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ZDF-Herzkino "Männer & Gedöns": Warum das Alte Land heute (03.05.2026) Kopf steht

Sonntag, 03.05.2026 13:54 Uhr | Tags: ZDF, Herzkino, Felicitas Woll

Das ZDF zeigt heute (03.05.2026) um 20:15 Uhr den Herzkino‑Film "Männer & Gedöns" aus der Reihe "Neuer Wind im Alten Land" und rückt dabei die männliche Gefühlswelt auf eine herrlich ironische Weise ins Rampenlicht. Beke Rieper (Felicitas Woll) plant eigentlich nur eine kleine Reportage über lokale Anzeigenportale, um das Sommerloch der Altländer Zeitung zu füllen. Dabei stößt sie auf Rosie Pötter (Anna König), die als Verkaufsqueen von Jork bekannt ist. Doch Rosie hat nicht nur alte Stehlampen im Angebot, sondern glaubt fest daran, über das Portal auch ihre große Liebe gefunden zu haben. Seit Monaten schreibt sie mit dem Krankenpfleger Toni Casselli (Jonathan Müller) aus Berlin. Als dieser jedoch zum lang ersehnten Date einfach nicht erscheint, wandelt sich Bekes lockere Story in eine Suche nach der Wahrheit.

Zwischen Liebeslügen und emotionalem Sperrmüll

Beke nutzt einen Besuch bei ihrer Mutter Renate Rieper (Hildegard Schroedter), um in Berlin nach dem ominösen Toni zu forschen. Was sie dort herausfindet, ist alles andere als romantisches Herzkino: Der echte Toni hat keine Ahnung von Rosies Existenz. Eine einsame Patientin hat seine Identität missbraucht, um sich eine Traumwelt zu erschaffen. Dieser Film aus der Reihe "Neuer Wind im Alten Land" thematisiert hier sehr treffend das Motiv des emotionalen Aufräumens. Beke steht vor dem Dilemma, ob sie die bittere Wahrheit aussprechen soll, während Gerd Rieper (Volker Meyer‑Dabisch) in der Heimat versucht, die Wogen zu glätten. Die Episode zeigt eindrucksvoll, wie sich hinter dem namensgebenden Gedöns oft tiefe menschliche Einsamkeit verbirgt.

Wenn Platzhirsche das Kriegsbeil begraben

In Jork sorgt unterdessen Bekes Privatleben für mächtig Wirbel unter den Männern. Dass sie einen prickelnden Sommer mit dem Basketballer Tom Philipps (Theo Trebs) verbringt, schmeckt Paul Harms (Steve Windolf) und David Hofstetter (Martin Bretschneider) überhaupt nicht. In einer fast schon tragikomischen Allianz verbünden sich die beiden Rivalen, um den unliebsamen Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen. "Männer & Gedöns" spielt hier köstlich mit klassischen Rollenbildern, die zwischen altem Machthabitus und moderner Selbstfindung ordentlich ins Wanken geraten. Es ist die ungewollte Komik der männlichen Figuren, die ihre Probleme oft selbst verschärfen, die diesen Teil der Reihe so besonders macht.

Ein gelungener Blick hinter die männliche Fassade

Der Herzkino-Film "Männer & Gedöns" aus der Reihe "Neuer Wind im Alten Land" überzeugt durch seine kluge Mischung aus leisem Humor und ernsthaften Zwischentönen, ohne dabei in schwulstige Muster zu verfallen. Die Inszenierung nutzt die ländliche Idylle des Alten Landes perfekt als Bühne für das emotionale Chaos, das heute Abend im Zentrum steht. Besonders die Verschiebung des Fokus auf die männliche Verletzlichkeit ist innerhalb der Reihe eine erfrischende Abwechslung. "Männer & Gedöns" bleibt trotz der ernsten Themen leichtfüßig und punktet mit einer ehrlichen Beobachtungsgabe für die kleinen und großen Nebenkriegsschauplätze des Lebens. Ein absolut runder Abend für alle, die wissen, dass Liebe oft mehr Arbeit bedeutet als ein Inserat auf einem Anzeigenportal.

Der Herzkino-Film "Männer & Gedöns" aus der Reihe "Neuer Wind im Alten Land" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar.


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