Axel Milberg im Visier eines Psychopathen: Kiel-Tatort "Borowski und der gute Mensch" heute (07.06.2026) in der ARD

© NDR/Christine Schröder
Im Rahmen der Tatort-Sommerpause läuft heute um 20:15 Uhr in der ARD der Kiel-Tatort "Borowski und der gute Mensch". In diesem hochemotionalen Finale einer düsteren Trilogie sieht sich Kriminalhauptkommissar Klaus Borowski (Axel Milberg) mit der Rückkehr seines schlimmsten Albtraums konfrontiert: Der psychopathische Frauenmörder Kai Korthals (Lars Eidinger) bricht aus dem Maßregelvollzug aus. Der Ausnahmeschauspieler Lars Eidinger setzte sich bereits ein halbes Jahr vor dem Drehbeginn mit dem Regisseur und dem Autoren Sascha Arango zusammen, um das Drehbuch aktiv mitzugestalten. Das Ergebnis ist ein von der ersten Minute an hochkonzentriertes Psychoduell zwischen dem erfahrenen Kieler Ermittler und einem unberechenbaren Serienkiller, das weit über die Mechanismen eines gewöhnlichen Fernsehkrimis hinausreicht.
Eine blutige Flucht und Borowskis erste Spur
Das Schreckensszenario im Kiel-Tatort "Borowski und der gute Mensch" bricht los, als eine abgebrochene Theaterprobe im Gefängnis eine folgenschwere Revolte unter den Insassen auslöst, bei der Korthals einen Brand legt und einen Feuerwehrmann tötet. Getarnt in der Uniform des Opfers flieht das Monster in die Freiheit und hinterlässt auf seinem Weg durch Schleswig-Holstein sofort eine neue blutige Spur, indem er die junge Emily Schumann (Anna-Lena Doll) an einem einsamen See ermordet. Während der verzweifelte Vater Manfred Schumann (Hans-Uwe Bauer) die polizeiliche Arbeit fortan Tag und Nacht belagert, nimmt Klaus Borowski gemeinsam mit seiner Kollegin Mila Şahin (Almila Bagriacik) sofort die obsessive Verfolgung auf. Die Ermittler stellen schnell fest, dass der Flüchtige gezielt Unterschlupf bei der blinden Telefonseelsorgerin Teresa Weinberger (Sabine Timoteo) gesucht hat, die Korthals während seiner Haftzeit mit glühende Liebesbriefen überhäuft hat und noch immer an das Gute in ihm glaubt.
Das hochgefährliches Spiel auf dem Balkongeländer
Als Klaus Borowski und seine Partnerin die Wohnung der blinden Frau stürmen wollen, kommt es zu einer dramatischen Jagd über die Dächer, bei der der Kommissar am Balkongeländer abzustürzen droht. In einem Akt bizarren Verbundenheit rettet ausgerechnet der gesuchte Frauenmörder dem Ermittler das Leben, woraufhin Borowski ihn in diesem Schockmoment entkommen lässt. Kurz darauf eskaliert die Situation völlig, als Korthals in Borowskis Privatwohnung eindringt, den zurückkehrenden Kommissar nach einer bitteren Konfrontation mit seiner traumatischen Kindheit bewusstlos schlägt und danach auch noch Mila Şahin überwältigt, um sie im Kofferraum einzusperren. Mit dem Wagen der Kollegin entführt der Psychopath die blinde Teresa erneut, doch als diese die Hilferufe der eingesperrten Polizistin aus dem Kofferraum hört, bricht das Trugbild des "guten Menschen" für sie zusammen, und sie flieht entsetzt vor ihrem Entführer.
Die emotionale Abrechnung auf dem Parkplatz
Der nervenaufreibende Kiel-Tatort "Borowski und der gute Mensch" verzichtet fast vollständig auf klassische Indiziensuche und stellt stattdessen Borowskis persönliche Betroffenheit und die unheimliche Faszination des Bösen in den Vordergrund. Das fesselnde Finale verlagert sich schließlich direkt auf den Parkplatz des Polizeipräsidiums, auf dem Korthals den Ermittler zu einer letzten Konfrontation herausfordert. Als der rachsüchtige Vater Manfred Schumann mit einer Waffe anlegt, um den Mörder seiner Tochter eigenhändig zu erschießen, stellt sich Klaus Borowski schützend vor seinen Erzfeind, um die Schuld für seine eigene Rettung am Balkon zu begleichen. Nach einem letzten Dankeschön richtet sich Korthals selbst und hinterlässt dem tief erschütterten Kommissar ein persönliches Notizbuch mit einer Widmung. Ein meisterhaft gespielter Ausnahmefilm, dessen Wiederholung sich während der schauplatzfreien Tatort-Sommerpause für jeden Fan des anspruchsvollen Thrillers absolut lohnt.








