Chicken Wings, Piccolinis & Cornetto: "besseresser" Sebastian Lege entlarvt die Labor-Tricks aus der Tiefkühltruhe - heute (24.03.2026) im ZDF

© ZDF/Kai Schulz
Das ZDF nimmt heute (24.03.2026) um 20:15 Uhr die Versprechen der Lebensmittelkonzerne unter die Lupe, wenn Sebastian Lege in einer neuen Ausgabe von "besseresser: Die Tricks von Langnese, Wagner & Co." die Geheimnisse der Industrie lüftet. In seiner Werkstatt zerlegt der Lebensmittelexperte beliebte Klassiker in ihre Einzelteile und zeigt mit einer gehörigen Portion Leidenschaft, wie aus billigen Rohstoffen teure Lifestyle-Produkte entstehen. Ob aufgepumpte Fleischhäppchen oder Eiscreme, die der Sonne trotzt - der Zuschauer erfährt hautnah, mit welchen Kniffen im Supermarktregal gearbeitet wird. Dabei geht es nicht nur um die Zutatenlisten, sondern vor allem um die Frage, wie viel echtes Lebensmittel eigentlich noch in den bunten Verpackungen steckt, wenn Chemie und Technik das Kommando übernehmen.
Tricks der Industrie: Wie Wasser in die Chicken Wings kommt
Chicken Wings haben seit der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts eine beispiellose Karriere vom einfachen Snack in den USA zum globalen Verkaufsschlager hingelegt, was allein die unglaubliche Zahl von 1,5 Milliarden verzehrten Flügeln zum Superbowl 2025 unterstreicht. Doch wer hierzulande zur Tiefkühlpackung greift, bekommt oft deutlich weniger Natur, als die Optik vermuten lässt, da der Fleischanteil meist gerade einmal bei 92 Prozent liegt. Sebastian Lege demonstriert eindrucksvoll, wie die Industrie das fehlende Gewicht durch Flüssigwürze ersetzt und die Fleischfasern regelrecht aufpumpt. Ein geschickt konstruierter, knuspriger Mantel sorgt schließlich dafür, dass der Kunde den Unterschied kaum bemerkt, während die Gewinnmargen der Hersteller durch den Einsatz von billigem Wasser und Zusatzstoffen in die Höhe schießen.
Das Rätsel der Piccolinis: Teurer Snack im Check bei Sebastian Lege
Der Hersteller Wagner hat mit seinen Piccolinis das Segment der Mini-Pizzen im Alleingang groß gemacht und als unkomplizierten Snack für zwischendurch in den Köpfen der Verbraucher verankert. Was vordergründig als abwechslungsreiche Kleinigkeit beworben wird, entpuppt sich beim genauen Hinsehen als hochprofitables Geschäftsmodell, das Sebastian Lege in seiner Küche akribisch nachbaut. Er zeigt auf, dass der Preis pro Kilogramm bei den winzigen Teigfladen oft in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Herstellungskosten steht. Die Bequemlichkeit der Konsumenten, die für portionierte Häppchen gerne tiefer in die Tasche greifen, wird hier zum Motor für ein Millionengeschäft, bei dem der eigentliche Warenwert des Belags oft zur Nebensache gerät.
Eis ohne Schmelzgefahr: Das Geheimnis hinter dem Cornetto-Erfolg
Langnese landet mit dem Cornetto regelmäßig auf den vordersten Plätzen der Beliebtheitsskala, doch hinter dem Genuss verbirgt sich ein Arsenal an technologischen Hilfsmitteln. Damit die Waffel trotz des direkten Kontakts mit der Füllung knusprig bleibt, setzt der Konzern auf eine isolierende Kakaoglasur, die als Feuchtigkeitssperre fungiert. Noch raffinierter ist der Einsatz von Natriumalginat, das dafür sorgt, dass die Eiscreme selbst in der prallen Mittagssonne nur extrem langsam schmilzt und ihre cremige Konsistenz über Monate im Froster bewahrt. Sebastian Lege macht deutlich, dass diese "Wunderwaffen" der Lebensmitteltechnik zwar für ein perfektes Esserlebnis sorgen, aber eben auch zeigen, wie weit sich modernes Speiseeis von einer handwerklichen Herstellung entfernt hat.
"besseresser: Die Tricks von Langnese, Wagner & Co." ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar.








