzählt, und die Kameraführung ist weniger dynamisch als man es von heutigen Krimis gewohnt ist. Auch die Dialoge sind stark von bayerischem Dialekt und der damaligen Alltagssprache geprägt, was den Charme der Episode ausmacht, aber auch eine gewisse Gewöhnung erfordert.

Dennoch ist der Krimi aus heutiger Sicht durchaus sehenswert. Er bietet einen faszinierenden Einblick in die Anfänge der Reihe und in die unkonventionelle Ermittlungsarbeit von Kommissar Veigl. Der Fall selbst ist komplex und überraschend, mit einer cleveren Auflösung. Wer bereit ist, sich auf eine andere Erzählweise einzulassen und die authentische Atmosphäre eines Klassikers zu schätzen weiß, wird mit einem spannenden und tiefgründigen Krimi belohnt. Es ist keine moderne, actiongeladene Unterhaltung, sondern eine Zeitreise in die deutsche Fernsehkultur der 70er Jahre, die man sich nicht entgehen lassen sollte.


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