Zwei Leichen, eine Spur: Blutige Yoga-Stunden in "Die große Gier" aus der Reihe "Mordufer" heute (20.03.2026) im ZDF

© ZDF/Patrick Pfeiffer Konstanz
Ein mysteriöser Leichenfund am Ufer des Bodensees bildet heute (20.03.2026) um 20:15 Uhr im ZDF den Auftakt für einen neuen Fall der Freitagskrimi-Reihe "Mordufer". In der dritten Episode mit dem Titel "Die große Gier" werden die Zuschauer Zeuge, wie zwei scheinbar völlig unterschiedliche Schicksale in einem blutigen Geflecht aus Betrug und persönlichen Abgründen zusammenlaufen. Die Kommissarinnen Doro Beitinger (Franziska Weisz) und Chiara Locatelli (Maria Wördemann) stehen vor der gewaltigen Aufgabe, eine Brücke zwischen einer erschlagenen Beamtin am Wasser und einer toten Ingenieurin in ihrer Wohnung zu schlagen. Was zunächst wie zwei isolierte Tragödien wirkt, entpuppt sich schnell als ein komplexes Puzzle, bei dem die Puzzleteile in einer Welt voller Kleinkriminalität verborgen liegen.
Rätselhafte Verbindungen im Yogastudio
Besonders auffällig ist bei den Ermittlungen ein Detail, das beide Opfer auf unerwartete Weise zusammenführt: Sowohl die Beamtin Petra Schiller (Beate Constanze Pitronik) als auch die Ingenieurin Geraldine Herrenberg besuchten dasselbe Yogastudio. Dieser ungewöhnliche Ermittlungsansatz rückt den Yogalehrer Till Gröschner (Nicola Mastroberardino) ins Visier der Polizei. Während die Recherchen ergeben, dass die Beamtin Schiller weit über ihre finanziellen Verhältnisse lebte, scheint das Motiv bei der Ingenieurin tiefer in ihrer beruflichen Tätigkeit zu liegen. Geraldine Herrenberg forschte zuletzt an einem brisanten Projekt und fühlte sich offenbar verfolgt, was den Fall um eine paranoide und gefährliche Komponente erweitert. Doro und Chiara müssen herausfinden, ob der spirituelle Rückzugsort in Wahrheit als Drehscheibe für kriminelle Machenschaften diente.
Verdächtige im privaten und beruflichen Umfeld
Unterstützung erhalten die Ermittlerinnen von Susanne Herrenberg (Johanna Bittenbinder), der Mutter der getöteten Ingenieurin, die den Fokus auf den Ex-Mann ihrer Tochter lenkt. Reto Schär (Philippe Graber) war der Schwiegermutter schon immer suspekt, und es stellt sich die brennende Frage, ob er die Trennung wirklich so unbeschadet verkraftet hat, wie er nach außen hin vorgibt. Gleichzeitig werfen die Ermittlungen im Kollegenkreis der Beamtin weitere Fragen auf, da ihr luxuriöser Lebensstil absolut nicht zu ihrem offiziellen Einkommen passte. Gemeinsam mit ihren Kollegen Florian Jäger (Lucas Prisor) und Nico Arnold (Paul Ahrens) tauchen die Kommissarinnen immer tiefer in ein Milieu ein, in dem die Grenze zwischen bürgerlicher Fassade und krimineller Energie gefährlich verschwimmt.
Routine mit Bodensee-Kulisse
Obwohl die landschaftliche Einbettung am Bodensee erneut durch eine dichte Atmosphäre besticht, bleibt die erzählerische Schärfe in diesem Fall hinter den Erwartungen zurück. Die beiden Handlungsstränge laufen lange Zeit nebeneinander her, ohne dass einer der Fälle wirklich an emotionaler Wucht gewinnt. Die Darsteller, darunter auch Ralf Bauer als Stefan Schlegel und Ronald Kukulies als Gregor Eisen, liefern eine solide Leistung ab, doch die Entwicklung der Hauptfiguren tritt in dieser Folge etwas auf der Stelle. Letztlich bietet "Die große Gier" routinierte Krimikost für den Freitagabend, die vor allem durch die Verknüpfung ungleicher Welten - vom sterilen Ingenieurbüro bis zum meditativen Yogastudio - kurzzeitig für Interesse sorgt, ohne jedoch nachhaltig zu überraschen.
Alle vier Folgen aus der Krimireihe "Mordufer" sind bereits über die ZDF Mediathek abrufbar.








