Das Ende des Schweigens: Neue Wende im Mordfall Sonja Hurler - heute (21.01.2026) bei "Aktenzeichen XY... ungelöst"

© ZDF/Saskia Pavek
Es ist einer der dunkelsten Kriminalfälle der bayerischen Nachkriegsgeschichte, der die Menschen im Allgäu seit über vier Jahrzehnten fassungslos zurücklässt. Am 13. Juli 1981 verschwand die erst 13-jährige Sonja Hurler in Kempten spurlos. Nach einem Besuch in einer Gaststätte war es zu einem banalen Streit mit ihrer Mutter gekommen, woraufhin das Mädchen beschloss, die Nacht bei ihrer Großmutter zu verbringen. Doch dort kam sie nie an. Erst zwei Monate später endeten alle Hoffnungen auf eine glückliche Rückkehr, als ihre Leiche in einem Gebüsch nahe einer ehemaligen Kiesgrube entdeckt wurde. Die Obduktion bestätigte damals den grausamen Verdacht: Das Kind war Opfer eines Sexualverbrechens geworden und wurde anschließend erwürgt. Trotz intensiver Ermittlungen blieb der Mörder über 44 Jahre lang unbestraft.
Ein Verdacht, der die Familie erschüttert
In der heutigen Ausgabe (21.01.2026 um 20:15 Uhr) von "Aktenzeichen XY... ungelöst" präsentiert die Kriminalpolizei Kempten nun eine Wendung, die den Fall in ein völlig neues Licht rückt. Die Ermittler gehen mit einem "ungeheuerlichen Verdacht" an die Öffentlichkeit, der direkt in das einstige familiäre Umfeld des Opfers führt. Nach neuesten Erkenntnissen und einer erneuten Bewertung alter Zeugenaussagen richtet sich der Fokus der Beamten nun gegen den verstorbenen Stiefvater des Mädchens. Was jahrelang als tragisches Verbrechen eines Unbekannten am Wegesrand galt, könnte in Wahrheit ein Familiendrama gewesen sein, das über Jahrzehnte hinweg durch Schweigen gedeckt wurde. Die Polizei vermutet nun, dass der Mann die Situation in jener Julinacht ausgenutzt hat, um sein Stiefkind abzufangen und zu töten.
Die Suche nach den Mitwissern von damals
Obwohl der Hauptverdächtige inzwischen verstorben ist und juristisch nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden kann, ist das Ziel der Ermittler klar: Sie wollen den Fall für die Hinterbliebenen endgültig lösen und die Wahrheit ans Licht bringen. In der Sendung wird Rudi Cerne gemeinsam mit den Beamten der Kripo Kempten gezielt Fragen an Personen stellen, die Sonja oder ihren Stiefvater im Jahr 1981 kannten. Die Polizei geht davon aus, dass es Menschen gibt, denen sich der Täter im Laufe der Jahrzehnte anvertraut hat oder die damals Beobachtungen machten, diese aber aus Angst oder falscher Loyalität nie zur Anzeige brachten. Heute, mehr als vier Jahrzehnte später, setzen die Ermittler darauf, dass sich Zeugen endlich trauen zu sprechen, um dem Mädchen nach so langer Zeit Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
Ab 20:15 Uhr ist die aktuelle Ausgabe von "Aktenzeichen XY... ungelöst" auch über die ZDF Mediathek abrufbar.








