Der Erzgebirgskrimi "Mordholz" blickt hinter die Fassade der Holz-Mafia - heute (07.03.2026) im ZDF

© ZDF/Armin Dierolf
Das ZDF entführt sein Publikum heute (07.03.2026) um 20:15 Uhr in die tiefen Wälder des Erzgebirges, wo der neue "Erzgebirgskrimi" mit der Episode "Mordholz" für eine düstere Atmosphäre sorgt. Ungewöhnlich urban beginnt dieser Fall mit einem Leichenfund auf dem Weg zur Chemnitzer Oper, was einen harten Kontrast zur sonst so idyllischen Waldkulisse der Reihe setzt. Im Zentrum der Ermittlungen steht der gewaltsame Tod des einflussreichen Holz-Magnaten Karl Zenker (Michael Kind), dessen Imperium auf weit mehr als nur legalem Handel zu fußen scheint. Die Kommissare Robert Winkler (Kai Scheve) und Karina Szabo (Lara Mandoki) müssen sich durch ein Dickicht aus Schmuggel, illegalen Einschlägen und uralten Dorffeindschaften kämpfen, um die Wahrheit hinter dem Ableben des Holzbarons ans Licht zu bringen.
Zerbrochene Familien und dubiose Geschäfte
Robert Winkler und Karina Szabo stoßen bei ihrer Arbeit schnell auf ein hochexplosives Geflecht aus persönlichen Motiven und geschäftlicher Rücksichtslosigkeit. Besonders Heiko Zenker (André Kaczmarczyk), der Sohn des Opfers, gerät früh unter Verdacht, da das Verhältnis zu seinem Vater als vollkommen zerrüttet galt. Der alte Zenker vermutete bis zuletzt, dass sein eigener Stammhalter in krumme Schmuggelgeschäfte verwickelt ist, was den Generationskonflikt in der Villa eskalieren ließ. Doch auch außerhalb der Familie finden sich Verdächtige mit drängenden Problemen: Gregor Kampmann (Christian Erdmann), ein Angestellter des Toten, steht finanziell mit dem Rücken zur Wand und braucht dringend Geld, um seiner Tochter Leonie (Leonie Brill) das Studium der Forstwirtschaft zu finanzieren. Jede Spur, die die Ermittler verfolgen, führt tiefer in eine Welt, in der Rohstoffe wertvoller sind als ein Menschenleben.
Eine Pfarrerin unter Verdacht
Försterin Saskia Bergelt (Teresa Weißbach) spielt in diesem Fall eine Schlüsselrolle, da sie nicht nur fachliche Expertise beisteuert, sondern durch familiäre Verstrickungen selbst emotional gefordert wird. Während sie versucht, die Serie von Holzdiebstählen im Revier aufzuklären, rücken auch Personen in den Fokus, die man eigentlich über jeden Zweifel erhaben glaubt. Pfarrerin Paula Schubert (Inka Friedrich) etwa hat dem ermordeten Zenker jahrelang Kirchenholz zu Spottpreisen überlassen und beruft sich dabei auf eine dubiose alte Vereinbarung. Ihre wahre Motivation bleibt jedoch im Dunkeln und wirft die Frage auf, welche Geheimnisse im Pfarrhaus verborgen liegen. Zusätzlich sorgt Luise Wolf (Jana Klinge), die neue Leiterin des Standesamts und Opernbegleitung von Fritz Bergelt (Thomas Thieme), für Unruhe, da ihr auffälliges Interesse an der jungen Leonie Kampmann kaum als Zufall gewertet werden kann.
Atmosphäre statt Action: Ein Krimi mit Tiefgang
"Mordholz" überzeugt als regional verwurzelter Krimi, der aktuelle Probleme wie den illegalen Holzhandel geschickt in eine packende Geschichte über Loyalität und alte Schuld einwebt. Die Inszenierung verzichtet bewusst auf schnelle Schnitte oder übertriebene Effekte und setzt stattdessen auf eine ruhige, fast schon beklemmende Stimmung, die aus dem Schweigen und den vielsagenden Blicken der Figuren resultiert. Die Waldlandschaft des Erzgebirges wird hier nicht nur als schöne Kulisse genutzt, sondern fungiert als stimmungsprägende Bühne für ein Drama, das seine Spannung aus der emotionalen Schwere der Ereignisse bezieht. Es ist ein konzentrierter Film, der zeigt, wie persönliche Verletzungen über Jahrzehnte hinweg schwelen können, bevor sie in einer tödlichen Entladung münden.
Der Samstagskrimi "Erzgebirgskrimi - Mordholz" ist auch über die ZDF Mediathek abrufbar.








