Western "Die Troublemaker": Bud Spencer und Terence Hill reiten heute (21.01.2026) wieder auf NITRO

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Eingefleischte Fans des schlagkräftigsten Duos der Filmgeschichte sollten heute Abend (21.01.2026) unbedingt NITRO einschalten, wenn um 20:15 Uhr mit "Die Troublemaker" ein ganz besonderes Spätwerk der beiden Legenden über den Bildschirm flimmert. In diesem unterhaltsamen Western schlüpfen Bud Spencer und Terence Hill in die Rollen der ungleichen Brüder Travis und Moses, die sich seit Jahren konsequent aus dem Weg gehen. Der Grund für die Funkstille ist simpel wie effektiv: Wann immer die beiden aufeinandertreffen, endet das Ganze unweigerlich in wüsten Beschimpfungen, fliegenden Fäusten und absolutem Chaos. Doch ein rührender Brief ihrer Mutter soll das Unmögliche möglich machen und die Streithähne pünktlich zum Weihnachtsfest wieder an einen Tisch bringen.
Zwei Brüder und ein falscher Schatz
Travis ist ein waschechter Lebenskünstler und Spieler, der die Freiheit liebt und sesshaftem Leben bisher erfolgreich aus dem Weg gegangen ist. Ganz anders verhält es sich bei seinem Bruder Moses, der als Kopfgeldjäger sein Geld verdient, um seine riesige Kinderschar von mittlerweile zehn Köpfen durchzufüttern. Da Travis genau weiß, dass Moses niemals freiwillig mit ihm zum Haus der Mutter reiten würde, greift er zu einer hinterlistigen Täuschung. Er lockt den Gauner Sam Stone mit der Aussicht auf einen erfundenen Schatz zum mütterlichen Heim und überzeugt seinen Bruder gleichzeitig davon, dass die geliebte Mama von einem gefährlichen Schurken bedroht wird, auf den ein saftiges Kopfgeld ausgesetzt ist. Mit der Aussicht auf 5.000 Dollar im Gepäck lässt sich Moses schließlich breitschlagen, und das ungleiche Gespann begibt sich auf eine turbulente Reise.
Blaue Bohnen und ein hungriger Bär
Der Weg nach Hause entpuppt sich als Spießrutenlauf voller Gefahren und skurriler Begegnungen, der den beiden alles abverlangt. Während Moses zwischenzeitlich sogar hinter schwedischen Gardinen landet und nur um Haaresbreite dem Galgentod entkommt, findet Travis zwischendurch tatsächlich Zeit für die Liebe. Er verguckt sich in eine engagierte Tierärztin, die versucht, in der rauen Wildnis eine Praxis aufzubauen und dabei ständig von einer skrupellosen Banditenbande schikaniert wird. Als wäre das nicht schon genug Ärger, gesellt sich auch noch ein recht hartnäckiger Braunbär zu der Reisegesellschaft, der Travis und Moses buchstäblich zum Fressen gern hat. Es bleibt bis zum Schluss spannend, ob die beiden Raufbolde es rechtzeitig schaffen, ihren Zwist beizulegen und der Mutter ein friedliches Weihnachtsfest zu bescheren.
"Die Troublemaker" setzt ganz auf den vertrauten Charme von Bud Spencer und Terence Hill, erreicht aber nicht die Leichtigkeit ihrer früheren Klassiker, weil der Film stärker auf formelhafte Gags und gemächliche Szenenabläufe setzt, die den typischen Witz etwas ausbremsen. Die Westernkulisse wirkt zwar liebevoll gestaltet, doch die Inszenierung bleibt oft behäbig und verlässt sich zu sehr auf Nostalgie statt auf frische Ideen. Dadurch bleibt der Humor zwar warm und gutmütig, zündet aber selten mit der gewohnten Durchschlagskraft früherer Werke. Am Ende steht ein sympathisches, aber spürbar spätes Werk, das vor allem durch die schiere Präsenz des legendären Duos getragen wird und weniger durch seine erzählerische Energie überzeugt.









