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Von der Spielzeugbox in die Realität: "Barbie" auf der Suche nach dem wahren Leben - heute (13.05.2026) auf RTL

Mittwoch, 13.05.2026 14:36 Uhr | Tags: RTL, Blockbuster

Rosa Farbtupfer mischen sich heute (13.05.2026) in das Abendprogramm, wenn RTL um 20:15 Uhr mit "Barbie" noch einmal eines der größten Kinospektakel der letzten Jahre auf den Bildschirm bringt. In Barbieland ist die Welt noch in Ordnung: Jeder Tag ist perfekt, die Sonne strahlt über den pastellfarbenen Traumhäusern und Stereotyp-Barbie (Margot Robbie) genießt ein Leben ohne Sorgen. An ihrer Seite weicht Ken (Ryan Gosling) ihr nicht von der Seite, auch wenn seine gesamte Existenz eigentlich nur daraus besteht, von Barbie wahrgenommen zu werden. Doch die makellose Fassade bekommt Risse, als Barbie plötzlich von Gedanken an die Vergänglichkeit und unerwarteten körperlichen Veränderungen heimgesucht wird. Um dem Rätsel auf den Grund zu gehen, verlässt sie ihre Plastikwelt und reist gemeinsam mit Ken in die reale Welt nach Los Angeles.

Ein Kulturschock mit Folgen

Die Ankunft in der Realität gerät für das Duo zur Zerreißprobe. Während Barbie schockiert feststellt, dass Frauen hier keineswegs alle Machtpositionen innehaben und sie selbst oft nur als Objekt betrachtet wird, macht Ken eine für ihn berauschende Entdeckung. Er lernt das Konzept des Patriarchats kennen und ist fasziniert von der Idee, dass Männer die Welt regieren könnten. Während Barbie versucht, ihre einstige Besitzerin zu finden und dabei auf die rebellische Teenagerin Sasha (Ariana Greenblatt) trifft, kehrt Ken heimlich nach Barbieland zurück. Mit im Gepäck hat er eine Ideologie, die das friedliche Matriarchat in kürzester Zeit in ein von Testosteron und Pferden geprägtes "Kendom" verwandelt.

Flucht vor den Anzugträgern

Barbie gerät derweil ins Visier des Spielzeugherstellers Mattel. Der ausschließlich männliche Vorstand rund um den CEO (Will Ferrell) fürchtet das Chaos, das eine lebendige Puppe in der echten Welt anrichten könnte. Auf ihrer Flucht erhält Barbie unerwartete Hilfe von Gloria (America Ferrera), einer Mattel-Mitarbeiterin, und deren Tochter Sasha. Es stellt sich heraus, dass Glorias eigene Melancholie und ihre Zeichnungen der Auslöser für Barbies Identitätskrise waren. Gemeinsam kehren die drei Frauen zurück in ein Barbieland, das sie kaum wiedererkennen: Die einst stolzen Barbies wurden einer Gehirnwäsche unterzogen und dienen den Kens nun als schmückendes Beiwerk.

Kampf um die eigene Identität

Es beginnt eine Rettungsaktion, die nicht nur die Befreiung von Barbieland zum Ziel hat, sondern auch die Emanzipation beider Geschlechter von starren Rollenbildern. Gloria rüttelt die anderen Puppen mit einer flammenden Rede über die widersprüchlichen Erwartungen an Frauen wach. Am Ende steht nicht nur der Sieg über das Kendom, sondern auch die Versöhnung. Die Kens erkennen, dass sie mehr sein dürfen als nur ein Anhängsel, und Stereotyp-Barbie trifft nach einer Begegnung mit dem Geist ihrer Erfinderin Ruth Handler (Rhea Perlman) eine lebensverändernde Entscheidung. Sie möchte kein Spielzeug mehr sein, sondern als Mensch in der realen Welt mit all ihren Fehlern und Gefühlen leben.

Ein Pop-Phänomen der Extraklasse

Der Film wirkt wie ein grell überdrehtes, aber präzise komponiertes Pop-Spektakel, weil Greta Gerwig die Spielzeugwelt als Bühne für Identität und Selbstbestimmung nutzt. Die Inszenierung verbindet Musical-Energie und Pastellarchitektur zu einem Werk, das Humor und Gesellschaftsblick zu einem Kommentar über Freiheit bündelt. Ein interessantes Detail am Rande: Die Sets wurden bewusst 23% kleiner gebaut, damit die Schauspieler im Raum groß und puppenhaft wirken. Zudem führte der massive Einsatz von Rosa am Set laut Insidern zeitweise zu einem weltweiten Engpass dieser speziellen Farbe. Wer mittwochs kein Pink trug, wurde am Set übrigens zur Kasse gebeten - eine Regel von Margot Robbie, die am Ende sogar die männliche Crew mit eigenen pinken Shirts begeisterte.


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